Ongars Kaufmannsladen

Die Hauptstand von Thalia und Sitz der Königsfamilie

Ongars Kaufmannsladen

Beitragvon Emma » Sa 7. Jan 2017, 16:00

Nicht weit vom Marktplatz entfernt steht der Kaufmansladen von Ongar.
Die Fassade ist mit aufwendigen Stuck verziert.
Der Laden erstreckte sich großräumig über zwei Etagen.
Junge Frauen dienten Ongar als Verkäuferinnen.
Er selbst hielt sich lieber im Hinterhaus auf. In dem er mit einigen jungen Leuten lebte. Die hatte er in teils von ihren hungernden Eltern abgekauft oder sie von der Strasse geholt. So hatte er eine Handvoll Anhänger um sich gescharrt die ihm stets treu und loyal ergeben waren.
In dem verschwenderisch großen Schaufenster lagen einige seiner Waren und Schilder lockten mit noch mehr Kostbarkeiten im Inneren des Geschäftes.
Bei Ongar konnte man einfach alles kaufen. Auch war er berühmt dafür alles besorgen zu können. Was nicht immer mit legalen Mitteln zustande kam.
Er gehörte zu den reichen und wichtigen Personen in der Stadt.
Der EIngang bestand aus zwei bunten Glastüren. Bei schönem Wetter waren diese weit geöffnet und verhiessen so den Kaufinteressenten ein freundliches Willkommen.
Ein grosses Vordach schirmte die Kunden vor Regen oder Schnee ab.

Emma

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Ongars Kaufmannsladen

Beitragvon Emma » So 8. Jan 2017, 11:05

(TBC kommend von Strassen von Gil´Leading)

Nacht war es inzwischen geworden in Gil´Leading. Die Menschen waren in ihren Häusern und machten dort das, was Menschen eben so in ihren Häusern tun.
Die Strassen waren aber trotzdem noch belebt. Die Türstehener versuchten mit guten Argumenten Kunden für ihr Geschäffte, Bars oder Nachtlokale zu ködern. Leichte Mädchen liefern kichernd durch die Gassen und erhofften sich noch den einen oder anderen guten Deal in dieser Nacht.
Das Fenster weit geöffnet, die Gardine wehte in dem leichten Abendwind. Emma saß auf ihrer Fensterbank hoch oben im Dach. und sog die abendlichen Geräusche tief in sich auf.
Was hatte ihr die Stadt gefehlt. Der Trubel, die Gerüche und die vielen Menschen.
Sie hatte sich inzwischen umgezogen und sie trug wieder ihre geliebten Beinkleider. Sie konnte sich so viel besser bewegen in ihnen.
Sie stellte sich auf das Fensterbrett und zog die Nachtluft tief in ihre Lungen ein.
Ihre Gedanken hingen noch kurz bei Ongar.
Er schien sich gefreut zu haben, das sie wieder bei ihm war. Dann fragte er sie nach dem Zusammentreffen der Sidhe und wer denn da alles vor Ort war.
Als sie diesen Obersten beschrieb bemerkte sie eine kleine steile Falte auf seiner Stirn... Kannte Ongar diesen Mann?
Ihren Fragen wich er aber wie immer aus und so wurde sie bald wieder entlassen und konnte sich endlich um ihre Belange kümmern.
Ein kleiner Schritt nach Vorne und einen gut gezielten Sprung nach links genügte und Emma stand frei auf ihrem Dach.
Veilchen hatte es sich auf ihrer Schulter bequem gemacht. Nachdem sie aber auf dem offenen Dach standen, zog es die Ratte aber eher vor, sich in der Tasche zu verstecken, die Emma an ihrem Gürtel trug.
Ein Lächeln überzog ihr Gesicht.
Nachdem das Tier sicher verstaut war, nahm Emma einen kleinen Anlauf und sprang rüber zum nächsten Dach. Sie sprang und hüpfte angelte sich so weiter vom Dach zu Dach.
Sie hatte das Gefühl zu schweben. Immer schneller schien es, wechselten die Dächer unter ihren Füssen.
Irgendwann hielt sie an und lehnte sich mit klopfenden Herzen an einen Schornstein.
Ihr Atem ging schnell und das Adrinalin schüttete Glückshormone aus, so das sie lächelte.
Veilchen steckte ihre Nase aus der Tasche und suchte schnuppernd die Umgebung ab.
Emma strich vorsichtig mit ihrem Zeigefinger über die schnüffelnde Nase und ihr Grinsen wurde etwas breiter.
"Stell dir vor, Veilchen. Ongar war gar nicht glücklich über unseren kurzen Halt und dem Treffen mit den den Sidhe. Wollen wir hoffen das da nichts mehr nach kommt...."
Ein Klirren und ein lautes Geschrei rissen sie aus ihrer kleinen Unterhaltung.
In dem Fenster gegenüber sah sie wie ein großer Mann ausholte um einen kleinen Jungen eine Ohrfeige zu verpassen.
Der Junge hielt weinend seine Wange. zu seinen Füssen lag eine zerbrochene Schüssel mit Milchreis.
Seine Mutter sprang auf und stellte sich schützend vor ihrem Jungen.
Der Vater tobte und schrie. Es war mit einmal ein heilloses Durcheinander in der kleinen Kammer.
Emmas Augen verengten sich zu Schlitzen.
"So ein Schwein. Na warte Du wirst keine Frauen und Kinder mehr schlagen....."

Die Mutter hatte inzwischen ihren Jungen in den Arm genommen und sprach beruhigend auf ihn ein. Ihr Mann hatte mit Getöse das karge Zimmer verlassen und hatte polternd das Haus hinter sich gelassen.
Emma folgte ihm. Leise, unauffällig vom Dach zu Dach schleichend.
Ihr ausgekohrenes Opfer torkelte leicht, deswegen nahm sie an, das er wohl Alkohol konsumiert hatte.
In einer engen Gasse war es dann endlich soweit. Sie ließ sich an der Dachkante langsam herab und kam schließlich mit einem kleinen gekonnten Sprung, direkt hinter dem Mann zum stehen.
Er war ein wahrer Hühne, denn er überragte sie fast einen ganzen Kopf.
Doch Der Überraschungsmoment war auf ihrer Seite. Schnell hatte sie ihren scharfen Dolch gezückt und hielt die Spitze an seinem Rücken, genau zwischen zwei seiner Rippenbögen. Mit einem kurzen starken Stoss, würde sie sofort seine Lunge treffen und zwar so, das sämtliche Luft ihm entweichen würde. Er würde leise qualvoll sterben.
Dem Mann entkam ein überraschter Laut seiner Kehle.
Emma griff an seinen Geldsack. Es war nicht viel darin. Aber das hatte sie auch nicht wirklich erwartet. Das nächste was kam hatte sie auch nicht erwartet. Der Kerl sackte doch tatsächlich vor ihr zusammen, schlug seine Hände vor sein Gesicht und begann zu weinen...
Er flennte, das das sein gesamter Monatslohn sei und seine Familie nun hungern müsse. Sie hatten eh kein Geld und nun passiere ihm auch noch sowas.
Etwas überrascht stand Emma eine kleine gefühlte Ewigkeit da und wusste nicht was sie machen sollte. Doch dann hatte sie sich schnell wieder im Griff. Kurzerhand legte sie ihren Dolch an seinen Hals.
"In Zukunft gibst Du Dein Geld deiner Frau! Und wenn ich noch einmal mitbekommen sollte, das du deine Hand gegen Deine Familie erhebst, dann wird deine Frau schnell zur Witwe!"
Der Mann röchelte etwas unter ihr. Bestürzt sah Emma das ein kleiner Rinnsal seines roten Blutes an ihrer Klinge hinunterlief.
Sie lockerte schnell ihren Griff und sprang auf ein Fass das neben ihr stand, das ihr einen guten Ausgangspunkt bot um auf das nächste Dach und in Sicherheit zu gelangen.
Sie blieb noch kurz ausser seiner Sichtweite im Schutz der Dunkelheit und beobachtete, wie er fluchend aufstand und seine Hand an seinem Hals hielt.
War zum Glück nur ein Kratzer. Sie atmete erleichtert auf.
Dann sprang sie geschickt weiter.
Bevor sie weiter in die Nacht verschwand sah sie aber noch bei der kleinen Familie hinein und legte das Säckchen mit dem Lohn der schlafenden Mutter in den Schoss.

19. Kiriat später Abend

Emma ging wieder ihrer Lieblingsbeschäftigung nach und Hüpfte über die Dächer ihrer Stadt. AUs einer Laune heraus überfiel sie einen Mann und gab das gestohlende Geld seiner Frau.

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Ongars Kaufmannsladen

Beitragvon Aleister » Sa 14. Jan 2017, 18:54

Erstpost

Thethys war zurückgekehrt. Seit Aleister sie auf dem Weg zu Gil‘Leading mit den besten Wünschen verabschiedet hatte, zählte er in seiner Kammer schon vier Tage. Tage, an denen er an jedem einzelnen den Schatten einer mächtigen Erle aufgesucht hatte, dieselbe Zeit, derselbe Ort, wie abgesprochen. Der Hain vor den Toren der Stadt wenn sich die Mittagssonne zeigt. Einen Tag mehr und er hätte an ihr gezweifelt. Aber auf Thethys war, wie immer, Verlass.

Ihre Präsenz konnte er spüren noch bevor sie am Himmel erschien. Sie kribbelte in seinem Kopf wie ein Haufen aufgebrachter Ameisen und die Schwere, die auf seinen Schultern lastete, verflog.
Wie ein Stein raste sie auf das Erdreich zu, nahm dabei Äste und Zweige mit, um dann keuchend von Grasfächern in Empfang genommen zu werden, die Schlimmeres verhinderten.
Die Winde hatten ihr Federkleid zerzaust und Sprenkler von getrocknetem Blut bedeckten die Vorderseite ihres Fürbugs. Doch war es nicht ihr eigenes. Thethys‘ Wunden waren Aleisters Wunden. Der Fluch ihrer Partnerschaft. Zumindest ersparte ihm das, sich ständig zu vergewissern.

„Du bist unverletzt.“, begrüßte der Sidhe seine Partnerin. „Wie nicht anders zu erwarten. Ich hatte dich eher zurückerwartet. Hast du getan, was ich dir aufgetragen habe?“

Thethys legte ihre Schwingen an und schüttelte sich, wobei dem Halbelf der süßliche Duft des Todes in die Nase stieg, der sich in ihren Federn verfangen hatte.

„Ich habe getan, was du wolltest.“, krächzte sie und senkte den Kopf. „Aber es gibt ein Problem. Nicholas kam genau im falschen Moment. Ich musste mich verstecken und hab dabei das Medaillon verloren, das du mir gegeben hast. Er hat es gefunden. Ich kann von Glück reden, dass er mich nicht auch gefunden hat. Oder sein Mentor.“

„Der Körper?“

„Hab ich an die Fische verfüttert. Treibt den Dramaru hinab.“

Aleister schloss die Augen. Er musste nachdenken. „Was dann?“

„Dieser Mentor, er ist kein Idiot. Er hat Verdacht geschöpft. Ich habe belauschen können, wie er Nicholas versprochen hat, morgen einen Abstecher nach Gil‘Leading zu machen. Er hat dort eine Schwester, die unser kleines Schmuckstück nach Shirga bringen soll. Vermutlich eine Sidhe. Der Junge ist übrigens...verstört. Ich glaube, er spürt, das er etwas verloren hat.“

Thethys‘ Haupt sank immer tiefer, bis ihr Hals in einen Buckel überging, eingepfercht zwischen zwei vorgezogenen Schulterblättern. Nichts war mehr zu sehen vom Stolz und der Pracht der Greifen.

„Habe ich je Hand an dich gelegt oder dich bestraft?“ Aleister streckte seine Finger nach der Chimäre aus. Ihre Augen blitzten auf. „Nicht mehr seit unserer Begegnung in den Bergen, nein.“ Ihr Schnabel begegnete seinen Fingerspitzen, vollführten den Hauch einer Berührung.

„Ich habe versagt, aber es ist noch Zeit. Sie sind in der Nähe, Aleister. Ich könnte...“

„Nein.“, unterbrach der Sidhe seine Partnerin. „Ich habe eine andere Idee. Such dir einen Platz zum Erholen. Und wasche dieses Blut und den Gestank ab. Ich erwarte dich übermorgen zurück, hier.“

„Was, wenn du nicht da sein wirst?“

„Ich werde da sein. Und nun berichte, was du über Nicholas‘ Mentor weißt.“

Es klopfte. Aleister blinzelte. Dämmerlicht glimmte von links durch ein Fenster und offenbarte ranzige Staubflecken, die auf dem Glas klebten. Dahinter lauerte die Stadt, mit ihren unzähligen Gassen, Häusern, Dächern und Menschenpunkten. Richtig, er war in der Gaststätte. In der Gaststätte, die er bei seinem letzten Besuch deutlich sauberer vorgefunden hatte.

Mit beiden Armen stemmte der Sidhe sich aus seinem Stuhl hoch und strich sein Gewand glatt.

„Name, Anliegen.“

„Ich bin es, Herr, Melvan. Ich habe Informationen für Euch.“, säuselte ihm eine dünne Stimme entgegen.

„Tretet ein.“

Die klobige Holztür öffnete sich einen Spalt breit und wich nach und nach dem Gesicht eines Mannes. Es war ein einfaches Gesicht, weder war die Nase zu groß oder zu klein, noch die Haare zu hell oder zu dunkel. Ein bürgerlich gekleideter Neimand, gerade bürgerlich genug, um in gewissen Gegenden nicht von den Stadtwachen zurück in die Gassen gescheucht zu werden.

„Nur keine Scheu, Melvan.“

Melvan trat ein und verneigte sich.

„Sprecht.“

„Es war, wie Ihr gesagt habt, Herr.“, begann er. „Der Sidhe ist heute in die Stadt gekommen. Ich bin ihm gefolgt, wie Ihr es wolltet. Er wohnt am anderen Ende der Stadt, in den feinen Vierteln, Ihr wisst schon. Sie haben dort ein Haus. Ich hatte Glück, Herr, und konnte einen geschwätzigen Diener abpassen. Er schwärmte in den höchsten Tönen von seiner Herrin. Ihr Name ist Lerana Scaglio. Sie hat ihre Ausbildung noch nicht lange beendet, recht jung. Sie ist nur zu Besuch und will übermorgen abreisen.“

Lerana Scaglio also...sie wird es ohne Zweifel haben. Mir bleibt noch etwas Zeit, aber nicht viel.

Aleister lauschte den restlichen Informationen Melvans über Standort und Aufbau des Scaglio-Hauses. Dann kramte im Inneren seiner Tasche und fischte ein paar Münzen hervor. Klimpernd ließ er sie in die weit geöffneten Hände regnen. Melvans Mund verzog sich zu einem schiefen Grinsen.

„Ihr habt Eure Sache gut gemacht. Grüßt Eure Gattin von mir.“

„Sie wird sehr erfreut sein, ja, das wird sie.“

„Nicht zu vergessen, Eure Kinder. Wieviele waren es doch gleich?“

„Vier Bälger. Mittlerweile, Herr. Es ist etwas her, dass Ihr Euch habt blicken lassen.“

Aleister ließ eine weitere Münze über seinen Daumen springen. Melvan fing sie geschickt und verneigte sich erneut.

„Kauft Euren Kindern etwas Süßes. Gut. Das wäre dann alles.“

„Es war mir wie immer ein Vergnügen, Herr.“

Melvan entfernte sich. Aleister zog sich seinen Mantel über und seine Kapuze über das Gesicht, bis ihr Schatten über seine Nase fiel. Es wurde Zeit, jemandem einen Besuch abzustatten. Und dieser jemand lebte gar nicht weit entfernt.

---

Nur wenige Schritte vom Gil‘Leading‘schen Marktplatz entfernt fiel sein Quartier dem Sidhe direkt ins Auge - es ragte hervor wie ein Dorn zwischen den übrigen Geschäften und Läden, die sich friedlich aneinanderreihten. Ein Rosendorn. Schon seine Außenwände waren durchzogen von der Schönheit auserlesener Steinmetzarbeit; exotische Formen von Pflanzen und Tieren schmiegten sich an sie wie eine seufzende Liebhaberin. Vor seinen Schaufenstern ertönten etliche Stimmen, Stimmen in denen die Sehnsucht eines Gaffers mitschwang, der etwas entdeckt hatte, was seine Begierde antiproportional zum Inhalt seines Geldbeutels steigerte.
Ein prächtiges Gebäude, dessen Licht viele Menschen anzog - nicht nur die Motten sondern auch die Blutsauger der Gesellschaft.

Aleister war nicht das erste Mal hier. Aber sein letztes Mal war schon eine Weile her. Blieb zu hoffen, dass Ongar sich noch an seine Person erinnerte. Und überhaupt zugegen war und ihn empfangen würde.

Zielstrebig bewegte er sich auf die farbenfrohen Glastüren zu, die den Eingang des Geschäfts darstellten. Die Menschenmassen zu durchqueren stellte kein Problem dar. Die Gesichter, die sich ihm zuwandten, versanken alsbald in den Menschenwänden, die eine freie Passage in das Gebäude für ihn flankierten. Die einfachen Bürger waren leicht zu beeindrucken. Das war schon immer so. Doch die Nacht würde sie durch neugieriges Gesindel ersetzen, deshalb wollte er sich lieber beeilen.

Ongars Kaufmannsladen begrüßte seine Kundschaft mit einer hellen Glockenstimme. Ein süßer, angenehmer Duft saß in der Luft. Hier setzte sich der Prunk der Fassade fort, Kuriositäten und Kostbarkeiten aller Art warben hier allein durch ihre Erscheinung für sich - Edelsteine, Zierwaffen, Kelche, Stoffe - alles was das Herz begehrte. Umso ungewöhnlicher war es, dass auch für den einfachen Mann Waren zum Verkauf standen.
Zwischen den Auslagen flatterten junge Damen umher, rotbackig und säuselnd, die es verstanden, der vornehmlich männlichen Kundschaft einen Kauf noch schmackhafter zu machen.

Hinter einer Theke im hinteren Teil des Raumes stand eine weitere Dame, die im Gegensatz zu den anderen etwas älter aussah. Allein ihr prüfender Blick, der in regelmäßigen Abständen durch den Raum glitt und das abschließende Schnalzen ihrer Zunge, verrieten, dass sie hier das Sagen hatte. Aleister steuerte auf sie zu und sprach mit gedämpfter Stimme:“Guten Tag. Ich wünsche den Herrn dieses Hauses, Ongar, zu sprechen. Es ist eine Angelegenheit von größter Wichtigkeit.“

Ein praller Beutel landete neben dem Vermummten auf den Tisch. Hungrig klackten die Münzen aneinander. Die Geste sprach für sich.

„Sagt ihm, dass wir bereits Geschäfte miteinander hatten und ich ihn um ein weiteres ersuche, das für ihn durchaus lukrativ entfiele.“

Noch bevor die Augen der Verkäuferin sich an das Gold haften konnten, und dabei womöglich noch grapschende Finger, ließ er den Beutel zurück in seinen Mantel gleiten.



19. Kiriat, Abendzeit
Aleister erinnert sich an seine gestrige Begegnung mit Thethys. Ein Informant besucht ihn in seiner Wahlgaststätte und gibt ihm Details zum Aufbewahrungsort eines für ihn wichtigen Objekts. Er stattet Ongars Kaufmannsladen einen Besuch ab.

Spieler: Aleister
NPCs: Verkäuferin in Ongars Kaufmannsladen
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Ongars Kaufmannsladen

Beitragvon Emma » Do 19. Jan 2017, 13:15

Sie lag auf ihrem Bett und starrte an die Decke. Was gab es doch für wiederliche Typen auf der Welt.
Nein, sie wird sich nie mit einem Kerl einlassen.
Ihr Magen meldete sich.
Vor lauter Sehnsucht nach ihren Dächern hatte sie das Essen total vergessen.
Sie drehte sich aus dem Bett und ging die Treppe hinunter.
Die Treppe führte in einen großen Raum, der angefüllt war mit einigen Leuten.
Ihr Blick pendelte über die Massen
Es waren immer Leute in diesem Haus. Die meisten kamen und gingen, manche gingen nicht mehr oder waren nie mehr gesehen.
Aber Emma hatte sich nie um diese Leute geschehrt.
Es waren Speichellecker und Bittsteller. Auftragsnehmer und Kunden die sich alle wegen Ongar kamen. Ein Mädchen trug einen Korb mit Äpfel vorbei. Viele feierten einfach hier, was sie eben zu feiern hatten. Blitzschnell griff sie nach einem der rotwangigen Früchte und biss herzhaft hinein.
Der Saft lief ihr am Kinn hinunter, schnell wischte sie ihn mit der freien Hand weg.
Ongar saß an einem erhöhten Bereich an einem Tisch.
Seine kalten Augen waren auf zwei Männer gerichtet, die es sich neben ihm auf einem der Canapés bequem gemacht hatten.
Er hörte den Ausführungen des einen zu, doch seine Miene spiegelte keinerlei Emozionen wieder.
Man konnte nicht sagen, ob es ihm interresierte oder ob er dem Redner am liebsten hinausbefördert hätte.
Kurze Zeit später wusste es Emma.
Mit einem kurzen Nicken signaliesierte er einem dunkelhäutigem Riesen, das dieser Mann hinausgebracht werden sollte. Was er auch unverzüglich ausführte.
Das Geschrei von dem Mann ging im üblichen Tumult unter.
Ongar gab dem Zweiten Mann seine Hand, klopfte ihm auf die Schulter und auch dieser verschwand in den Menschengewühl. Allerdings auf seinen eigenen zwei Beinen.
Ongar hob seinen Blick und sah Emma auf der Treppe sitzen.
Ein warmes Lächeln umspielte sein Gesicht und er hob grüssend seine Hand. Auch Emma winkte zurück.
In diesem Augenblick ging die Tür zum Geschäft die neben der Treppe in der Wand eingelassen war auf und ein verhüllter Mann betrat den Raum.
dieser Kerl war ein Riese. So wie er scheinbar erhaben durch die Leute glitt, war dieser Mann elfischen Ursprungs.
Emma rollte die Augen. Wieder so ein Kerl mit unglaublichen Geheimnissen. Die Kapuze war tief in sein Gesicht gezogen, so das man ja nichts von ihm erkennen sollte.
Sie biss wieder in ihrem Apfel so das der Saft nur so spritze.
Der Vermummte ging ganz nah an ihr vorbei. Sie hätte nur den Fuss ausstrecken müssen und ihn auf seinen Mantel stellen....
Sie grinste. Statt dessen biss sie lieber nochmal in ihren Apfel und murmelte etwas lauter als gedacht:"Muss ja ungeheur kalt hier drin sein....."




19. Kiriat Abends
Emma bekommt Hunger und beschliesst noch mal runter zu gehen um sich was zu Essen zu holen.

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Ongars Kaufmannsladen

Beitragvon Aleister » So 22. Jan 2017, 17:20

Die Augen der Verkäuferin hatten sich geweitet, als sie einen Blick auf das Bare werfen konnte, das Aleister mit sich trug. Ihre Lippen zitterten, brachten aber kein Wort hervor.
Der Sidhe musste schmunzeln. Zweifellos hatte sie sich für diese Frage eine Abweisung zurechtgelegt, die sie nun nicht mehr vorbringen konnte. Wenn Ongar noch der Mann war, für den er ihn hielt, würde auch keine mehr folgen.

Während sich in den Windungen ihres Gehirns noch die Bausteine für eine neue Antwort zusammensetzten, nahm Aleister seine Umgebung unter die Lupe. Aus den Räumlichkeiten hinter der Verkaufsfläche waren Sinneseindrücke an ihn herangeschwirrt wie eine Wolke Fliegen; Stimmen von Männern und Frauen, Gelächter, Gezeter, gebettet in einen Dunst von Alkohol und Fleisch und Schweiß. Es kam ihm vor, als kröchen sie zu Hunderten durch die Fasern seiner Kleidung auf seine Haut, wo sie mit unruhigen, schnellen Füßchen umherkrabbelten. Er schauderte.
Viele Menschen auf einem Fleck unterschieden sich eigentlich gar nicht von Insekten. Auch wenn sie deren Existenz als viel geringer schätzten.

Die Gesellschaft, die heute diese Hallen füllte, war nicht anders. Was auch immer der banale Grund ihrer Feierwut war, er war gut genug, um sie vergessen zu lassen, dass sie wie Würmer übereinander-, untereinander- und ineinanderwuselten.
Augenpaare begegneten ihm, die, sofern nicht glasig und benommen, ihm nichts als Misstrauen entgegenbrachten.

Eines von ihnen gehörte einer jungen Frau, die es sich auf den Stufen einer Treppe gemütlich machte. Der Quell des ersten Spotts, den Aleister in diesem Laden erhalten hatte. Vielleicht zwanzig, dunkelhaarig, unauffällig gekleidet. Der Art nach zu urteilen, wie sie dort saß und in ihren Apfel biss, kein Gast.
Der Halbelf wusste, dass Ongar die Gewohnheit pflegte, junge Leute von der Straße zu pflücken und in seine Dienste zu stellen - in dem Aspekt ähnelten sie sich - aber diese hier war keine seiner Schwalben. Vermutlich eine Elster.

Ein loses Mundwerk war das Vorrecht der Jugend. Sich von ihm nicht provozieren zu lassen das Recht der Alten. Der Blick des Magiers schweifte ab und fand endlich den Mann, wegen dem er hierher gekommen war: Inmitten der Menge saß er, auf einem erhöhten Bereich an einem Tisch. Ongar schaffte es wie kein Zweiter, vom Geschehen losgelöst zu wirken und gleichzeitig all seine Schäfchen im Blick zu behalten. Der Zahn der Zeit hatte an ihm genagt seit ihrem letzten Treffen, aber an seiner Wachsamkeit biss er ihn sich vergeblich aus.

„Naja, ist heute nicht so einfach, mit dem Chef zu sprechen.“, holte die Stimme der Verkäuferin den Sidhe aus seiner stillen Bewunderung. „Ihr seht ja, ist viel los hier. Wenn Ihr ein anständiges Angebot habt, wird der Chef es sich schon anhören wollen. Aber ich hab Euch gewarnt, wenn Ihr ihm auf die Nerven geht, endet Ihr wie der arme Kerl da gerade.“

„Ich bin mir der Regeln hier bewusst. Glaubt mir, ich habe kein Interesse daran, meine oder die Zeit eines anderen zu vergeuden.“

„So meinte ich das auch gar nicht. Also gut. Emma! Kannst du das mal bitte hier übernehmen? Da will einer zum Chef. Ich kann hier nicht weg, da kommen Kunden.“

Amüsiert musste Aleister feststellen, dass die Verkäuferin nach der jungen Frau auf der Treppe gerufen hatte. Er bedankte sich knapp und trat beiseite, damit das Geschäft fortschreiten konnte.



19. Kiriat, Abendzeit
Aleister überzeugt die Verkäuferin, ihn zu Ongar vorzulassen. Dafür ruft sie nach Emma, die ihm beim Betrachten der Umgebung und ihres Kommentars wegen schon vorher aufgefallen war.

Spieler: Emma, Aleister
NPCs: Ongar, div. andere
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Beitragvon Emma » Mo 23. Jan 2017, 14:24

Ob der Fremde ihren frechen Kommentar nicht gehört hatte oder ihn nicht hören wollte, Emma wusste es nicht genau. Entweder war er taub wie ein Sack Mehl oder er ignorierte es einfach. Beide Reaktionen stiessen auf ihr Interesse.
Die erste Verkäuferin rief Emma zu, das sie sich um den Riesen kümmern möge...
Normalerweise hätte sie ihr jetzt einen Vogel gezeigt und währe wieder schnell hoch in ihr Zimmer verschwunden. Doch wenn diese Riesenlatte so forsch in Ongars Reich hineintrat, schien er entweder ein absolut hirnloses Wesen zu sein, oder er war mit Ongar auf irgendeiner weise bekannt, was Emma wieder sehr interessant fand.

Ongar hüllte sich, was seine Vergangenheit betraft in ein dickes Tuch aus Schweigen und selbst Emma war noch nicht zu ihm vorgedrungen und hatte etwas darüber in Erfahrung gebracht.
Sie hatte schon Nachforschungen betrieben, aber es schien als ob ihr Ziehvater vor einigen Jahrzehnten einfach aus der Versenkung aufgetaucht und dieses Geschäft erbaut hatte.
Jede noch so heiße Spur führte in erneutes Schweigen oder Achselzucken.

Emma, ihre Rolle voll bewusst, machte eine theatralische Geste mit den Armen und rollte ihre Pupillen gen Himmel.
Die Verkäuferin war schon wieder durch die Tür in den Verkaufsraum entschwunden und so blieb Emma gar nichts anderes übrig als sich zu erheben und die letzten zwei Stufen hinunter zu gehen.

Sie blieb vor dem Großen stehen und versuchte völlige Langeweile und Desinteresse auszustrahlen.
So biss sie noch mal in ihrem Apfel, blickte den Fremden an und sagte mit einem Blick unter die Kapuze:
"Hallo, na Sie scheinen ja nicht wirklich viel Sonne abzubekommen, was?
Ich werde mal zu Ongar gehen und fragen, ob er Sie sehen möchte...."
Ihr Blick wanderte an dem großen Kerl hinab. An seine blassen feingliedrigen Händen machte sie kurz halt. Die Fingerspitzen ... Dieser Mann scheint mit anderen Mächten umzugehen.
Sie wante sich zum gehen, doch lieb sie noch mal stehen und sah über ihre Schulter zurück.
"Wen darf ich melden?"



19. Kiriat Abends

Emma beschließt das der Fremde eventuell doch interressant sein könnte und fragt ihm nach den Namen

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Beitragvon Aleister » Fr 27. Jan 2017, 17:26

[ooc: Sorry dass es so lange gedauert hat >< hatte echt Stress die Woche.]

Die junge Frau, Emma, rollte mit den Augen, als ihr Name fiel.
Protestierend gestikulierte sie mit den Armen, doch die Kollegin hatte ihr längst den Rücken gekehrt und steuerte einen Kunden an, der weiter vorne zwischen Brokatgewändern und Geschmeide umherspazierte. Einzig eine Ahnung ihres Parfüms, ein Gebräu, dessen Süße Aleister unangenehm in der Nase saß, verweilte hartnäckig dort, wo sie einst stand.

Sah ganz so aus, als würde diese Emma sich seiner nun doch annehmen müssen.

Aus den Augenwinkeln studierte der Sidhe ihre Bewegungen.
Wenn es etwas gab, das einen Menschen ähnlich zuverlässig offenbarte wie eine lose Zunge beim Trinken, dann war es die Körpersprache. Und die Dunkelhaarige wirkte nicht wie eine Frau, die auch nur einen Schlenker ihres Armes dem Zufall überließ. Jedenfalls nicht hier und nicht vor ihm. Oder vor Ongar.
Mit jedem Schritt in seine Richtung wandelte sich - oder eher, wandelte sie - ihre Körpersprache von jugendlichem Widerwillen in Lethargie. Wäre sie nicht hier geendet, hätte sie vermutlich eine ganz passable Schaustellerin werden können.

Vor ihm stehengeblieben biss Emma erneut in ihren Apfel. Besorgt beobachtete Aleister die Saftspritzer, die ihn glücklicherweise verfehlten.
Mit einem Blick auf sein in Schatten gehülltes Gesicht sagte sie:"Hallo, na Sie scheinen ja nicht wirklich viel Sonne abzubekommen, was? Ich werde mal zu Ongar gehen und fragen, ob er Sie sehen möchte...."

Nicht viel Sonne...abzubekommen?, wiederholte Aleister ihre Worte in seinem Kopf und hob eine Augenbraue.

Er wurde das Gefühl nicht los, dass diese Frau sich von seiner Präsenz provoziert fühlte.

Er wusste nicht wieso und es interessierte ihn auch nicht. Aber eines war sicher. Dieses Weibsbild musste hoch in Ongars Gunst stehen, wenn sie sich erlauben konnte, eine solche Forschheit an den Tag zu legen. Er kannte ihre Sorte. Entweder stammten sie aus den übelriechendsten Gossen, in denen sie früh beweisen mussten eine große Klappe zu haben - oder waren mit einem goldenem Löffel im Mund und der dazugehörigen Anspruchshaltung geboren. Selten, aber es kam vor.

Welche Sorte bist du?

Noch während Aleister sich überlegte, ob er Ongar nahelegen wollte, seine Zöglinge besser zu erziehen, wandte sich das Mädchen ab um ihn anzumelden.

„Wen darf ich melden?“

„Aleister. In dringender Angelegenheit bitte.“, lautete die Antwort.

Der Halbelf beobachtete, wie Emma sich zu Ongar begab. Ja, Ongar würde sich an seinen Namen erinnern. Und diese Erinnerungen würden nicht nur Positives in ihm wecken.
Es war nichts Persönliches. Aber trotzdem war es gut, dass Thethys nicht in seiner Nähe war und die Gürtelschnalle verborgen.



19. Kiriat, Abendzeit
Aleister schafft sich seinen ersten Eindruck von Emma und nennt ihr seinen Namen, damit sie ihn bei Ongar melden möge.

Spieler: Emma, Aleister
NPCs: Ongar, div. andere
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Ongars Kaufmannsladen

Beitragvon Emma » So 5. Feb 2017, 16:59

"Allleisterrrrr, Alalalalalaleistaaaa, Alalalalalalaaaaaa..."
Emma summte die Melodie mit, die ein kläglich aussehender Barde aus seinem Psalter herauspresste. Er sang mit seiner glockenhellen Stimme die Strophem die Emma mit ihrem eigenen Text mitbrummte.

Sie lief mit festen Schritten durch die Menge und die meisten machten bereitwillig Platz.
Ongar saß erhöht in einem Alkoven und hatte so einen guten Blick über den Saal. Ein niedriger Tisch war umsäumt von drei bequemen Otomanen. Falls er ungestört sein wollte, konnte er schnell einen Vorhang schließen und so sich von der Öffentlichkeit zurück ziehen. Der Herr des Hauses hatte sich auf dem mittleren bequem gemacht. Ein paar Dienerinen reichten ihm süsse Früchte die er mit Vorliebe aß.

Der Mann mit dem er wohl gerade sein Geschäft abgeschlossen hatte, war gerade dabei etwas zu unterzeichnen. Einer seiner Männer schaute mit angewinkelten Armen demMann über die Schulter, nickte dann Ongar zu und nahm das Papier an sich, rollte es schnell auf und ließ es in eine große Truhe gleiten in der schon einige andere solcher Pergamentrollen lagen..
Zufrieden warf Ongar ihm ein Säckchen hin das, so schien es, voller Geldstücke war.
Emma holte tief Luft und ließ sie sogleich wieder zischend entweichen.

Wieder so ein armer Tropf der sich Geld borgen musste. Sie konnten wirklich froh sein, das es Ongar gab der ihnen wenigstens etwas Geld lieh.
Der arme Tropf griff schnell zu dem Säckchen, stopfte es unter seine Jacke und verschwand mit vielen Verbeugungen aus dem Alkoven.

Ongar sah sie an und ein Lächeln durchzog auf einmal sein sonst so finsteres Gesicht.
"Meine kleine Elster. Ich dachte du bist unterwegs. Fehlt Dir noch etwas meine Liebe?"
Er klopfte auf das Sitzmöbel neben sich und machte ihr somit verständlich das Sie sich setzen sollte.
Doch Emma schüttelte den Kopf und zeigte mit dem Daumen hinter sich.
"Da ist so ein ziemlich käsiger Typ der dich dringend sprechen will..."
Ongar zog überascht die Brauen hoch. "Käsiger Typ? Geht das etwas genauer?"
Das Mädchen musste lachen. "Ja, warte... Aleister nennt er sich. Er sagt es sein dringend und du würdest ihn von Früher kennen...."

Emma wartete nun gespannt auf seine Reaktion. Das der "lange Lackel" ihn von Früher kennt, hatte er zwar nicht gesagt, das war geraten. Umso zurfriedener war sie, das sie anscheinend mit ihrer Vermutung recht hatte.
Sein überraschtes Gesicht zog sich kurz zu einem Runzeln zusammen um danach Emma freudig und offen entgegen zu blicken. Er richtete sich auf sagte fröhlich:
"Aleister! Ach Nein. Das ist ja schon etwas her...Emma sei so lieb und bitte unseren Gast doch an meinen Tisch. Und dann sei so lieb und hole uns von dem Wein, den du vorhin mitgebracht hast und sagst in der Küche Bescheid, sie möchten ein paar Obst/Käsehäppchen servieren."
Das Mädchen nickte, drehte sich umn und verließ den Alkoven indem sie die kleine Treppe wieder hinunter in die Menge nahm.

"Wein und Käsehäpchen. Na das muss ja ein Bekannter sein..."
Sie überlegte und biss sich dabei auf die Lippe. Ongar schein durchaus freudig überrascht zu sein. Doch seine Augen zeigte eine weitaus finstere Emotion.
Emma bahnte sich wieder ihren Weg durch die Menge um schliesslich vor diesem Aleister stehen zu bleiben.

Ihren Apfelstrunk warf sie mit einem gezielten Wurf in einen der Töpfe die eine der Küchenmägte gerade wieder hinausbefördern wollte.
Dann leckte sie sich ihre Finger ab und hob den Kopf.
Sie kniff ein Auge zu und versuchte etwas unter dieser Kapuze zu erkennen.
"Ihr seid also ein alter Bekannter von Ongar?"
Ohne auf eine Antwort zu warten, drehte sie sich um und gebot ihm ihr zu folgen in dem sie mit ihren Zeigefinger ein Zeichen gab.
"Also kommt, er will Sie sehen...."




19. Kiriat Abends

Emma meldet Ongar den Besuch von Aleister und der bittet den Halbelfen zu sich.


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Beitragvon Aleister » So 5. Feb 2017, 21:35

Sein Blick folgte Emmas Rücken bis zu einer Alkove, in der es sich Ongar auf der mittleren von drei Sitzbänken, edel geschwungenen Möbeln, gemütlich machte. Ein Mann, den er gerade empfing, saß ihm schräg gegenüber. Wie ein gescholtener Junge buckelte er über einem Fetzen Papier, seine Hand ein Zweig im Sturme, zitternd, bemüht, seine Schreibfeder nicht entwischen zu lassen.
Nur wenige Zentimeter hinter ihm lag ihm der Atem von einem von Ongars Männern im Nacken. Die Feder kaum abgelegt, nahm sein Aufpasser das Schriftstück an sich und schloss es zu weiteren Zeugnissen der Großmütigkeit des Herrn des Hauses in eine Truhe.

Aleister musste schmunzeln. Hoffentlich war der Typ es wert, in seiner Schuld zu stehen. So, wie er von Verbeugung zu Verbeugung aus der Nische tänzelte, glich er mehr einem Specht als einem Ongars treuer Raben und Elstern. Auf seinem Weg nach Draußen schlängelte er sich dann an dem Magier vorbei, begleitet vom beißenden Schweißgeruch der Unterwürfigkeit und dem Klingeln von Münzen.

Aleister richtete seine Aufmerksamkeit wieder auf Ongar. Das Mädchen hatte ihn offenbar angekündigt, denn der Kaufmann war aufgestanden und schickte sie zurück. Auf seinem Gesicht zeichnete sich dabei ein Ausdruck ab, den der Sidhe nicht ganz deuten konnte.
Das Lesen von Gesichtern war eigentlich eine seiner leichtesten Übungen. Aber die Fähigkeit, seine Mimik zu kontrollieren, hatte Ongar schon früher besessen.
Falls es immer noch der Schatten der Vergangenheit war, der sein Herz vergiftete, so würde es ihn vielleicht zumindest milder stellen, mit welcher Angelegenheit sein alter Kollege ihn aufsuchte. Auch wenn diese nicht nach Toten verlangte...

Emma war zurück um ihn abzuholen. Gut. Damit war die erste Hürde gemeistert.
Als sie versuchte, einen Blick unter seine Kapuze zu erhaschen, legte er den Kopf etwas schräg. "Ihr seid also ein alter Bekannter von Ongar?" Fürwahr, was ein neugieriges Weib!
„Alte Bekannte...so könnte man uns wohl nennen.“, antwortete er und folgte der jungen Frau.

Augen folgten den beiden auf Schritt und Tritt. Doch selbst wenn sich unter ihnen ein Paar befand, das den Sidhe erkannte und dem Spitzel eines Ordens gehörte, war der Halbelf unter seiner Kutte hier doch nur einer von vielen. Und wehe dem, der etwas anderes behauptete, denn Verleumdungen gegen seine Person hatte dieser Sidhe gar nicht gerne. Der Letzte war für diese Dreistigkeit im Gefängnis gelandet. Ein Jammer für seine Witwe und Kinder.

Die Einbuchtung war rasch erreicht, ein Zufluchtsort in diesem See aus gierigen Zähnen und Fingern, die unablässig nach Fleisch, Gold und Alkohol schnappten. Zufrieden stellte Aleister am Ende des Treppchens fest, dass man diese Oase mit einem Vorhang in ein Séparée verwandeln konnte. Schön. Er war es leid, sich verstecken zu müssen. Sein Haar kratzte unangenehm im Nacken und allmählich wurde ihm warm. Doch zunächst stellte er sich vor Ongar und ließ einige Sekunden verstreichen, bevor er das Wort erhob:“Es ist lange her, Ongar...Viele Jahre, wenn ich mich nicht irre, seit unserem letzten Treffen. Es freut mich, dich in guter Gesundheit zu sehen und ich wünschte, ich hätte dir eher einen Besuch abstatten können. Aber die Zeiten waren schwierig.“

Der Magier legte die Hände übereinander und ließ seine Fingernägel gegeneinander klacken.

„Deine “Assistentin“ wird dir sicher schon berichtet haben, dass mein Besuch geschäftlicher Natur ist. Und es grämt mich, damit zu dir kommen zu müssen. Doch ich kenne keinen geeigneteren Mann innerhalb Thalias.“

Der Sidhe hob das Haupt und zog seine Kapuze ein wenig zurück. Als er dem Blick seines alten Gefährten begegnete, lächelte er kurz. Fast hatte er vergessen, wie es sich anfühlte, mit jemandem in einem Raum zu sein, der einen nicht fürchtete, misstraute oder am liebsten die Gurgel durchschneiden wollte.



19. Kiriat, Abendzeit
Aleister folgt Emma zu Ongar in dessen Alkove und begrüßt ihn nach einer langen Zeit der Abkehr.
Spieler: Emma, Aleister
NPCs: Ongar, div. andere
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Beitragvon Emma » Mo 6. Feb 2017, 09:34

Sie war sich ihres Auftrages wohl bewusst, doch ihre Neugierde liess es nicht zu sofort wieder zu verschwinden, wie es sich eigentlich für so einen Moment geziemt hätte.
Nun, Emma war im großen und ganzen sehr weit davon entfernt eine sittsame und tugendhafte Frau zu sein, das war auch Ongar wohl bekannt.
Drum reizte sie diesen Moment noch kurz aus.
Ongar lächelte. Dann umschloss seine Hand das Handgelenk des anderen und es folgte eine ... Umarmung mit freudigen Schulterklopfen.

Emma verschränkte ihre Arme und sah sich dieses Ritual einer alten Männerfreundschaft, etwas skeptisch an.
"Al! Mein alter Weggefährte! Ich freue mich immer, wenn du mich während meinen langweiligen Geschäften unterbrichst... und das es nur alle 100 Jahre ist, freut mich noch viel mehr!"
Er kniff ein Auge zu, drückte den Oberarm des Neuankömmlings freundschaftlich.
"Komm setz dich, erzähl wobei kann ich dir geschäftlich unter die Arme greifen?"
Er warf Emma einen kurzen aber klaren Blick zu. Seine Stirn legte sich sekundenweise in Falten und sie wusste nun genau, das sie jetzt nicht mehr erwünscht war.
Schnell drehte sie sich um und lief die Stufen wieder in den Saal hinunter.
Ein kurzer Blick über ihre Schulter bestätigte ihr Glauben. Die schwarzen schweren Vorhänge waren vorgezogen und erlaubten so keine Sicht mehr in den Alkoven.
Missmutig biss sie sich auf ihrer Unterlippe.
Das er immer noch Geheimnisse vor ihr hatte...
Sie beeielte sich in die Küche zu kommen und die Bestellung von Ongar auszurichten.
Die Küchenmägte schienen sich in Zeitlupe zu bewegen. Nervös trippelte sie von einem Bein auf das andere.
"Mensch nun bewegt euch doch mal. Ihr wisst genau das der Herr ein sehr ungeduldiger Mensch ist!"
Sie scheuchte die Mägte durch die Küche bis sie von der Küchenchefin einen bösen Blick kassierte.
Entnervt rollte sie die Augen und stellte sich brummend in die Ecke.

Nach einer gefühlten Ewigkeit war endlich alles fertig.
Doch bevor einer der Mädchen das Tablett schnappen konnte, hatte Emma schon ihre Hände dran und balancierte es über die Köpfe der Menschen die draussen feierten.
Eines der Mädchen lief noch mit dem Wein und den Gläsern hinter ihr her.
Schnell huschte sie die Treppe zum Alkoven hoch, öffnete den Vorhang und sah wie Ongar mit ernstem Gesicht seinem "Freund Al" zuhörte.
Dieser hörte sofort auf zu sprechen und sah Emma mit überrascht an.
Schnell beförderte sie das Tablett auf das kleine Tischchen, nahm der Magt den Wein ab und stellte ihn ebenfalls dazu.
Dann jagte sie das Mädchen mit einem knappen "Danke" wieder aus dem Alkoven hinaus.
Diese Unterhaltung wollte sie nun auf nichts in der Welt mehr verpassen. Sie schnappte sich eines der Käsespießchen und huschte auf den Platz neben Ongar.
Er warf ihr einen kurzen Blick zu und sagte dann zu Aleister:" Ich darf dir mein Töchterchen vorstellen, das ist meine kleine Elster Emma. Emma? das ist, sagen wir mal, ein Freund aus alten Tagen Aleister...."
Emma kniff einen Moment die Augen zusammen und taxierte den Mann ihr gegenüber...
"Aus alten Tagen? Ihr müsst Euch sehr gut gehalten haben , mein Bester. Ich währe fast der Meinung, wir zwei währen alterstechnisch nicht so weit auseinander."
Sie reichte dem Halbelfen die Hand.





19. Kiriat Abends

Emma bringt Aleister zu Ongar. Ongar stellt Emma als seine Tochter vor.

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Beitragvon Aleister » Mo 6. Feb 2017, 20:14

Aleisters Muskeln versteinerten, als Ongar ihn in eine Umarmung schloss und brüderlich auf den Rücken patschte. Er hatte mit allem gerechnet - ein schnippischer Kommentar oder der obligatorische, gute, alte Handschlag - aber nicht damit.

„Ongar. Du bist noch immer für eine Überraschung gut.“

Mechanisch hob der Sidhe den Arm und erwiderte das Schulterklopfen seines alten Kumpels. Eine Zähigkeit, die alle Menschen mit fortschreitendem Alter heimsuchte, hatte sich unter seinen sehnigen Schultern ausgebreitet. Trotzdem strotzte er noch vor Kraft.
Ja, Ongar war jünger als er, aber in Menschenjahren galt der Halbelf schon als Greis.

--

Aleister verfolgte, wie Ongar Emma nach Draußen schickte und setzte sich dann auf den Ottomanen links von ihm.

„Die Freude ist ganz meinerseits. Ich bin das ständige Herumreisen und Tränkebrauen langsam leid. Es ist eine nette Abwechslung, in deine vier Wände zu kommen und zu...plauschen.“

Ein heiseres Lachen entwich ihm, kaum hörbar.

„Ich habe in den letzten Monaten ein paar „Vorkehrungen“ getroffen, um mich nicht länger in diesem verfluchten Wald verstecken zu müssen. Allerdings...lief dabei etwas nicht ganz glatt.“

Aleister suchte Ongars Blick. Langsam staute sich die Hitze in diesem Raum, und nun, wo die Vorhänge geschlossen waren, biss sie den Magier noch mehr. Doch bevor die Speisen sie nicht erreichten, wollte er es lieber nicht riskieren, sein Gesicht zu zeigen. Dafür war es zu unverkennbar und etwas Geschwätzigeres als Küchenmädchen gab es kaum.

„In dieser Stadt befindet sich etwas, das ich benötige. Noch heute Nacht. Ich brauche einen Dieb, einen Einbrecher, Ongar. Den fähigsten Mann, den du mir bieten kannst.“

Aleister atmete tief ein.

„Die Unternehmung ist natürlich nicht ganz ungefährlich. Es...“

Ein lautes Flattern schnitt durch seine Worte und die Vorhänge stoben beiseite, um die Silhouette einer Frau zu enthüllen - Emma. Die Dunkelhaarige balancierte ein mit kleinen Speisen angereichertes Tablett über dem Kopf und bugsierte es mit einem blechernen Scheppern zwischen die Männer auf den Tisch. Eine Magd war ihr dicht auf den Fersen, Wein und Gläser im Schlepptau, doch bevor ihre Fußspitze die Alkove auch nur erreichte, nahm Emma ihr beides ab und schickte das verdutzte Ding mit einem „Danke!“ hinfort.

Keine Sekunde später saß sie neben Ongar auf der Bank und kaute auf einem Stück Käse, den Sidhe genauestens im Blick. Es schien ein Ding der Unmöglichkeit, diese Frau auch nur für fünf Minuten loszuwerden.

" Ich darf dir mein Töchterchen vorstellen, das ist meine kleine Elster Emma. Emma? das ist, sagen wir mal, ein Freund aus alten Tagen Aleister....", stellte Ongar sie vor.

Damit war es entschieden. Sie würde bleiben. Aleister hoffte, dass Ongar seine Tochter sorgfältig gewählt hätte. Zumindest konnte er sich nicht daran erinnern, dass er je großes Interesse an Frauen gehegt hatte oder gar Beziehungen unterhielt, aus denen Kinder entsprungen waren. Vermutlich von der Straße aufgelesen, wie die anderen.

"Aus alten Tagen? Ihr müsst Euch sehr gut gehalten haben , mein Bester. Ich währe fast der Meinung, wir zwei währen alterstechnisch nicht so weit auseinander."

Emma streckte dem Sidhe ihre Hand entgegen. Zögernd nahm er sie. Ein kleines, zerbrechliches Ding. Aber sie bemühte sich, Druck aufzubauen.

„Auf eine gewisse Art sind wir das auch nicht“, bemerkte er. „Mein Freund hier muss etwas besonderes in Euch sehen, Emma. Jeden anderen hätte er bestimmt schon hinausbegleiten lassen. Entschuldigt mich.“

Aleister erhob sich und löste die Knöpfe seines Umhangs. Es war eine Wonne, als seine Haut wieder atmen konnte. Das Stück Stoff hängte er an einen nahen Haken, an dem es wie das Schemen eines Geistes heruntersackte. Mit einem Schwenk seines Arms befreite er seine silbrige Mähne und setzte sich wieder an seinen Platz. In den leichten Magierroben war es doch gleich viel angenehmer.

„Dieses Wetter ist unerträglich. Selbst des abends. Mir fehlen die kalten Winde des Falkengebirges.“

Der Sidhe war sich unschlüssig, ob er mit dem eigentlichen Thema fortfahren sollte. Er lehnte sich zurück, die Beine übereinandergeschlagen, und schaute abwechselnd zu Ongar und Emma, ehe sich sein Blick in den burgunderroten Wellen des Weinkrugs verlor.



19. Kiriat, Abendzeit
Aleister begrüßt Ongar und erörtert ihm den Grund seines Besuchs, als Emma dazwischenplatzt.

Spieler: Emma, Aleister
NPCs: Ongar
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Beitragvon Emma » Di 7. Feb 2017, 10:05

Nachdem sie einen flüchtigen Händeausdruck ausgetauscht hatten, erhob er seinen Blick und antwortete auf ihre Frage.

„Auf eine gewisse Art sind wir das auch nicht“, bemerkte er. „Mein Freund hier muss etwas besonderes in Euch sehen, Emma. Jeden anderen hätte er bestimmt schon hinausbegleiten lassen. Entschuldigt mich.“

Er stand auf und entledigte sich seines Mantels auf,einer typischen grazilen Elfenart.
Emma merkte wie ihre Härchen an den Armen sich erhoben.
"Ein Mann in weiß!" Emma hob überrascht die Augenbrauen. Sie dachte eigentlich das diese Aussage leise genug war um niemanden in diesem Raum zu erreichen, doch Ongar erfasste sie mit einem scharfen Blick, das ihr die Röte in das Gesicht trieb.

Sie musste wirklich mit ihren Äusserungen aufpassen.
Anhand seines Gewandes und seines Auftretens war dieser Mann ein Magier und, so wusste sie schon, diese waren nicht zu unterschätzen.
Sicher, Emma war sich sicher, das er ihr in einem Kampf der Dächer unterlegen war. Aber doch begann sie zu ahnen, das man diesem Herren nicht krumm kommen sollte.
Zumindestens zeigte seine Zurückhaltung, das er ihr nicht traute und das er irgendwas vor hatte, wobei er niemanden brauchen konnte dem er nicht vertraute.

"Wohlwar!" antwortete Ongar in seiner brummigen Art.
"Sie ist wahrlich etwas besonderes und nicht nur für mich. Wenn Du jemanden brauchst der etwas beschaffen soll, etwas was von Recht wegen, eigentlich in andere Hände gehört und nicht in die deinigen, kann ich dich nur einen "Mann" anvertrauen. Am besten du erklärst ihr Deine Belange. Immerhin ist sie diejenige welche die diesen Auftrag annimmt oder auch nicht"
Bei den letzten drei Worten grinste Ongar über das ganze Gesicht. Sein Blick richtete sich dann wieder auf Emma.

Emma nahm das Grinsen auf und verwandelte es in ein zuckersüsses Lächeln, das sie gleich Aleister zuwarf.
Wie würde er auf diese Offenbraung reagieren?
Emma griff zur Platte hob sie dem Halbelfen unter die Nase und fragte kokett "ein Käsehäppchen?"




19. Kiriat Abends

Ongar erklärt Aleister, das Emma entscheiden wird ob sie seinen Auftrag annimmt

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Beitragvon Aleister » Di 7. Feb 2017, 17:19

Diese Frau...?

Der Sidhe verengte die Augen und linste zu Ongar, der seinen Blick mit einem breiten Grinsen erwiderte. Nein, dies war kein Scherz. Dafür kannte er seinen alten Gefährten zu gut. Ongar nahm Aleister nicht auf den Arm, er amüsierte sich über seine Reaktion.

Sie war doch noch ein halbes Kind! In einem Alter, in dem Frauen mehr Kerle und Kleider im Kopf hatten, als alles andere! Und launisch, verdammt launisch. Andererseits war der Kaufmann niemand, der über jemanden leichtfertig Worte des Lobes verlor. Das musste des Rätsels Lösung sein. Das Mädchen konnte sich hier so viel erlauben, weil sie es sich verdient hatte. Allein, wie sie ihn anfeixte!

Nun gut, wenn sie ihre Arbeit nur halb so gut macht, wie sie ihre Nase in anderer Leute Angelegenheiten steckt...sollte ich mir wohl keine Sorgen machen.

„Vielen Dank, ich habe bereits gespeist. Tut Euch keinen Zwang an. Ihr werdet Energie brauchen für das, was ich Euch auftragen werde. Vorausgesetzt, Ihr fühlt Euch der Aufgabe gewachsen.“

Aleister erwiderte ihr Grinsen mit seinem eigenen, herausfordernden. Mal sehen, ob sie sich provozieren ließ.

„Ich traue Ongars Worten. Sie sind mir Qualifikation genug. Also hört gut zu, Emma: Im Großen und Ganzen geht es darum, mir ein Kleinod zu beschaffen, ein Medaillon. Es befindet sich in dieser Stadt. Ich brauche es noch heute Nacht. Was bedeutet, dass Ihr in ein Haus einbrechen und es mir holen müsstet. An sich gewiss keine Schwierigkeit für Euch.“

Der Magier lächelte unheilvoll.

„Es gibt jedoch zwei Probleme: Erstens handelt es sich um eines der Anwesen in den Nobelvierteln - es wird also mit Sicherheit bewacht sein - und zweitens ist die junge Herrin des Hauses eine...Sidhe.“

Die Pause ließ Aleister mit Absicht, um seinen Worten Gewicht zu verleihen. Es gab niemanden, der die Sidhe nicht kannte. Und wer sie kannte, wusste, wie gefährlich es war, sich mit ihnen anzulegen.

Die Hände zusammenfaltend, beugte er sich vor und schaute Emma tief in die Augen. War da ein Zucken an ihrem Augenlid? Erweiterte Pupillen? Hoffentlich war sie nun nicht zu verschreckt.

„Was sagt Ihr? Habe ich Euer Interesse geweckt? Solltet Ihr Euch fragen, ob sich dieser Aufwand überhaupt lohnt, so wird Euer „Vater“ Euch bestätigen können, dass ich in der Tat recht vermögend bin.“

Aleisters erneutes Zurücklehnen kommentierte sein Ottomane mit einem Knarzen.

„Selbstverständlich werde ich Euch zur Hand gehen. Ich besitze Mittel und Wege um Euch diese Aufgabe zu erleichtern.“



19. Kiriat, Abendzeit
Etwas überrascht, dass Emma sich um seinen Auftrag kümmern soll, legt Aleister ihr die Natur ihres Auftrags nahe.

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Beitragvon Emma » Mi 8. Feb 2017, 10:44

Emma stellte das Tablett wieder auf den Tisch und stütze ihren Kopf in die Hand um diesen Magier zu signalisieren, das sie ihm zuhören wird.
Er erzählte von einem Medallion das sie bei einer Sidhe finden würde.
Wääääh, schon wieder diese Sidhe. Emma hatte noch immer genug von dem Treffen auf ihrer Reise daher.
Sie schüttelte sich innerlich als sie an diesen Tag zurückdachte.
Auch dieses Waldmädchen was sich da so in den Vordergrund spielen musste..
Sie atmete kurz durch und war wieder in dem Alkoven.

"Nun, ihr habt meine Aufmerksamkeit. Es klingt nach eine kleinen Herausforderung. Standort des Medallions ist Euch also bekannt?"

Sie griff wieder zu einem Käsestückchen und hielt es an ihre Schulter. Veilchen hatte sich dort unter ihren Haaren versteckt und freute sich jetzt über die kleine Zuwendung die Emma ihr reichte.
Dieser Aleister sagte er vertraue Ongar, aber er ist sich nicht wirklich sicher.
Dachte er sie würde bei seinen Ausführungen das Zittern bekommen, aufspringen und mit weinerlichen Stimme sagen, das sie solch ein gefährlichen Auftrag nicht annehmen kann...?
Nein, diesen Gefallen würde sie dem langen Ding nicht tun.

"Ongar wird sich um das geschäftliche kümmern. Von Euch mein lieber Aleister möchte ich nun wissen, wie habt ihr Euch die Zusammenarbeit vorgestellt? Ich bin nicht gerade, nennen wir das mal ein Teamplayer. Ausserdem weiß ich nicht ob ihr bei meiner Art der Vortbewegung so einfach mithalten könnt...
Dann muss ich wissen, was das für ein Medallion ist. Ist es sehr wertvoll?
Desweiteren muss ich die Situation erst ausspähen. Wieviele Wachen, den Standort des Medallions sowie die Eigenarten der jeztigen Besitzerin.
Also rechnet nicht mit einem all zu schnellen Wechsel des Besitzers."

Sie kraulte Veilchen vorsichtig mit dem Zeigefinger dem Hals.




19. Kiriat Abends

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Emma hört sich den Auftrag von Aleister an und hat noch einige Fragen dazu.

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Beitragvon Aleister » Fr 10. Feb 2017, 18:10

"Nun, ihr habt meine Aufmerksamkeit. Es klingt nach einer kleinen Herausforderung. Standort des Medaillons ist Euch also bekannt?", fragte Emma.

„Es ist in dem Anwesen der Scaglios. Seine derzeitige Besitzerin, Lerana Scaglio, wird es wahrscheinlich in ihrem Zimmer aufbewahren - ich hörte, sie macht sich nicht viel aus Schmuck. Sie hat ihre Ausbildung erst vor Kurzem beendet und ist unerfahren, ein paar Jahre jünger als Ihr. Ihre Partnerin ist eine Suavis.“

Aleister warf einen schnellen Blick auf Emmas Haare, zwischen die sie eine Ecke Käse hielt. Er hätte schwören können, das sich dort etwas regte und schmatzte. Zwischen den schwarzen Strähnen war allerdings nicht viel zu erkennen. Irgendeines dieser winzigen Haustiere, nach der die Damenwelt so verrückt war?
Die Stirn kraus ziehend, kramte der Magier in seiner Robe herum und fischte ein Stück Papier heraus. Auf dem Tisch faltete er es sorgsam auseinander. Eine Zeichnung. Melvan hatte ihm den Standort des Gebäudes in der Stadt grob skizziert, bevor er ging. Der Karte nach befand sich eher an den Ausläufern der Nobelviertel, in westlicher Richtung vom Kaufmannsladen.

„Die Scaglios sind Neureiche und das Bauwerk wird dementsprechend kompakt ausfallen. Mein Späher befindet sich in diesem Moment in der Nähe des Anwesens. Er wird weitere Informationen erlangt haben, die Euch helfen können. Er wird bis Mitternacht dort auf Euch warten und ist gekleidet wie ein Edelmann.“

Der Halbelf tippte auf eine schmale Seitengasse, eine Parallelstraße neben Emmas Ziel. Ein rotes „X“ war dort markiert worden.

Das Mädchen dachte doch nicht wirklich, dass ein Aleister Fiore mit ihr zusammen über die Dächer Gil‘Leadings hopsen würde? Sie hatte Humor, das musste er ihr lassen. Die Lust auf weitere Austausche von Sticheleien war ihm für heute aber vergangen, in den Gossen und Gassen der Hauptstadt konnte sie sich genug Kasperle dafür suchen. Wie hielt Ongar das nur aus?

„Diese Ecke wird so gut wie nie patroulliert und bietet ausreichend Schutz für einen kleinen Plausch.“

Als nächstes platzierte der Sidhe ein Medaillon neben die Skizze. Im Licht des Raumes fing sich auf der matten Oberfläche ein bronzener Schimmer. Ein schmuckloses Stück, wie es in jedem Ramschladen zu erwerben war.

„Das Medaillon, das ich suche, ist mit diesem hier nahezu identisch. Es hat allerdings eine Besonderheit: An ihm ist unten eine Art Krone befestigt; ein Bedienelement, einer Schraube nicht unähnlich. Ich würde Euch bitten, es nach Möglichkeit mit diesem hier auszutauschen. Und geht bitte...vorsichtig mit dem Original um. Keine Verletzten oder Toten.
Was das Zeitfenster für Euren Auftrag angeht: Die Scaglio-Sidhe soll planmäßig übermorgen früh mit meinem Medaillon Gil‘Leading verlassen. Doch wäre es mir lieber, wenn Ihr es heute besorgt. Junge Leute sind sprunghaft, wenn sie es sich plötzlich anders überlegt und früher abreist, ist diese Chance vertan. Habt Ihr noch Fragen?“



19. Kiriat, Abendzeit
Aleister bringt Emma die Details ihres Auftrags näher und offenbart ihr an Informationen, was er hat.

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