Gasthaus "Zur goldenen Sichel"

Der letzter Ort im Westen Thalias.

Gasthaus "Zur goldenen Sichel"

Beitragvon Bernhard » Fr 30. Jun 2017, 20:38

[kommt vom Dorfende Richtung Südwald]

Das Gasthaus war das kleinere der beiden im Ort, befand sich etwas am Rand des Dorfes und wirkte von außen ziemlich ruhig. Eine ältere Frau stand im Hauseingang und war damit beschäftigt, mit einem Besen den Dreck aus dem Haus hinauszufegen. Als sie das Gespann entdeckte hielt sie inne und ihre Augen weiteten sich vor Schreck. „Du meine Güte! Was ist denn mit euch passiert?“ fragte sie ganz erschüttert und ihre Hände umklammerten den Besenstiel fester.

Bernie erwiderte ganz unbeeindruckt den Blick. „Wir haben grade jemanden umgebracht“, meinte er ganz nüchtern und todernst und verzog keine Mine. Innerlich freute er sich jedoch diebisch daran, wie die arme ahnungslose Frau plötzlich blass wurde und sie ihren Besenstiel umklammerte als wäre er eine Waffe.

„Wölfe.“ erklärte Bernie dann, nachdem er einige Sekunden lang den Triumph genossen hatte. Noch immer klang seine Stimme todernst. „Wusstet ihr das da menschenfessende Wölfe um euer Dorf streunen?“
Die Frau wirkte sichtlich erleichtert und ihre verkrampften Hände lösten sich wieder. „Ja. Die suchen uns schon seit einer Weile heim. Die haben sogar Kinder angegriffen und es traut sich kaum noch jemand aus dem Dorf raus.“
„Naja. Jetzt sind's weniger. Wir haben drei getötet.“

„Ihr seid ein Sidhe nicht wahr? Vergebt mir bitte. Endlich schickt der Orden jemanden um sich um unser Problem zu kümmern!“ Die Frau stellte ihren Besen an die Wand und kam vorsichtig näher. Kurz erweckte sie den Eindruck Bernie die Hand zur Begrüßung reichen zu wollen, entschied sich dann wohl aber dagegen als sie sah wie viel Blut da noch dranhing. Stattdessen stahl sich ein Lächeln in ihr Gesicht. Sie musterte nun auch neugierig Taran. „Ihr wisst ja gar nicht wie...“

„Ja was auch immer. Gibts hier Platz für uns?“ unterbrach Bernie sie. Ihm fehlte der Nerv für Gespräche und er hatte wichtigeres zu tun als sich mit dem Fußvolk abzugeben. "War ein langer Tag und wir haben's eilig."
„Sicher. Hier kommen nicht viele Gäste vorbei. Eigentlich ist mein Haus sogar leer... ach. Fühlt euch ganz wie zuhause. Unser ganzes Dorf wird euch dafür danken das die Wölfe endlich weg sind.“

Er seufzte. Bitte nicht. Fehlte ja grad noch das jetzt jeder Idiot angerannt kam um sich persönlich zu bedanken. Bernie konnte wohl damit umgehen und sowas ertragen, beziehungsweise stur ignorieren, aber für Taran durfte das zu viel sein. Er schien nicht so viel Kontakt mit Menschen gehabt zu haben, so nervös wie er war. Keine Ahnung wie lang sich der Vogel zusammenreißen konnte, wenn da eine Horde Menschen auf ihn einstürmte.

„Wir haben einen leeren Stall neben dem Haus. Da kann euer... Tier bleiben.“ Sie wusste also nicht was ein Hippogreif war.
„Besser als nichts.“ Bernie klang jetzt nicht übermäßig euphorisch. Ist nicht so schlimm wie's klingt. Hoff ich.
„Braucht ihr etwas?“
„Sauberes Wasser, Tücher, Verbandszeug...“ Was noch? „Was zu essen. In dieser Reihenfolge. Und was frisches zum Anziehen.“ Bernie sah prüfend zu Taran. Irgendwelche Wünsche? Brauchst du was?



18. Kiriat, Nachmittag
Spricht mit der Wirtin und organisiert sich und Taran eine Unterkunft.
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Beitragvon NPC » Sa 1. Jul 2017, 10:19

Er war eigentlich auf dem Weg nach Dralun. Aber es schien das er sich irgendwann an einer Abzweigung falsch gehalten hatten. Nach unendlichen Wegstunden sah er endlich von Weiten die ersten Häuser.
Sein Maulesel ließ müde den Kopf hängen und die Ziege die hinten an seinem Wagen angebunden war meckerte schon seid einigen Stunden nicht mehr.
Der Wagen auf dem er sah war bunt bemalt und auf ihm prangte in großen Lettern

RUFU`S WUNDERELEXIER

Der Wagen war aber schon alt und überall blätterte die Farbe. Er freute sich auf das Dorf vor ihnen. Dort würde er besstimmt wieder gute Geschäfte machen. In die EInöden Thalias verirrten sich meistens keine Sidhe die seine Kunden heilten und ihm so seine Einnahmen streitig machten.
Schritt für schritt näherte er sich den ersten Häusern.
Doch was er da am Rand stehen sah ließ ihn das Herz im Brustkorb klopfen.
Das war doch wahrlich ein Hypogreif!
Sein Mund stand offen und etwas Speichel begann seine Bahn aus dem Mundwinkel zu finden.
Langsam trotte sein Maulesel an dem Hypogreif vorbei.
"Rufus, Du sabberst!"
Eine helle Stimmte war aus dem Wagen hinter ihm zu hören. Rufus zuckte zusammen, wischte schnell seinen Mund mit dem Ärmel ab und drehte sich zu dem Stimmte um.
"Lorelia! Schau mal was wir hier haben!"
Die Angesprochene reckte ihren Hals und sah in die Richtung in die Rufus gezeigt hatte.
Das schwarzhaarige Mädchen bekam erst kugelrunde Augen und begann zu grinsen. Dann aber wurde sie sofort ernst.
"Du weißt schon, das das da zu einem Sidhe gehört?"
Der Kutscher lenkte seinen Wagen weiter, grinste düster und sprach eher zu sich selbst:" Das lass mal meine Sorge sein!"



[Barthi]




19. Kiriat Nachmittags
Ein Wunderheiler kommt in das Dorf und bemerkt Taran mit hohem Interesse

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Beitragvon Taran » Sa 1. Jul 2017, 11:37

Taran hätte sich vermutlich unter Bernies Hemd versteckt wenn das möglich war. Er mochte die Blicke nicht welche dem Gespann vereinzelt zugeworfen wurde, aber wenigstens schien dieser Spießrutenlauf endlich ein Ende zu haben.

Er betrachtete das Haus, so nannte man diese Gebilde doch , und dann die Menschenfrau welche davor stand und mit Holz Staub und Dreck aufwirbelte. Ja diese Menschen waren schon seltsam.

~ " Na erschreck sie nicht zu sehr, sie ist schon alt" ~


Äußerte er auf die Worte Bernies und die Reaktion der Frau darauf. Dennoch konnte man merken das auch er es irgendwie amüsant fand.
Als die Menschin erfuhr was der eigentliche Grund für ihren blutigen Auftritt war schien sie erleichtert aber fing gleich an zu plappern wie ein Wasserfall.
Zum Glück unterbrach Bernhard das Ganze, den für sowas hatte er nun auch keine Nerven. Sein Bein schmerzte und er hatte verdammt großen Hunger.

~ " Stall? Bin ich eine Kuh, ein Schaf oder gar ein Schwein?"~

Der Hippogreif schnaubte beleidigt und bewegte kurz raschelnd seine Flügel, was dazu führte das die Frau einen kleinen Schritt zurück machte.

Dazu ratterte auch noch irgendein Wagen vorbei was Taran gleich noch nervöser machte. Soviel Lärm und Trubel. Und dann sollte er wie ein primitives Tier in einen Stall.
Er war empört und beleidigt. Was erlaubten sich diese Menschen eigentlich.

~ " Ja ich brauch einen vernünftigen sicheren Schlafplatz und zu Essen. Aber wehe sie kommt mit irgendwelchem Graszeug. Ich brauch Fleisch. Ich nehme auch mit einem kleinen Schaf vorliebe. " ~

Sein Magen rebellierte, na was war auch anderes zu erwarten nach diesem Kampf.
Aber verlangte er da nicht zuviel? Andererseits wollte dieses Weibchen ihn in einen Stall stecken, so eine Beleidigung konnte er doch nicht einfach hinnehmen.

~" Dafür das wir ihnen die Wölfe vom Hals geschafft haben ...sollte ihnen das schon einiges Wert sein. Wir haben immerhin ihre Jungen dadurch geschützt oder nicht?"~


Der Hippogreif wande den Kopf zu dem Blonden um Bernie kurz direkt anzusehen bevor sein durchdringender Blick erneut auf der Frau ruhte.




18. Kiriat, Nachmittag
Taran fühlt sich unwohl im Dorf, und von der Wirtin beleidigt, was ihn in seinem Stolz kränkt.
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Beitragvon Bernhard » Sa 1. Jul 2017, 21:14

Bernie gab Tarans Bestellungen weiter und die Frau nickte nur, wobei sie die Stirn runzelte. Ein Schaf. Bernie bezweifelte das es hier sowas gab, oder das sich jemand bereitwillig davon trennen würde. Ich würd mir ja nicht zu viele Hoffnungen machen. Das ist ein Dorf voller Bauern... die Getreide anbauen. Mit Lobes- und Dankesreden waren die Leute immer schnell, aber wenn es dann tatsächlich um handfeste Beweise der Dankbarkeit ging sah es oft schon wieder anders aus.

Er ignorierte den schrottreifen Karren der nicht weit entfernt über die Straße polterte. Er war so genervt und müde, das er dem keine Beachtung mehr schenkte.

Dann beschwerte sich Taran über den Stall und schaltete auf beleidigt. Bernie seufzte entnervt. Natürlich musste der Vogel jetzt wieder anfangen zu meckern. Konnte hier nicht mal irgendwas einfach und unkompliziert über die Bühne gehen? Taran wollte seine Ruhe und einen sicheren Platz... für ein Vieh in seiner Größe gab es neben einem Stall wohl kaum Alternativen.

„Noch etwas?“
„Nein, erstmal nicht. Den Weg finden wir alleine.“
„Ich sehe mal was sich machen lässt.“ Die Frau verschwand im Inneren des Hauses.

Mit einem weiteren Seufzer drehte sich Bernie zu Taran. „Reg dich ab. Schau es dir erstmal kurz an, ja? Da kümmere ich mich nochmal um dein Bein, du hast kurz Ruhe vor den ganzen Idioten hier und dann können wir schauen ob es nen besseren Platz gibt.“ Bernie rechnete zwar nicht damit, aber er wollte gern von der Straße runter. Ihm ging die ganze Situation sehr auf die Nerven und er würde sich auch nur allzu gerne das ganze Blut abwaschen, das bereits zu einer hässlichen, juckenden Kruste getrocknet war. "Oder willst du jetzt gleich noch weiter durchs Dorf laufen? Ich hab ja die Schnauze voll langsam." Ne Pause wär nicht schlecht... ging es ihm durch den Kopf.



18. Kiriat, Nachmittag
Bernie ist müde und genervt von der Situation und Tarans Sturheit. Bringt das Gespräch mit der Wirtin zuende und versucht dann Taran dazu zu bewegen, wenigstens kurz in den Stall zu schauen.
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Beitragvon Taran » Sa 1. Jul 2017, 21:40

~" WIllst du damit sagen sie haben hier keine Schafe? Eine Kuh oder Schwein würde auch gehen. Irgendwas muß ich doch essen."~

Er seufzte, wobei das bei ihm eher ein Schnaufen war. Bernhard schien ähnlich genervt, aber was hatte er erwartet? Das Taran entspannt sich wie ein primitives Tier behandeln lassen würde? ER ein stolzer Hippogreif? Außerdem war der Tag lang gewesen, der Kampf schmerzhaft und Taran hatte Hunger das er das Gefühl hatte er könnte eine ganze Herde fressen.

~" Hey schon gut, für mich ist das hier alles Andere als einfach"~

reagierte er auf Bernhards Verlangen nach einer Pause. Müde und hungrig aber etwas ruhiger gingen die Beiden am Haus vorbei in den Hof wo sich auch der Stall fand.

Davor stand ein Brunnen und ein Eimer daneben.

~" Schau da kannst du dir gleich das Blut vom Leib waschen"~

Das es für Menschen auch schönere Alternativen gab, kam dem Hippogreif gar nicht in den Sinn. Wie auch, hatte er bisher doch nichts mit den Zweibeiner zu tun gehabt.

Aber hier im Hof war es angenehm ruhig. Weit und breit Niemand zu sehen was spürbar für etwas Entspannung bei Taran sorgte.

Der Stall selbst machte einen überraschend guten EIndruck, und die Boxen waren großzügig. Das Stroh und Heu darin war dick und schien auch frisch. Vermutlich ließ es sich hier eine Nacht aushalten.
Nur das Bernhard wohl sehr warscheinlich nicht bei ihm schlafen würde und das frustrierte ihn.
Andererseits konnte er es dem Jungen auch nicht verdenken mal eine Nacht so zu verbringen wie er es gewohnt war.

Schnaufend legte er sich vor den Stall nieder, um die Sonnenstrahlen zu genießen welche in den Hof drangen und sein Fell und Federkleid wärmten.
In den Stall konnte er schließlich später auch noch gehen.




18. Kiriat , Nachmittag

Taran ist noch immer wenig begeistert, hört aber Bernie zuliebe mit dem meckern auf. Beide gehen in den Hof wo Taran ein Sonnenbad genießt, nachdem sie sich den Stall angesehen haben.
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Beitragvon Bernhard » So 2. Jul 2017, 09:30

„Keine Ahnung. Irgendwelche Viecher haben die hier bestimmt. Ich würd mich nur nicht darauf verlassen, dass die die mit dir teilen würden. Soweit reicht die Dankbarkeit dann meistens doch nicht.“ Er zuckte die Schultern und begab sich mit Taran in Richtung Stall. Er war sehr erleichtert das das Drama nun endlich ein Ende fand und der Vogel nicht mehr das bockige Kleinkind spielte.
„Ja reg dich ab. Ich kann leider nicht verhindern, das du alles mithörst was ich denke.“ Ein Umstand der Bernie ganz gewaltig störte. Er würde gern wieder etwas Privatsphäre haben und aufhören, Taran die ganze Zeit seine Gedanken weiterzuleiten. Nur wie das funktionierte hatte er keine Ahnung.

Die beiden inspizierten den Stall und das Gelände. Bernie hatte schon schlechteres gesehen und sogar der wählerische Vogel schien einigermaßen zufrieden zu sein. Immerhin etwas, mal ein Problem das einmal abgeschlossen werden konnte. Bernie machte sich daran Wasser aus dem Brunnen zu schöpfen und sich erstmal die Hände und Arme abzuwaschen. Kurze Zeit später schob sich ein Kindergesicht an der Hauswand vorbei und lugte neugierig in den Hof. „Entschuldigung?“
„Was?“ brummte Bernie genervt. Ein dummes Balg na super.
„Ich soll euch was vorbeibringen. Von meiner Mutter.“ Der Junge warf nervöse Blicke auf Taran und schien sich nicht so wirklich reinzutrauen. Irgendwann hatte Bernie genug davon und ging selbst hin. Er nahm ein Bündel mit mehreren Tüchern und – endlich – vernünftigem Verbandszeug entgegen und scheute das Kind anschließend gleich wieder davon, weil er keinen Nerv mehr für fremde Gesellschaft hatte.

Bernie machte sich nun daran, seinen Tierpartner nochmal ordentlich zu versorgen und die Verletzungen vorsichtig zu säubern und dann zu verbinden. „Ist das kleiner geworden oder bilde ich mir das nur ein?“ meinte er verwundert als er sich um das Bein kümmerte. Irgendwie hatte er das Loch da drin schlimmer in Erinnerung. Aber vielleicht war das nur Einbildung gewesen, er was nach dem Kampf ja schon etwas durch den Wind gewesen.

Als er endlich fertig war setzte er sich neben Taran und lehnte sich mit dem Rücken an die Hauswand. Erschöpft schloss er kurz die Augen und seufzte. Nun da Taran zur Ruhe gekommen war und sich entspannte, wurde auch Bernie langsam müde. Waschen, umziehen... Zimmer beziehen. Irgendwie konnte er sich grade nicht mehr dazu aufraffen etwas zu tun, obwohl das eigentlich alles noch erledigt werden musste.
Hoffentlich kam bald jemand mit was essbarem vorbei...



18. Kiriat , Nachmittag
Geht mit Taran zum Stall. Kümmert sich nochmal richtig um Tarans Verletzungen und macht dann Pause.
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Beitragvon Taran » So 2. Jul 2017, 10:44

Der Hippogreif überkreuzte deine Vorderbeine und bettete seinen Kopf darauf. Entspannt mit halb geschlossenen Augen genoss er sichtlich das Bad in der Sonne während er Bernhard dabei zusah wie dieser das Blut von seinen Händen und Armen wusch.

Irgendwie war es schön aber natürlich nicht von Dauer. Ein Kopf schob sich an der Hauswand vorbei und das nervös erscheinende Gesicht eines Menschenkindes kam zum Vorschein ehe es sich langsam komplett um die Hauswand schob.

Die Arme waren voll beladen und sein Blick glitt nervös zu dem Hippogreif welcher bei dem Erscheinen des Jungen den Kopf wieder erhoben hatte und ihn aufmerksam im Auge behielt.

Bernhard nahm dem verschüchterndem Menschenkind die Sachen ab und scheuchte es wieder weg, was Taran ganz Recht war.
Seine Flanke zuckte leicht als der Blonde die Verletzungen säuberte und frisch verband.
Auf seine Worte hin warf er einen genaueren Blick auf die Wunde, Sie schien tatsächlich kleiner gewurden, aber es war nichts worum sich Taran sonderlich Gedanken machte.

Nun endlich als Bernhard fertig war gönnte auch der Junge sich etwas Ruhe und setzte sich neben Taran an die Hauswand.
Fürsorglich breitete der Hippogreif einen Flügel aus und schob diesen zwischen die Hauswand und Bernie, um den Jungen dann sanft und weich damit wie eine zu große Decke zu umschließen.

Weicher als die Hauswand war es so definitv.
Dann bettete er auch seine Kopf wieder auf die Vorderbeine und döste etwas vor sich hin.
Ruhe kehrte ein...

Wie lange die Beiden dort saßen konnte er im nachhinein nicht mehr sagen, aber er mußte kurz eingenickt sein.

Den als heran nahende Schritte ihn weckten war die Sonne schon ein gutes Stück weiter über den Horizont gewandert. Offenbar hatte die Müdigkeit beide übermannt. Zumindestens wirkte Bernhard so als würde auch er gerade erwachen, wie der Hippogreif mit einem prüfenden Blick zu seinem Partner feststellte.

Die heran nahenden Schritte waren die Wirtin welche offenbar beschloßen hatte das es besser war , ihre beiden ungewöhnlichen Gäste im Hof zu servieren.
Wobei sie sich aber eindeutig Zeit gelassen hatte.

Doch das Mahl welche sie auf einem kleinen Tisch auftischte sah reichlich aus und roch verführerisch lecker.
Ein Hähnchen schön saftig angebraten mit Kartoffeln und herzhafter Pilzsoße. Dazu wurde eine kleine Kohlsuppe serviert mit einem Korb frisch gebackenem und aufgeschnittemen Brot.
Und zum Schluß noch ein Korb mit diversenen leckeren Früchten.

Nachdem sie alles aufgetischt hatte kam sie mit einer Schlüssel in welcher ein kleiner Berg mit rohen Fleisch lag. Ein fettes Hühnchen offenbar, und gut von den Knochen befreit. Der Geruch ließ Taran das Wasser im Schnabel zusammen laufen.
~" Endlich essen."~

Unsicher sah sie von dem Hippogreif zu Bernhard. "Wir hatten nur Hühnchen, ich hoffe das ist in Ordnung für euer...Tier?"





18. Kiriat, später Nachmittag
Nachdem die Müdigkeit offenbar beide übermannt taucht endlich die Wirtin mit zu Essen auf.
Unsicher traut sie sich nicht zu nahe an Taran und wendet sich mit dem rohen Fleisch an Bernhard.
Bernhard, Taran

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Gasthaus "Zur goldenen Sichel"

Beitragvon Bernhard » Sa 22. Jul 2017, 20:38

Bernies Kopf ruckte vor Schreck hoch als er das näherkommende Knirschen von Schritten auf dem Boden hörte. Aber nur wenige Augenblicke später hatte er sich schon wieder gefangen und die Wirtin als den Ursprung der Geräusche festgestellt. Und nun stellte er fest das die Nachmittagssonne seit dem letzten Mal ein gutes Stück weiter gewandert war... Bernie nuschelte eine undeutliche Verwünschung in seine Bartstoppeln und streckte sich, ehe er aufstand. Er war doch tatsächlich eingeschlafen. Mitten im Hof. Dabei hätte er gerade noch schwören können nur mal ganz kurz an die Hauswand gelehnt und ein paar Sekunden die Augen geschlossen zu haben... Irgendwie ärgerte ihn das und er kam sich ziemlich dämlich vor. Wie lang wohl die alte Frau da drüben schon herumgestanden und sie beobachtet hatte?

Egal. Wie auch immer. Ließ sich nicht ändern. Erfreut stellte Bernie fest das zumindest das Warten ein Ende hatte und es endlich etwas zu essen gab. Und er war sogar positiv überrascht. In solchen Kuhdörfern wie diesem hier war das Essen meistens ziemlich... mies, in diesem Fall sah es jedoch wirklich gut aus. Na, das durfte ja wohl auch so sein! Immerhin waren sie die Wölfe losgeworden, oder? Da sollten die Leute gefälligst auch nicht knausern, wenn die nicht mal alleine mit ihren Problemen klarkamen.

"Wir hatten nur Hühnchen, ich hoffe das ist in Ordnung für euer...Tier?"

„Das ist ein Hippogreif“, erklärte Bernie zunächst und warf einen kurzen Blick zu seinem Partner. „Und ja, das passt schon.“ Er sabbert sich ja schon fast auf die Füße... Schien dem nörgelnden Vogel also soweit zu passen. Na, bestens! Gejammere brauchte er jetzt nun wirklich nicht. Und Bernie würde sich wohl auch gleich auf die Füße sabbern, wo er das Essen so betrachtete. Wenn er nur daran dachte mit welchem Mist er sich die letzte Zeit in der Wildnis hatte zufrieden geben müssen...

Langsam und vorsichtig näherte sich die Wirtin dem Hippogreifen, wobei sie immer wieder unsichere Seitenblicke in Bernies Richtung warf, und stellte die Schüssel dann vor Taran ab. Dann wich sie wieder respektvoll ein paar Schritte zurück.

“Braucht ihr noch etwas?“

„Nein. Wir melden uns wenn was ist.“ Kam vielleicht etwas barscher heraus als geplant, aber Bernie hatte es nicht so mit Geduld. Oder Feingefühl. Oder allgemein damit Worte wie 'Danke' zu verwenden. „Ah. Und wir wollen nicht gestört werden.“

Die Wirtin nickte nur und zog sich dann wieder aus dem Hof zurück. Sie war bestimmt der Ansicht gewesen das ein Sidhe eigentlich freundlicher und höflicher sein musste. Sie waren ja schließlich dazu da um sich um die Leute zu kümmern. Da passte Bernie gerade wohl so gar nicht ins Bild. Aber das war ihm egal, er hielt nicht viel vom Orden und demzufolge auch nicht davon, diesen in ein gutes Licht zu rücken. Sollten sie sich doch beschweren wenn sie wollten! Ihm war das egal. Kopfschüttelnd sah der Junge ihr nach bis sie außer Sicht war und machte sich dann endlich über das lang ersehnte Essen her.



18. Kiriat, später Nachmittag
Bernie ärgert sich das er eingeschlafen ist und ist mit dem Essen zufrieden. Scheucht die Wirtin nach getaner Arbeit davon und macht sich ans Essen.
Bernhard, Taran
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Beitragvon Taran » So 23. Jul 2017, 17:05

~ "Füße welche Füße?" ~

schnaubte Taran belustigt als er Bernies Gedankengang aufschnappte.
Dann wande sich aber sein Blick der Wirtin zu und er reckte sein Haupt. Hoch erhoben, wie es sich für ein stolzes Tierwesen wie ihn gehörte. So beäugte er die sich sich nur vorsichtig näherte Wirtin und er wirkte schon fast belustigt wie oft sie einen unsicheren Blick zu Bernhard warf.

~ "Was wohl passiert wenn ich plötzlich mit den Flügeln schlage?" ~


Der Hippogreif war zwar im Grunde absolut guten Herzens, aber er war noch jung und da durfte man schon mal zu Scherzen aufgelegt sein.
Vieleicht war es aber auch Bernies Art welche auf ihn abfärbte.

So oder so tat er aber nichts dergleichen sondern beobachtete die Wirtin wie ein König seine Diener bis diese wieder zurück trat und nach Bernhards knappen Worten verschwand.

Nachdem auch Bernie sich nun seinem Essen zuwande beäugte auch Taran seine Mahlzeit. Er bevorzugte zwar in der Regel Dinge an denen mehr Fleisch dran war, und wenn es noch frisch und blutig war, aber das Hühnchen hier war keine schlechte Wahl.
Das Fleisch war zart, vermutlich ein junges Tier.

Na wenn sie ihm ein altes fast schon sterbendes vorgesetzt hätten, dann wäre der Hippogreif auch...nun sagen wir sie hätten es bereut.

Den letzten Biss verschlingend warf er einen Blick zu seinem Partner. Bernhard schien es auch gut zu schmecken, aber hatte er nicht erwähnt gehabt das er ewig nicht mehr in einem Dorf war? Dann würde das vermutlich seine erste richtige Mahlzeit sein.
Zweibeiner verstanden sich nicht gut darin außerhalb ihrer Nester Nahrung zu finden.

~"Hast du heute noch etwas vor? Dich von diesen Zweibeiner bejubeln zu lassen oder dergleichen?~"

Letzteres war zwar eher ironisch gemeint aber vieleicht hätte Bernhard wirklich Lust darauf die Anerkennung einzuheimsen.
Er wirkte nicht wie Jemand der dies schon öfters bekommen hätte.

Taran setzte sich langsam in Bewegung und schritt zu Bernhards Tisch, wo er sich etwas von dem Obst schnappt und es in seinem Schnabel zerdrückte als wäre es weiche Butter.

Während sein Blick auf seinem jungen Partner ruhte fiel ihm etwas sieden heiß ein.
Er spuckte die Schale der süßen Frucht aus und leckte sich kurz den Fruchtsaft vom Schnabel.


~"Was macht deine Wunde Bernie?"

Erneut schnappte sich der Hippogreif eine dieser Früchte und wartete geduldig auf Antworten.




18. Kiriat, später Nachmittag
Taran ist besser gelaunt nach dem Schlaf und zu Scherzen aufgelegt. Hungrig Frisst er das Fleisch und will anschließend wissen was sein Partner mit dem Rest des Tages anzufangen gedenkt. Dann fällt ihm ein das Bernhard verletzt war und er erkundigt sich nach der Wunde.
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