Gasthaus "Zur goldenen Sichel"

Der letzter Ort im Westen Thalias.

Gasthaus "Zur goldenen Sichel"

Beitragvon Bernhard » Fr 30. Jun 2017, 20:38

[kommt vom Dorfende Richtung Südwald]

Das Gasthaus war das kleinere der beiden im Ort, befand sich etwas am Rand des Dorfes und wirkte von außen ziemlich ruhig. Eine ältere Frau stand im Hauseingang und war damit beschäftigt, mit einem Besen den Dreck aus dem Haus hinauszufegen. Als sie das Gespann entdeckte hielt sie inne und ihre Augen weiteten sich vor Schreck. „Du meine Güte! Was ist denn mit euch passiert?“ fragte sie ganz erschüttert und ihre Hände umklammerten den Besenstiel fester.

Bernie erwiderte ganz unbeeindruckt den Blick. „Wir haben grade jemanden umgebracht“, meinte er ganz nüchtern und todernst und verzog keine Mine. Innerlich freute er sich jedoch diebisch daran, wie die arme ahnungslose Frau plötzlich blass wurde und sie ihren Besenstiel umklammerte als wäre er eine Waffe.

„Wölfe.“ erklärte Bernie dann, nachdem er einige Sekunden lang den Triumph genossen hatte. Noch immer klang seine Stimme todernst. „Wusstet ihr das da menschenfessende Wölfe um euer Dorf streunen?“
Die Frau wirkte sichtlich erleichtert und ihre verkrampften Hände lösten sich wieder. „Ja. Die suchen uns schon seit einer Weile heim. Die haben sogar Kinder angegriffen und es traut sich kaum noch jemand aus dem Dorf raus.“
„Naja. Jetzt sind's weniger. Wir haben drei getötet.“

„Ihr seid ein Sidhe nicht wahr? Vergebt mir bitte. Endlich schickt der Orden jemanden um sich um unser Problem zu kümmern!“ Die Frau stellte ihren Besen an die Wand und kam vorsichtig näher. Kurz erweckte sie den Eindruck Bernie die Hand zur Begrüßung reichen zu wollen, entschied sich dann wohl aber dagegen als sie sah wie viel Blut da noch dranhing. Stattdessen stahl sich ein Lächeln in ihr Gesicht. Sie musterte nun auch neugierig Taran. „Ihr wisst ja gar nicht wie...“

„Ja was auch immer. Gibts hier Platz für uns?“ unterbrach Bernie sie. Ihm fehlte der Nerv für Gespräche und er hatte wichtigeres zu tun als sich mit dem Fußvolk abzugeben. "War ein langer Tag und wir haben's eilig."
„Sicher. Hier kommen nicht viele Gäste vorbei. Eigentlich ist mein Haus sogar leer... ach. Fühlt euch ganz wie zuhause. Unser ganzes Dorf wird euch dafür danken das die Wölfe endlich weg sind.“

Er seufzte. Bitte nicht. Fehlte ja grad noch das jetzt jeder Idiot angerannt kam um sich persönlich zu bedanken. Bernie konnte wohl damit umgehen und sowas ertragen, beziehungsweise stur ignorieren, aber für Taran durfte das zu viel sein. Er schien nicht so viel Kontakt mit Menschen gehabt zu haben, so nervös wie er war. Keine Ahnung wie lang sich der Vogel zusammenreißen konnte, wenn da eine Horde Menschen auf ihn einstürmte.

„Wir haben einen leeren Stall neben dem Haus. Da kann euer... Tier bleiben.“ Sie wusste also nicht was ein Hippogreif war.
„Besser als nichts.“ Bernie klang jetzt nicht übermäßig euphorisch. Ist nicht so schlimm wie's klingt. Hoff ich.
„Braucht ihr etwas?“
„Sauberes Wasser, Tücher, Verbandszeug...“ Was noch? „Was zu essen. In dieser Reihenfolge. Und was frisches zum Anziehen.“ Bernie sah prüfend zu Taran. Irgendwelche Wünsche? Brauchst du was?



18. Kiriat, Nachmittag
Spricht mit der Wirtin und organisiert sich und Taran eine Unterkunft.
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Beitragvon NPC » Sa 1. Jul 2017, 10:19

Er war eigentlich auf dem Weg nach Dralun. Aber es schien das er sich irgendwann an einer Abzweigung falsch gehalten hatten. Nach unendlichen Wegstunden sah er endlich von Weiten die ersten Häuser.
Sein Maulesel ließ müde den Kopf hängen und die Ziege die hinten an seinem Wagen angebunden war meckerte schon seid einigen Stunden nicht mehr.
Der Wagen auf dem er sah war bunt bemalt und auf ihm prangte in großen Lettern

RUFU`S WUNDERELEXIER

Der Wagen war aber schon alt und überall blätterte die Farbe. Er freute sich auf das Dorf vor ihnen. Dort würde er besstimmt wieder gute Geschäfte machen. In die EInöden Thalias verirrten sich meistens keine Sidhe die seine Kunden heilten und ihm so seine Einnahmen streitig machten.
Schritt für schritt näherte er sich den ersten Häusern.
Doch was er da am Rand stehen sah ließ ihn das Herz im Brustkorb klopfen.
Das war doch wahrlich ein Hypogreif!
Sein Mund stand offen und etwas Speichel begann seine Bahn aus dem Mundwinkel zu finden.
Langsam trotte sein Maulesel an dem Hypogreif vorbei.
"Rufus, Du sabberst!"
Eine helle Stimmte war aus dem Wagen hinter ihm zu hören. Rufus zuckte zusammen, wischte schnell seinen Mund mit dem Ärmel ab und drehte sich zu dem Stimmte um.
"Lorelia! Schau mal was wir hier haben!"
Die Angesprochene reckte ihren Hals und sah in die Richtung in die Rufus gezeigt hatte.
Das schwarzhaarige Mädchen bekam erst kugelrunde Augen und begann zu grinsen. Dann aber wurde sie sofort ernst.
"Du weißt schon, das das da zu einem Sidhe gehört?"
Der Kutscher lenkte seinen Wagen weiter, grinste düster und sprach eher zu sich selbst:" Das lass mal meine Sorge sein!"



[Barthi]




19. Kiriat Nachmittags
Ein Wunderheiler kommt in das Dorf und bemerkt Taran mit hohem Interesse

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Beitragvon Taran » Sa 1. Jul 2017, 11:37

Taran hätte sich vermutlich unter Bernies Hemd versteckt wenn das möglich war. Er mochte die Blicke nicht welche dem Gespann vereinzelt zugeworfen wurde, aber wenigstens schien dieser Spießrutenlauf endlich ein Ende zu haben.

Er betrachtete das Haus, so nannte man diese Gebilde doch , und dann die Menschenfrau welche davor stand und mit Holz Staub und Dreck aufwirbelte. Ja diese Menschen waren schon seltsam.

~ " Na erschreck sie nicht zu sehr, sie ist schon alt" ~


Äußerte er auf die Worte Bernies und die Reaktion der Frau darauf. Dennoch konnte man merken das auch er es irgendwie amüsant fand.
Als die Menschin erfuhr was der eigentliche Grund für ihren blutigen Auftritt war schien sie erleichtert aber fing gleich an zu plappern wie ein Wasserfall.
Zum Glück unterbrach Bernhard das Ganze, den für sowas hatte er nun auch keine Nerven. Sein Bein schmerzte und er hatte verdammt großen Hunger.

~ " Stall? Bin ich eine Kuh, ein Schaf oder gar ein Schwein?"~

Der Hippogreif schnaubte beleidigt und bewegte kurz raschelnd seine Flügel, was dazu führte das die Frau einen kleinen Schritt zurück machte.

Dazu ratterte auch noch irgendein Wagen vorbei was Taran gleich noch nervöser machte. Soviel Lärm und Trubel. Und dann sollte er wie ein primitives Tier in einen Stall.
Er war empört und beleidigt. Was erlaubten sich diese Menschen eigentlich.

~ " Ja ich brauch einen vernünftigen sicheren Schlafplatz und zu Essen. Aber wehe sie kommt mit irgendwelchem Graszeug. Ich brauch Fleisch. Ich nehme auch mit einem kleinen Schaf vorliebe. " ~

Sein Magen rebellierte, na was war auch anderes zu erwarten nach diesem Kampf.
Aber verlangte er da nicht zuviel? Andererseits wollte dieses Weibchen ihn in einen Stall stecken, so eine Beleidigung konnte er doch nicht einfach hinnehmen.

~" Dafür das wir ihnen die Wölfe vom Hals geschafft haben ...sollte ihnen das schon einiges Wert sein. Wir haben immerhin ihre Jungen dadurch geschützt oder nicht?"~


Der Hippogreif wande den Kopf zu dem Blonden um Bernie kurz direkt anzusehen bevor sein durchdringender Blick erneut auf der Frau ruhte.




18. Kiriat, Nachmittag
Taran fühlt sich unwohl im Dorf, und von der Wirtin beleidigt, was ihn in seinem Stolz kränkt.
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Beitragvon Bernhard » Sa 1. Jul 2017, 21:14

Bernie gab Tarans Bestellungen weiter und die Frau nickte nur, wobei sie die Stirn runzelte. Ein Schaf. Bernie bezweifelte das es hier sowas gab, oder das sich jemand bereitwillig davon trennen würde. Ich würd mir ja nicht zu viele Hoffnungen machen. Das ist ein Dorf voller Bauern... die Getreide anbauen. Mit Lobes- und Dankesreden waren die Leute immer schnell, aber wenn es dann tatsächlich um handfeste Beweise der Dankbarkeit ging sah es oft schon wieder anders aus.

Er ignorierte den schrottreifen Karren der nicht weit entfernt über die Straße polterte. Er war so genervt und müde, das er dem keine Beachtung mehr schenkte.

Dann beschwerte sich Taran über den Stall und schaltete auf beleidigt. Bernie seufzte entnervt. Natürlich musste der Vogel jetzt wieder anfangen zu meckern. Konnte hier nicht mal irgendwas einfach und unkompliziert über die Bühne gehen? Taran wollte seine Ruhe und einen sicheren Platz... für ein Vieh in seiner Größe gab es neben einem Stall wohl kaum Alternativen.

„Noch etwas?“
„Nein, erstmal nicht. Den Weg finden wir alleine.“
„Ich sehe mal was sich machen lässt.“ Die Frau verschwand im Inneren des Hauses.

Mit einem weiteren Seufzer drehte sich Bernie zu Taran. „Reg dich ab. Schau es dir erstmal kurz an, ja? Da kümmere ich mich nochmal um dein Bein, du hast kurz Ruhe vor den ganzen Idioten hier und dann können wir schauen ob es nen besseren Platz gibt.“ Bernie rechnete zwar nicht damit, aber er wollte gern von der Straße runter. Ihm ging die ganze Situation sehr auf die Nerven und er würde sich auch nur allzu gerne das ganze Blut abwaschen, das bereits zu einer hässlichen, juckenden Kruste getrocknet war. "Oder willst du jetzt gleich noch weiter durchs Dorf laufen? Ich hab ja die Schnauze voll langsam." Ne Pause wär nicht schlecht... ging es ihm durch den Kopf.



18. Kiriat, Nachmittag
Bernie ist müde und genervt von der Situation und Tarans Sturheit. Bringt das Gespräch mit der Wirtin zuende und versucht dann Taran dazu zu bewegen, wenigstens kurz in den Stall zu schauen.
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Beitragvon Taran » Sa 1. Jul 2017, 21:40

~" WIllst du damit sagen sie haben hier keine Schafe? Eine Kuh oder Schwein würde auch gehen. Irgendwas muß ich doch essen."~

Er seufzte, wobei das bei ihm eher ein Schnaufen war. Bernhard schien ähnlich genervt, aber was hatte er erwartet? Das Taran entspannt sich wie ein primitives Tier behandeln lassen würde? ER ein stolzer Hippogreif? Außerdem war der Tag lang gewesen, der Kampf schmerzhaft und Taran hatte Hunger das er das Gefühl hatte er könnte eine ganze Herde fressen.

~" Hey schon gut, für mich ist das hier alles Andere als einfach"~

reagierte er auf Bernhards Verlangen nach einer Pause. Müde und hungrig aber etwas ruhiger gingen die Beiden am Haus vorbei in den Hof wo sich auch der Stall fand.

Davor stand ein Brunnen und ein Eimer daneben.

~" Schau da kannst du dir gleich das Blut vom Leib waschen"~

Das es für Menschen auch schönere Alternativen gab, kam dem Hippogreif gar nicht in den Sinn. Wie auch, hatte er bisher doch nichts mit den Zweibeiner zu tun gehabt.

Aber hier im Hof war es angenehm ruhig. Weit und breit Niemand zu sehen was spürbar für etwas Entspannung bei Taran sorgte.

Der Stall selbst machte einen überraschend guten EIndruck, und die Boxen waren großzügig. Das Stroh und Heu darin war dick und schien auch frisch. Vermutlich ließ es sich hier eine Nacht aushalten.
Nur das Bernhard wohl sehr warscheinlich nicht bei ihm schlafen würde und das frustrierte ihn.
Andererseits konnte er es dem Jungen auch nicht verdenken mal eine Nacht so zu verbringen wie er es gewohnt war.

Schnaufend legte er sich vor den Stall nieder, um die Sonnenstrahlen zu genießen welche in den Hof drangen und sein Fell und Federkleid wärmten.
In den Stall konnte er schließlich später auch noch gehen.




18. Kiriat , Nachmittag

Taran ist noch immer wenig begeistert, hört aber Bernie zuliebe mit dem meckern auf. Beide gehen in den Hof wo Taran ein Sonnenbad genießt, nachdem sie sich den Stall angesehen haben.
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Beitragvon Bernhard » So 2. Jul 2017, 09:30

„Keine Ahnung. Irgendwelche Viecher haben die hier bestimmt. Ich würd mich nur nicht darauf verlassen, dass die die mit dir teilen würden. Soweit reicht die Dankbarkeit dann meistens doch nicht.“ Er zuckte die Schultern und begab sich mit Taran in Richtung Stall. Er war sehr erleichtert das das Drama nun endlich ein Ende fand und der Vogel nicht mehr das bockige Kleinkind spielte.
„Ja reg dich ab. Ich kann leider nicht verhindern, das du alles mithörst was ich denke.“ Ein Umstand der Bernie ganz gewaltig störte. Er würde gern wieder etwas Privatsphäre haben und aufhören, Taran die ganze Zeit seine Gedanken weiterzuleiten. Nur wie das funktionierte hatte er keine Ahnung.

Die beiden inspizierten den Stall und das Gelände. Bernie hatte schon schlechteres gesehen und sogar der wählerische Vogel schien einigermaßen zufrieden zu sein. Immerhin etwas, mal ein Problem das einmal abgeschlossen werden konnte. Bernie machte sich daran Wasser aus dem Brunnen zu schöpfen und sich erstmal die Hände und Arme abzuwaschen. Kurze Zeit später schob sich ein Kindergesicht an der Hauswand vorbei und lugte neugierig in den Hof. „Entschuldigung?“
„Was?“ brummte Bernie genervt. Ein dummes Balg na super.
„Ich soll euch was vorbeibringen. Von meiner Mutter.“ Der Junge warf nervöse Blicke auf Taran und schien sich nicht so wirklich reinzutrauen. Irgendwann hatte Bernie genug davon und ging selbst hin. Er nahm ein Bündel mit mehreren Tüchern und – endlich – vernünftigem Verbandszeug entgegen und scheute das Kind anschließend gleich wieder davon, weil er keinen Nerv mehr für fremde Gesellschaft hatte.

Bernie machte sich nun daran, seinen Tierpartner nochmal ordentlich zu versorgen und die Verletzungen vorsichtig zu säubern und dann zu verbinden. „Ist das kleiner geworden oder bilde ich mir das nur ein?“ meinte er verwundert als er sich um das Bein kümmerte. Irgendwie hatte er das Loch da drin schlimmer in Erinnerung. Aber vielleicht war das nur Einbildung gewesen, er was nach dem Kampf ja schon etwas durch den Wind gewesen.

Als er endlich fertig war setzte er sich neben Taran und lehnte sich mit dem Rücken an die Hauswand. Erschöpft schloss er kurz die Augen und seufzte. Nun da Taran zur Ruhe gekommen war und sich entspannte, wurde auch Bernie langsam müde. Waschen, umziehen... Zimmer beziehen. Irgendwie konnte er sich grade nicht mehr dazu aufraffen etwas zu tun, obwohl das eigentlich alles noch erledigt werden musste.
Hoffentlich kam bald jemand mit was essbarem vorbei...



18. Kiriat , Nachmittag
Geht mit Taran zum Stall. Kümmert sich nochmal richtig um Tarans Verletzungen und macht dann Pause.
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Beitragvon Taran » So 2. Jul 2017, 10:44

Der Hippogreif überkreuzte deine Vorderbeine und bettete seinen Kopf darauf. Entspannt mit halb geschlossenen Augen genoss er sichtlich das Bad in der Sonne während er Bernhard dabei zusah wie dieser das Blut von seinen Händen und Armen wusch.

Irgendwie war es schön aber natürlich nicht von Dauer. Ein Kopf schob sich an der Hauswand vorbei und das nervös erscheinende Gesicht eines Menschenkindes kam zum Vorschein ehe es sich langsam komplett um die Hauswand schob.

Die Arme waren voll beladen und sein Blick glitt nervös zu dem Hippogreif welcher bei dem Erscheinen des Jungen den Kopf wieder erhoben hatte und ihn aufmerksam im Auge behielt.

Bernhard nahm dem verschüchterndem Menschenkind die Sachen ab und scheuchte es wieder weg, was Taran ganz Recht war.
Seine Flanke zuckte leicht als der Blonde die Verletzungen säuberte und frisch verband.
Auf seine Worte hin warf er einen genaueren Blick auf die Wunde, Sie schien tatsächlich kleiner gewurden, aber es war nichts worum sich Taran sonderlich Gedanken machte.

Nun endlich als Bernhard fertig war gönnte auch der Junge sich etwas Ruhe und setzte sich neben Taran an die Hauswand.
Fürsorglich breitete der Hippogreif einen Flügel aus und schob diesen zwischen die Hauswand und Bernie, um den Jungen dann sanft und weich damit wie eine zu große Decke zu umschließen.

Weicher als die Hauswand war es so definitv.
Dann bettete er auch seine Kopf wieder auf die Vorderbeine und döste etwas vor sich hin.
Ruhe kehrte ein...

Wie lange die Beiden dort saßen konnte er im nachhinein nicht mehr sagen, aber er mußte kurz eingenickt sein.

Den als heran nahende Schritte ihn weckten war die Sonne schon ein gutes Stück weiter über den Horizont gewandert. Offenbar hatte die Müdigkeit beide übermannt. Zumindestens wirkte Bernhard so als würde auch er gerade erwachen, wie der Hippogreif mit einem prüfenden Blick zu seinem Partner feststellte.

Die heran nahenden Schritte waren die Wirtin welche offenbar beschloßen hatte das es besser war , ihre beiden ungewöhnlichen Gäste im Hof zu servieren.
Wobei sie sich aber eindeutig Zeit gelassen hatte.

Doch das Mahl welche sie auf einem kleinen Tisch auftischte sah reichlich aus und roch verführerisch lecker.
Ein Hähnchen schön saftig angebraten mit Kartoffeln und herzhafter Pilzsoße. Dazu wurde eine kleine Kohlsuppe serviert mit einem Korb frisch gebackenem und aufgeschnittemen Brot.
Und zum Schluß noch ein Korb mit diversenen leckeren Früchten.

Nachdem sie alles aufgetischt hatte kam sie mit einer Schlüssel in welcher ein kleiner Berg mit rohen Fleisch lag. Ein fettes Hühnchen offenbar, und gut von den Knochen befreit. Der Geruch ließ Taran das Wasser im Schnabel zusammen laufen.
~" Endlich essen."~

Unsicher sah sie von dem Hippogreif zu Bernhard. "Wir hatten nur Hühnchen, ich hoffe das ist in Ordnung für euer...Tier?"





18. Kiriat, später Nachmittag
Nachdem die Müdigkeit offenbar beide übermannt taucht endlich die Wirtin mit zu Essen auf.
Unsicher traut sie sich nicht zu nahe an Taran und wendet sich mit dem rohen Fleisch an Bernhard.
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Beitragvon Bernhard » Sa 22. Jul 2017, 20:38

Bernies Kopf ruckte vor Schreck hoch als er das näherkommende Knirschen von Schritten auf dem Boden hörte. Aber nur wenige Augenblicke später hatte er sich schon wieder gefangen und die Wirtin als den Ursprung der Geräusche festgestellt. Und nun stellte er fest das die Nachmittagssonne seit dem letzten Mal ein gutes Stück weiter gewandert war... Bernie nuschelte eine undeutliche Verwünschung in seine Bartstoppeln und streckte sich, ehe er aufstand. Er war doch tatsächlich eingeschlafen. Mitten im Hof. Dabei hätte er gerade noch schwören können nur mal ganz kurz an die Hauswand gelehnt und ein paar Sekunden die Augen geschlossen zu haben... Irgendwie ärgerte ihn das und er kam sich ziemlich dämlich vor. Wie lang wohl die alte Frau da drüben schon herumgestanden und sie beobachtet hatte?

Egal. Wie auch immer. Ließ sich nicht ändern. Erfreut stellte Bernie fest das zumindest das Warten ein Ende hatte und es endlich etwas zu essen gab. Und er war sogar positiv überrascht. In solchen Kuhdörfern wie diesem hier war das Essen meistens ziemlich... mies, in diesem Fall sah es jedoch wirklich gut aus. Na, das durfte ja wohl auch so sein! Immerhin waren sie die Wölfe losgeworden, oder? Da sollten die Leute gefälligst auch nicht knausern, wenn die nicht mal alleine mit ihren Problemen klarkamen.

"Wir hatten nur Hühnchen, ich hoffe das ist in Ordnung für euer...Tier?"

„Das ist ein Hippogreif“, erklärte Bernie zunächst und warf einen kurzen Blick zu seinem Partner. „Und ja, das passt schon.“ Er sabbert sich ja schon fast auf die Füße... Schien dem nörgelnden Vogel also soweit zu passen. Na, bestens! Gejammere brauchte er jetzt nun wirklich nicht. Und Bernie würde sich wohl auch gleich auf die Füße sabbern, wo er das Essen so betrachtete. Wenn er nur daran dachte mit welchem Mist er sich die letzte Zeit in der Wildnis hatte zufrieden geben müssen...

Langsam und vorsichtig näherte sich die Wirtin dem Hippogreifen, wobei sie immer wieder unsichere Seitenblicke in Bernies Richtung warf, und stellte die Schüssel dann vor Taran ab. Dann wich sie wieder respektvoll ein paar Schritte zurück.

“Braucht ihr noch etwas?“

„Nein. Wir melden uns wenn was ist.“ Kam vielleicht etwas barscher heraus als geplant, aber Bernie hatte es nicht so mit Geduld. Oder Feingefühl. Oder allgemein damit Worte wie 'Danke' zu verwenden. „Ah. Und wir wollen nicht gestört werden.“

Die Wirtin nickte nur und zog sich dann wieder aus dem Hof zurück. Sie war bestimmt der Ansicht gewesen das ein Sidhe eigentlich freundlicher und höflicher sein musste. Sie waren ja schließlich dazu da um sich um die Leute zu kümmern. Da passte Bernie gerade wohl so gar nicht ins Bild. Aber das war ihm egal, er hielt nicht viel vom Orden und demzufolge auch nicht davon, diesen in ein gutes Licht zu rücken. Sollten sie sich doch beschweren wenn sie wollten! Ihm war das egal. Kopfschüttelnd sah der Junge ihr nach bis sie außer Sicht war und machte sich dann endlich über das lang ersehnte Essen her.



18. Kiriat, später Nachmittag
Bernie ärgert sich das er eingeschlafen ist und ist mit dem Essen zufrieden. Scheucht die Wirtin nach getaner Arbeit davon und macht sich ans Essen.
Bernhard, Taran
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Beitragvon Taran » So 23. Jul 2017, 17:05

~ "Füße welche Füße?" ~

schnaubte Taran belustigt als er Bernies Gedankengang aufschnappte.
Dann wande sich aber sein Blick der Wirtin zu und er reckte sein Haupt. Hoch erhoben, wie es sich für ein stolzes Tierwesen wie ihn gehörte. So beäugte er die sich sich nur vorsichtig näherte Wirtin und er wirkte schon fast belustigt wie oft sie einen unsicheren Blick zu Bernhard warf.

~ "Was wohl passiert wenn ich plötzlich mit den Flügeln schlage?" ~


Der Hippogreif war zwar im Grunde absolut guten Herzens, aber er war noch jung und da durfte man schon mal zu Scherzen aufgelegt sein.
Vieleicht war es aber auch Bernies Art welche auf ihn abfärbte.

So oder so tat er aber nichts dergleichen sondern beobachtete die Wirtin wie ein König seine Diener bis diese wieder zurück trat und nach Bernhards knappen Worten verschwand.

Nachdem auch Bernie sich nun seinem Essen zuwande beäugte auch Taran seine Mahlzeit. Er bevorzugte zwar in der Regel Dinge an denen mehr Fleisch dran war, und wenn es noch frisch und blutig war, aber das Hühnchen hier war keine schlechte Wahl.
Das Fleisch war zart, vermutlich ein junges Tier.

Na wenn sie ihm ein altes fast schon sterbendes vorgesetzt hätten, dann wäre der Hippogreif auch...nun sagen wir sie hätten es bereut.

Den letzten Biss verschlingend warf er einen Blick zu seinem Partner. Bernhard schien es auch gut zu schmecken, aber hatte er nicht erwähnt gehabt das er ewig nicht mehr in einem Dorf war? Dann würde das vermutlich seine erste richtige Mahlzeit sein.
Zweibeiner verstanden sich nicht gut darin außerhalb ihrer Nester Nahrung zu finden.

~"Hast du heute noch etwas vor? Dich von diesen Zweibeiner bejubeln zu lassen oder dergleichen?~"

Letzteres war zwar eher ironisch gemeint aber vieleicht hätte Bernhard wirklich Lust darauf die Anerkennung einzuheimsen.
Er wirkte nicht wie Jemand der dies schon öfters bekommen hätte.

Taran setzte sich langsam in Bewegung und schritt zu Bernhards Tisch, wo er sich etwas von dem Obst schnappt und es in seinem Schnabel zerdrückte als wäre es weiche Butter.

Während sein Blick auf seinem jungen Partner ruhte fiel ihm etwas sieden heiß ein.
Er spuckte die Schale der süßen Frucht aus und leckte sich kurz den Fruchtsaft vom Schnabel.


~"Was macht deine Wunde Bernie?"

Erneut schnappte sich der Hippogreif eine dieser Früchte und wartete geduldig auf Antworten.




18. Kiriat, später Nachmittag
Taran ist besser gelaunt nach dem Schlaf und zu Scherzen aufgelegt. Hungrig Frisst er das Fleisch und will anschließend wissen was sein Partner mit dem Rest des Tages anzufangen gedenkt. Dann fällt ihm ein das Bernhard verletzt war und er erkundigt sich nach der Wunde.
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Beitragvon NPC » Mi 26. Jul 2017, 10:10

Lorelia und Rufus


Auf der Dorfwiese angekommen hielt er an und verzog sich schnell in den hinteren Teil des Wagens.
Das Mädchen sprang heraus und baute ihren Stand auf. Am hinteren Teil des Wagens wurde eine Liege und ein SIchtschutz aufgestellt, die Ziege verschwand mit dem Maultier weiter weg und wurden dort angebunden.
Dann stellte sie an der Seite ein Podest auf, was man mit mehreren Handgriffen unter dem Wagen hervorziehen und mit kleinen Holzankern feststellen konnte.
Die ersten Dorfbewohner kamen schon neugierig näher und so klopfte sie dreimal gegen das Holz des Wagens, bevor sie einen Eimer nahm um zum Brunnen zu laufen.
Und richtig kaum hatte sie den Eimer in dem steinernden Rund versenkt als auch schon der Vorhang vom Wagen beiseite geschwungen wurde und Rufus das Podest bestieg.
Er hatte sich umgezogen und trug nun seinen feinen Anzug, der zwar an vielen Stellen schon recht dünn vom waschen war, aber doch noch immer besser aussah wie die Lumpen die sie sonst zu trugen.
Rufus hatte einen hohen Hut auf und sein wilder Bart war mit einem Gel zurechtgemacht, das er in der Mittagssonne nur so glänzte.
Lorelia hob den schweren Eimer nur mit Mühe aus dem Brunnen und stellte ihn dann neben ihren nackten Füssen ab um Rufus noch ein wenig zuzuhören.
"Meine sehr verehrten Damen und Herren.
Kommen Sie nur herbei und staunen Sie! Auch Sie da hinten, kommen Sie nur recht nahe, das Ihnen auch nichts entgeht. Denn wenn es ihnen entgeht dann wird es Ihnen sicherlich bald leid tun!"
Lorelia riss einen langen Grashalm ab und begann drauf rumzukauen.
Die Leute dieses Dorfes kamen tatsächlich aus ihren Häusern und der eine oder andere sah wirklich so aus als könnte er einen großen Schluck des Wunderelexiers brauchen...

Die Lobreden auf sein Tonikum gingen dort auf dem Podium weiter.
Lorelia griff nach dem Eimer und schleppte ihn mit beiden Händen zu den beiden Tieren die auf der Wiese angebunden wahren.
Inzwischen erzählte Rufus von ihrem Überfall auf dem Weg hierher bei dem er nur knapp mit dem Tode entkommen ist um sein Elexier zu verteidigen.
Der Maulesel soff genüsslich den halben Eimer leer bevor die Ziege auch nur einen Schluck abbekam.
Rufus war inzwischen schon soweit und ließ einen Zuschauer, am liebsten einen mit Zahnproblemen ein Schluck seines Elexiers probieren. Der natürlich gleich bestätigte, das seine Schmerzen wie weggeblasen sind.
Das Mädchen grinste. Rufus schaffte es wirklich durch seine wilden Reden die Leute so zu manipulieren, das diese es wirklich glaubte, das dieses Elexier Wunderwaffe gegen jede Krankheit währe.

"... und zum guten Schluß meine lieben Damen..." Jetzt zwinkerte er den Frauen des Dorfes zu und hob verschwöhrerisch seine Hand vor dem Mund.
Laurelia begab sie an ihren angestammten Platz neben dem Vorhang und sprach leise mit was Rufus auf dem Podest von sich gab.
"... schenkt eurem werten Gatten vor dem zu Bett gehen ein Schuß ein und sie werden eine glückliche lange Nacht haben!"
Er zwinkerte und wackelte mit seinen Hüften was das Publikum sehr erheiterte. einige Frauen hielten verschmitz ihre Hände vor dem Mund während die Männer laut herausprusteten.
Das war das Zeichen für Lorelia. Sie stürzte auf die Bühne und tat so als flüstere sie Rufus was ins Ohr.
"Oh jehmine!"
Rufus schlug sich beide Hände vors Gesicht.
"Meine werten Damen und Herren, mir wurde gerade berichtet das wir auf bei dem Überfall auf dem Weg hierer einen Großteil unseres Vorrates eingebüßt haben wir haben nur sage und schreibe noch 30 Flaschen unseres Wunderelexieres! Also kauft liebe Leute, bevor ich keine mehr habe...
Die Leute rissen sich förmlich um die Flaschen und es dauerte nicht lange bis Rufus wieder einige klingende Münzen in seiner Geldkatze am Bauch trug.
Später kamen die Leute die sich von Rufus einen Zahn ziehen oder zur Ader gelassen werden wollten.
Laurelia saß in der Zeit neben ihrer Ziege und beobachtete die Menschenmenge



(Barthi)



18. Kiriat Nachmittags
Rufus verkauft sein Wunderelexier während Laurelia die Menschen beobachtete

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Beitragvon Bernhard » Fr 28. Jul 2017, 07:31

Taran bediente sich ganz dreist am Obst und schaffte es irgendwie, mit seinem Schnabel gleichzeitig zu fressen und es auch noch zu schälen. Wie genau er das anstellte war Bernie ein Rätsel, aber es war interessant zu beobachten.

~"Hast du heute noch etwas vor? Dich von diesen Zweibeiner bejubeln zu lassen oder dergleichen?~"

Bernie musste grinsen als er das Bild vor sich sah, der siegreiche Krieger der vor die jubelnde Menge trat, bedeckt vom Blut seiner Feinde und... Nein. Das war die Vorstellung aus irgendeinem schlechten Kinderbuch, nicht das reale Leben. Und er war hier grade nur ein schmieriger, abgerissener Streuner der komplett mit blutigen Flecken eingesaut war. Er war ja nicht mal ein richtiger Sidhe, nur irgendein dämlicher Novize wenn man es genau nahm. Auch wenn er den blöden Mantel der das nach außen zeigte, bereits weggeworfen hatte. „Keine Ahnung. Eher kommt dann jeder angekrochen weil er noch irgendwas will das ich erledigen soll.“ Bejubeln würde sie ihn nicht. Niemals. Da machte er sich gar keine Hoffnungen. „Bevor ich irgendwas mache, sollte ich erstmal das ganze Blut loswerden.“ Und sich umziehen.

~"Was macht deine Wunde Bernie?" ~
„Ah...“ Das hatte er ja komplett vergessen. Und zwar so sehr vergessen das er es wohl nicht einmal mehr gespürt hatte... Er rollte sein Hemd an der fraglichen Stelle hoch und stutze dann erstmal. Blinzelte und rieb sogar mal mit der Hand drüber. Da war nichts, abgesehen von den Flecken... „Also entweder bin ich jetzt blind oder es ist weg.“ Oder ich hab mir das nur eingebildet? Sehr eigenartig. Naja. Vielleicht war er ja nach dem Wolfsangriff so durch den Wind gewesen, das er sich das wirklich nur eingebildet hatte. Kopfschüttelnd zog er das Hemd wieder zurück. „Keine Ahnung. Sieht so aus als wär alles in Ordnung.“ Sehr eigenartig.
Bernie schob den Gedanken beiseite und widmete sich wieder dem Essen. Und erst als er wirklich jeden Krümel von seinem Teller gepickt hatte, stand er wieder auf. Er fühlte sich satt und zufrieden, das erste mal seit Wochen. Das Obst stand noch weitgehend unberührt da, das konnte sich der Vogel unter den Nagel reißen wenn er es haben wollte.

„Bin gleich wieder da.“ Bernie schnappte sich nochmal einen Eimer voll Wasser, klemmte sich ein Tuch unter den Arm und verschwand kurz im Inneren des Stalls um sich zu waschen und ein frisches Hemd überzuwerfen. Solang Taran vor dem Eingang hockte würde es niemand wagen ihn hier zu belästigen. Und schon kurze Zeit später war Bernie fertig und trat wieder nach draußen. Ein bisschen zerzaust vielleicht noch, aber er sah wieder aus wie ein normaler Mensch und nicht wie ein ruchloser Mörder nach getaner Arbeit.

Nun fiel ihm auf das da draußen schon sein einer ganzen Weile irgendein Tumult herrschte. Bernie begab sich zur Hausecke die vom Hof nach draußen führte, erblickte die Menschenmenge und den Karren in der Mitte und es dämmerte ihm bereits was das war. “Willst du mal sehen wie dumm Menschen eigentlich sind? Dann schau dir das hier mal an“, fragte er Taran das erste Mal bewusst in der Gedankensprache, während er sich selbst lässig mit dem Rücken an die Hauswand lehnte, die Arme verschränkte und sich ansah und zuhörte was da draußen so passierte.
Er musste sowohl leicht grinsen als auch den Kopf schütteln, als der Händler dort vorne von seinem Wunderelixir erzählte und die Menge aus dem Staunen gar nicht mehr herauskam.

Was für Vollidioten.

Natürlich war ihm klar das der schmierige Kerl da drüben das Blaue vom Himmel log. Bernie stammte aus einer Händlerfamilie, er kannte die Tricks und wusste wie die Dinge liefen. Heilsversprechen, gute Rhetorik und Schauspiel, und dann – ganz wichtig - Zeitdruck aufbauen damit die Leute zu einer schnellen und unbedachten Entscheidung gedrängt wurden, anstatt sich das Angebot in Ruhe durch den Kopf gehen zu lassen und zu erkennen was das eigentlich für Blödsinn war. Der Gauner da drüben machte seine Arbeit gut und er schien reichlich Erfahrung auf dem Gebiet zu haben. Bernie zuckte gleichgültig die Schultern. Das war eben die Nahrungskette in der Menschenwelt – die Idioten die den Schwachsinn glaubten waren die Beute, der Händler der Jäger. Es ging immer darum die einen möglichst gewinnbringend über den Tisch zu ziehen, im großen wie auch im kleinen Maßstab. So war es schon immer gewesen und Bernie fühlte sich in keinster Weise dafür zuständig hier einzuschreiten. Es war deren Problem wenn sie ihr hart verdientes Geld für ein bisschen gefärbtes Spülwasser oder Dreck aus der nächsten Pfütze rauswerfen wollten. Oder was auch immer da wirklich in diesen Flaschen steckte und als Wunderheilmittel verkauft wurde, vielleicht war da sogar noch schlimmeres drin...

Idioten. Alle miteinander. Bernie schüttelte nochmals den Kopf. Er lehnte nach wie vor unverändert an der Wand, hatte eine ausdruckslose und ernste Mine aufgesetzt und beobachtete die Szene weiter. Und er erweckte auch nicht den Eindruck als hätte er vor sich in näherer Zeit von dort wegzubewegen. Je mehr Menschen auf einem Haufen sind, desto dümmer werden sie.



18. Kiriat, später Nachmittag
Bernie antwortet Taran, wird mit Essen fertig und befreit sich von den letzten Spuren des Kampfes. Beobachtet dann die Szene des Wunderheilers, weiß das dieser nur Blödsinn erzählt und hat keine Lust irgendwie in das Geschehen einzugreifen und die Leute vor ihrer eigenen Dummheit zu schützen.
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Gasthaus "Zur goldenen Sichel"

Beitragvon Taran » Fr 28. Jul 2017, 16:44

Taran sah grübelnd dem Jungen nach. Die Verletzung war weg, und der Hippogreif war sich absolut sicher das dort eine Verletzung gewesen war.

Aber wenn diese Wunde weg war, waren seine es dann vieleicht auch? Er warf einen Blick auf die Verbände an seinem Leib, wagte aber dann doch nicht sie herunter zu reißen. Wenn er sich irrte müßte Bernhard ihn erneut verbinden und darüber würde er ganz sicher nicht begeistert sein.

Nun, da er sich aber deutlich besser fühlte und auch ohne Humpel wieder gehen konnte, war es zumindestens offenbar besser. Bernie würde am nächsten Tag sicher mal nachsehen und bis dahin war es unwichtig ob er die Verbände noch sinnvoll oder nicht sinnvoller Weise trug.

Taran machte sich über sein Federkleid her und richtete es fein säuberlich. Auch die Federn seiner Flügel wurden ordentlich gerichtet.
Er war ein Hippogreif und nicht irgendein zerzauster Vogel. Ja er war eitel auch wenn er sich das niemals selbst eingestehen würde.

Zufrieden mit seinem Äußeren klappte er die Flügel wieder ein und vernahm auch schon die Schritte von Bernhard, welcher sich im Stall gesäubert hatte und offenbar die Kleidung auch etwas gerichtet. Jedenfalls sah er deutlich annehmbarer aus als vorher.

Doch menschlicher Partner begab sich aber gleich zur Hausecke die hinaus aus dem Hof führte. Offenbar wegen dem Tumult dort draußen.
Er hatte dies zwar auch schon bemerkt sich aber nicht weiter darum geschert. Nun aber wo Bernie hinaus ging sah das etwas Anders aus.

Wie dumm Menschen sind? Nun Taran hielt die Zweibeiner allgemein nicht für sonderlich Intelligent, aber das hielt er wohlwissend vor Bernhard zurück. Er war zwar auch ein Mensch aber sein Partner und das änderte so einiges. Zumindestens in der SIchtweise von Taran auf den Jungen.

Gelassen trappte er zu Bernie und beobachtete das Treiben dort vor diesem Holzgefährt. Das er es schon als dumm abtat mußte da vorne etwas passieren was mehr als nur dumm war in Tarans Augen.

Der Hippogreif stand dort neben Bernhard an der Wand, seine Gestalt ruhig, stolz und aufrecht, aber sein Blick aus den scharfen Augen wirkte eher durchbohrend wärhend sie dennoch nicht verrieten was in ihm vorging.

Dieser Mensch dort vorne verkaufte also irgend ein Wasser was alles heilen kann. Aber weshalb gab es dann noch immer so viele kranke Zweibeiner? Und warum waren es einzelne Zweibeiner welche heilende Wirkung brachten?

Taran mochte nicht viel von Zweibeinern wissen und verstehen, aber er hatte sie oft und viel beobachtet um so über sie zu lernen. Natürlich heimlich, hatte er ja bisher nie das Bedürfniss gehabt mit ihnen in Kontakt zu treten. Was sich jetzt mit seiner Partnerschaft wohl künftig deutlich ändern würde.

Jedenfalls begriff er warum Bernhard sich so amüsierte, auch wenn er es nach Außen hin gut verbarg.
Dieses Mittel da konnte unmöglich das tun was man ihm so groß umschmeichelnd zusagte. Alles nur Lügen, und doch fielen diese Zweibeiner so einfach darau herein.

Sie mußten sehr manipulativ sein. bedauernswerte Geschöpfe. Er schüttelt schnaubend kurz den Kopf und beläßt es dann dabei die Menschen genauso wie Bernie zu beobachten. Ihm wurde klar das diese Zweibeiner offenbar viel sprachen und diese Worte verwirrend sein konnten wie...wie wenn man die falsche Pflanze frass...oder sich stark den Kopf stieß.

Aber so konnten er und Bernie sich noch die letzten Stunden vertreiben bis die Dunkelheit die Menschen in ihre Häuser treiben würde.




18.Kiriat, später Nachmittag

Taran ist verwundert über die verheilte WUnde von Bernhard und stellt in Frage ob seine eigenen Wunden womöglich auch verheilt waren. Richtet sein Federkleid während Bernie sich säubert und folgt ihm dann um das Spektakel des Wunderheilers zu beobachten. Begreift die Manipulation dahinter sieht sich aber nicht nötig einzugreifen.
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Beitragvon NPC » Do 3. Aug 2017, 11:00

(Rufus und Laurelia)

Rufus und Laurelia hatten jetzt am Nachmittag genug zu tun. Er zog Zähne, behandelt Ausschläge und Diarrhö. Bauchweh und Kopfschmerz... die Palette war ellenlang und Sein Wunderelexier versprach bei allen schnelle Linderung der gängigen Schmerzen.
Die beiden waren ein eingespieltes Team und Laurelia wusste genau wann sie welches Instrument und wann welche Stichpunkte erwähnen sollte, damit Rufus mit "arbeiten" konnte.
Am Ende einer langen Schlange und eines harten arbeitsintensiven Nachmittags klimperte in Rufus Säcken einige Taler und er schien sehr zufrieden.
Er grinste das zarte Mädchen mit den grossen braunen Augen herzlich an und warf ihr ein paar Kupfermünzen zu.
Geschickt fing Sie diese auf und ging in Richtung des Gasthauses.
Der Siedhe und sein Hypogreif standen davor,
Laurelia bemerkte, das der Junge nicht sehr viel älter als sie zu sein schien. Sein Blick war düster und irgendwie hochnäsig. So kam es ihr zumindest vor. Schnell ging sie weiter.
Die Tür vom Schankraum ließ sich leicht öffnen.
An der Theke angekommen legte sie ihre Münzen auf den Tresen und verlangte nach einem großen Krug Bier.
"Ach, du bist die Kleine von dem Bader. Leider hatte ich keine Zeit zu Euch zu kommen, ich habe sehr spezielle Gäste..."
Sie deutete mit dem Kopf in Richtung Tür, wo sich der Haarschopf von dem jungen Sidhe ab und zu in dem kleinen Fenster zeigte.
"Weißt Du, ich habe immer dieses Magenzwicken nach dem Essen... meinst Du er kann mir dabei helfen?"
Lorelia nahm beide Krüge und nickte.
"Sicher doch, kommen Sie später einfach mal vorbei. Wir fahren erst Morgen früh wieder."
Sie bedankte sich und verließ das Gasthaus wieder.
Als sich die Tür hinter ihr schwer ins Schloss fiel, blieb sie ein Moment stehen und sah wie der junge Siedhe mit seinem Hippogreif davonwanderte.
Die muffligen Blicke von dem Jungen vorhin brannten noch immer auf ihrem Gesicht.
Normalerweise machte ihr sowas nichts aus. Düstere Blicke und deren Verwünschungen hinter den Gesichtern waren ihr duchaus vertraut und sie war es gewohnt. Aber bei diesem Vogel war es doch etwas sonderbarer.
Sie schüttelte sich, so als ob sie den finsteren Blick so von sich abschütteln konnte und wannte sich zum gehen. Doch, was war das?
Im Dreck wo die beiden eben noch gestanden hatten blitze etwas in der Nachmittagssonne auf.
Neugierig ging Laurelia darauf zu und bückte sich.
Da zog sie ein kleines scharfes Messer mit allerlei sonderbaren Gravuren.
Hatte das vielleicht der Junge grad verloren?
"Hey!" rief sie! "Gehört das vielleicht euch???"

(Barthi)






18. Kiriat später Nachmittag
Laurelia soll für Rufus ein Krug Bier holen. Auf dem Rückweg findet sie ein kleines Messer und ruft Taran und Bernhart hinterher um zu wissen ob es vielleicht ihnen gehört
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Beitragvon Bernhard » So 13. Aug 2017, 08:46

Und wie das funktionierte was die Gauner da abzogen. Die armen, hirnlosen Leute strömten dorthin als... naja, als gäbe es dort tatsächlich die Lösung für all ihre Lebensprobleme. Dabei war es bestimmt nur gefärbte Ziegenpisse die da ausgeschenkt wurde. Was für Idioten. Vielleicht hatte Bernie seine Berufung verfehlt, wenn man mit sowas reich werden konnte...

Irgendwann war der ganze Trubel vorbei und die Einheimischen gingen nach Hause, nachdem sie ganz begeistert ihren hart verdienten Lebensunterhalt zum Fenster hinausgeworfen hatten. Und das Gaunerpärchen teilte seine wohl verdiente Beute.

Das junge Mädchen, das wohl einen wesentlichen Teil zur einstudierten Show des Quacksalbers beitrug, kam schließlich angelaufen und Bernies Blick verfinsterte sich. Wollte sie ihm jetzt auch noch irgendeinen Mist andrehen, da er ja ganz offensichtlich als Einziger im Dorf nicht auf den Blödsinn hereingefallen war? Denk nicht mal daran, Mädel... Bernie starrte sie argwöhnisch an und als sich ihre Blicke trafen machte seine feindselige Mimik deutlich, dass sie bei ihm gar nicht daran denken sollte irgendwelche Tricks abzuziehen. Und falls doch dann konnten sie und ihr Freund etwas erleben. Offensichtlich hatte sie die Warnung verstanden, denn sofort schaute sie wieder weg und huschte weiter zum Gasthaus.

Persönlich hätte Bernie ihr ja geraten, zusammen mit ihrem Partner (oder Vater, wer wusste das schon) und dem wackligen Klappergestell von Kutsche das Dorf zu verlassen, bevor die Dorfbewohner merkten, dass man sie über den Tisch gezogen hatte und ein wütender Mob mit Fackeln und Mistgabeln bewaffnet nach Vergeltung suchte... aber was ging ihn das an? Bernie fühlte sich nicht zuständig und es war ihm egal. „Na, lehrreich, was?“, meinte er als er sich zu Taran drehte. "Menschen halten sich für so schlau... und dann sieht man sowas." Bernie seufzte leise und schüttelte den Kopf. „Was für Idioten... komm, gehen wir. Hier gibt’s nichts mehr.“ Und damit ging Bernie zurück in den Hof, der sich vor dem Stall befand.

Das im gleichen Moment auch das Gaunermädchen wieder aus dem Gasthaus kam und ihm aus der Ferne irgendwas zurief, ignorierte er mal komplett. Die sollten ihn bloß in Ruhe lassen... für diebische Gauner hatte er nun wirklich keinen Nerv mehr. Bernie hatte keine Ahnung was es jetzt noch zu tun gab. Irgendwie war er ziemlich vollgefressen von dem reichhaltigen Mahl was ihnen da aufgetischt worden war und fühlte sich müde. Wenn es nichts anderes mehr gab würde er sich wohl auf sein Zimmer verkriechen und diesen äußerst ereignisreichen Tag zum Ende kommen lassen.



18.Kiriat, später Nachmittag
Bernie beobachtet wie sich die Menge auflöst und reagiert abweisend-feindselig auf Laurelia, weil sie näher kommt. Geht zurück zum Stall, wartet nach ein paar anschließenden Worten auf Taran.
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Beitragvon Taran » Mi 16. Aug 2017, 12:55

Taran verfolgte es aufmerksam, aber nicht sonderlich interessiert. Das diese Zweibeiner nicht die Hellsten waren, dieser Meinung war er schon immer gewesen. Andererseits hatte er ihre Gesellschaft gemieden, nun bis er Bernie traf. Jetzt war alles irgendwie anders, und es würde sicherlich dauern bis sich der Hippogreif an die neuen Umstände gewöhnt hatte.

Schnaubend quittierte er das nahende Ende des bunten Treibens. Die Dorfbewohner strömten wieder in alle Richtungen davon. Irritiert aber war er von dem Glanz in ihren Augen. Sie wirkten glücklich.
Hatten diese Fremden doch etwas Gutes getan? Andererseits sobald man merkte das das Zeug nichts nutzt würde das Glück verschwinden und ein größeres Loch hinterlassen.

Seine Aufmerksamkeit wande sich dem Mädchen zu welche sich den Beiden näherte, aber dann ins Gasthaus verschwand. Er schüttelte den Kopf und wande sich seinem Partner zu als dieser anfing zu sprechen.

~"Schon seltsam diese Zweibeiner."~

kommentierte er dies und setzte an Bernhard zu folgen. Er hatte gerade wenige Schritte getan als hinter ihnen eine helle Stimme erklang und ihnen etwas zurief. Es ging darum das irgendetwas ihnen gehören würde.

Kurz sah er zu Bernhard aber der schien es nicht gehört zu haben oder es nicht hören zu wollen, jedenfalls reagierte er nicht.

Stattdessen wande sich aber der Hippogreif um und trat hoch erhobenen Hauptes auf Laurelia zu. Die Fremde rührte sich kein bisschen und ihre Blicke trafen genau auf die von Taran.

Etwas wie Angst aber vermutlich mehr Respekt angesichts seiner Erscheinung so dicht vor ihr, als bloßer Angst schien in ihren Augen kurz aufzublitzen. Aber da war auch noch etwas. Sie betrachtete ihn mit Neugier und Interesse, aber nicht diese Art Neugier welcher Taran schon begegnet war. Diese hier war anders und der Hippogreif wußte sofort das er dieses Menschenweib nicht mochte.

Still stand sie dort und einen Dolch oder Messer, irgendso ein scharfes Menschenzeug in der Hand. Offensichtlich genau das was sie mit ihrem Ruf gemeint hatte.

Der Hippogreif strecke sich und griff mit dem Schnabel nach dem Dolch. Für einen kurzen Moment schien Laurelia die Luft anzuhalten und an seinem Geruch konnte es wirklich nicht liegen.

Kaum hatte er das Messer im Schnabel, ließ sie los und wisch rasch etwas zurück. Taran hob sein Haupt wieder und betrachtete sie einen Moment lang von oben herab ehe er sich abwand und davon trappte um im Hof zu verschwinden wo er auf den wartenden Bernhard traf.

Er hielt ihm das Messer in seinem Schnabel unter die Nase.

~" Du hast da was verloren. Das ist doch deines oder?"~

Bernhard schien einen Moment überrascht aber nahm dann das Messer an sich.

Er betrachtete seinen jungen Partner. der Blonde schien etwas müde. Aber es war auch ein anstrengender Tag gewesen.

Andererseits konnte Taran ruhig noch etwas Essen vertragen. Nur Bernhard darum bitten ging auf keinen Fall. Der würde nur wieder übellaunig werden und er war auch ohne diese Laune anstrengend.

~" Du solltest schlafen gehen." ~

entschied Taran spontan und erntete ein Nicken von Bernie. Dieser wirkte sogar erleichtert oder bildete er sich das nur ein?

Ganz gleich wie es war, nachdem sein Partner im Haus verschwunden war, trappte der Hippogreif in den Stall und machte es sich im dicken Heu einer Box gemütlich.

Schon seltsam so ohne Blick auf die Sterne. Er seufzte leise und dachte an die Zeit als er noch bei seiner Mutter lebte. So gemeinsam war es schön gewesen, und irgendwie hätte er jetzt gern einen Partner...eine Partnerin seiner Art neben sich.
Er schloß die Augen und malte es sich in den schönen Farben aus....


...Als er wieder aufwachte war es bereits stockdunkel. Erschrocken das er einfach so eingeschlafen war, streckte Taran sich und stieß dabei an die Seitenwände der Box.
Mit einem mürrischen Schnauben trappte er aus dem Stall hinaus auf den Hof und sah hinauf zum Gasthaus.

Aber dort war auch alles dunkel, also schlief Bernhard vermutlich auch schon.

Ein Rattern von draußen machte ihn aufmerksam und so leise er das vermochte lief er hinüber zum Tor des Hofes, öffnete es leise und streckte den Kopf hinaus.

In der Dunkelheit sah er ein paar hecktische nicht wirklich erfassbare Bewegungen ehe sich etwas großes in einem nervigen Rattern näherte.
Als dieses schwarze Ungetüm fast bei ihm war zog der Hippogreif den Kopf zurück und sah noch wie der Wagen dieser Fremden vorbei fuhr.
Kaum war der Wagen vorbei streckte er erneut den Kopf hinaus und sah diesen Betrügern solange nach bis die Dunkelheit sie vollkommen verschluckte.


Zufrieden mit der erneuten Ruhe, wollte er das Tor zum Hof wieder schließen, aber das funktionierte nicht, egal wie sehr er sich bemühte.
Letzendlich gab er es dann auf und sah zum Stall. Er wirkte mit seiner dunklen Pforte nicht sonderlich einladend auf den Hippogreif, und so breitete dieser die Flügel aus und wagte einen Flug auf das Dach des Stall.

Überraschend gut und leicht ging das von statten. Scheinbar waren seine Verletzungen in einem besseren Zustand als am Nachmittag, was er nur begrüßen konnte.
Das er mit der unbewußten Heilung von Bernhards Verletzung ebenso einen beschleunigten Heilungsprozess bei sich selbst ausgelöst hatte wußte er nicht.
Woher auch, mit Magie kannte er sich nicht wirklich aus.

Das Dach des Stall war , wie er es oft in kleineren Dörfern gesehen hatte, mit dicken festem Stroh bedeckt.
Der Hippogreif fand einen halwegs gemütlichen Platz auf dem Dach und machte es sich bequem.

Gut es war nicht so bequem wie im dicken Heu des Stall, aber auch nicht einengend. Und er konnte über sich den Sternenhimmel betrachten.
Solange bis ihn der Schlaf wieder übermannte und er, den Kopf auf seinen Krallen ruhend, entspannt vor sich hin schlummerte.



18.Kiriat , früher Abend - Nacht
Taran holt das Messer von Laurelia, bringt es Bernhard und geht dann in den Stall nachdem Bernie im Gasthaus verschwindet. Nachts wird er war und empfindet den Stall einengent als er sich an den Wänden stößt.
Draußen vernimmt er Geräusche von der Straßen und beobachtet wie Rufus und Laurelia augenscheinlich das Dorf mit all ihren Habseligekeiten verlassen.
Mit einkehrender Ruhe zieht er ein Platz auf dem Dach vom Stall vor wo er dann irgendwannn wieder einschläft.

Bernhard, Taran , NPC Rufus und Laurelia

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