Ein Wink des Schicksals oder doch nur Glück?[Aleister,Lilli]

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Ein Wink des Schicksals oder doch nur Glück?[Aleister,Lilli]

Beitragvon Lilliana » Di 4. Jul 2017, 15:59

Erklärung:

Dies ist eine Rückblende wie Thethys , Lilliana und Kyan sich kennen gelernt haben. Das Alles ist schon ein paar Monate her.





Es war ein schöner Tag, das Grün der Wiesen und Blätter strahlte frisch im Glanz der Sonne, die Vögel zwischerten munter und irgendwo mitten im Wald lief eine junge Frau, mehr noch ein Mädchen über die Wiese und pflückte Blumen welche sie zu einem Kranz zusammen band.

Das rot ihrer Haare strahlte wie ein Rubin im Sonnenlicht. Sie war gut gelaunt und summte leise vor sich hin.

" Das war ein Spaß, hast du das Gesicht des Alten gesehen?"

Ertönte plötzlich lachende eine männliche Stimme. worauf das Mädchen erschrocken aufsprang und sich umdrehte.
Von der anderen Seite war eine kleine Gruppe Männer auf die Lichtung getreten.

Ihre Kleidung war herunter gekommen, das Haar und die Bärte verfilzt und ungepflegt und sie stanken meilenweit gegen den Wind nach Alkohol.

"Na schau mal an wenn wir da haben, na du kleines süßes Ding."

Sprach einer mit einem anzüglichen Grinsen als die Männer dem Mädchen gewahr wurden.

Lilliana wisch zurück und zog ihren Dolch.

"Verzieht euch."

Die Situation beunruhigte sie aber in ihren hellen Augen stand der Trotz. Sie hatte sich all die Monate allein durchgekämpft. So schnell würde sie nicht aufgeben.

Die Männer aber lachten angesichts des kleinen Mädchens. Sicher Lilli war mit ihren 1,55 nicht sonderlich groß und vermutlich sah das wirklich lächerlich aus, aber für ihre Größe konnte sie nun wirklich nichts.

~Kyan wo bist? ~ Rief sie nach ihrem Partner der ihre Furcht ebenso gleich mit spüren konnte.
Zwar war ihre Verbindung sehr stark und intensiv, aber ob er rechtzeitig da sein konnte war eine andere Frage.

Die Männer, welche offenbar gerade von einem nahem Hof gekommen waren, und so wie es klang den alten Bauern sicher keinen netten Besuch abgestattet hatten, kreisten nun langsam die Rothaarige ein.

Der erste griff nach ihr und mußte sogleich die Klinge in seinem Leib verspüren.
Lilliana war sicher nicht kaltblütig, aber aufgeben kam überhaupt nicht in Frage.
Der Kampf mit dem Dolch war eines der ersten Dinge gewesen welche sie intensiv gelernt hatte seit sie auf der Straße lebte.
Den hier ging es schnell mal um Leben oder Tod.

Flink wuselte sie durch die Arme eines Zweiten hindurch und drehte sich sofort um. Niemals sollte man seinem Feind den Rücken zukehren.

Fluchend hielt sich der Verletzte die Wunde. Das Mädchen hatte gut getroffen. Leider hielt das seine Kumpanen nicht davon weiter aufdringlich zu werden.

Im Gegenteil es führte dazu das diese nun selbst Waffen zogen.
Lilliana lief langsam seitlich die Männer wachsam im Auge behaltend.

Und schon trafen beide Seiten erneut aufeinander. Lilliana verpasste einem einen Schnitt am Arm , doch plötzlich verspürte sie einen festen Griff um ihre Waffenhand, der wie ein Schraubstock fester wurde.
Knurrend wande sie sich dem Mann zu welcher sie fest im Griff hatte und mußte dann schmerzbedingt den Dolch fallen lassen.
Nicht aber ohne diesem Räuber ihr Knie kräftig zwischen die Beine zu rammen.
Während er sich krümmte, versuchte Lilliana erneut zu entwischen. Aber da war es schon zu spät.
Während zwei sich vor Schmerzen krümmten und um starke Verletzungen kümmern mußten, hatten die anderen Drei das Mädchen nun fest im Griff.

"Du verfluchte kleine Göre"

Blut lief über ihre Wange wo man sie erwischt hatte und der Schlag in ihre Magengegend brachte fast ihre spärliche Mahlzeit vom Morgen wieder zum Vorschein.
Panik breitete sich in ihr aus, und die Angst welche sie bisher gut unterdrückt hatte übernahm nun Oberhand.
Die Männer waren nicht zimperlich und so war es nun der Schrei des Mädchens welchen über die Lichtung hallte, während sie sich weiter versuchte panisch zu wehren.
~"Gedankensprache zwischen Partnern"~
"Gedankensprache Kyan"
"Laute Aussprache Lilliana und Kyan"
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Ein Wink des Schicksals oder doch nur Glück?[Aleister,Lilli]

Beitragvon Aleister » Sa 8. Jul 2017, 19:05

Aus der Sicht von Thethys:

Der Wind hatte sie weiter nach Norden getragen als beabsichtigt, weit in eine Gegend hinein, die sie weder kannte noch kennenlernen wollte.
Und doch kehrte sie nicht um. Alles war besser als die erstickende Dunkelheit des Hohen Forsts. Außerdem war sie in erster Linie noch immer eine Greifin und nur an zweiter die Partnerin eines Sidhe. Und Greifen waren Kreaturen der Lüfte, ständiges Aufhalten in engen Hallen machte sie krank. Und egal wie oft sie sich einredete, sie sei von einem anderen Schlag, das Glücksgefühl, als sie sich endlich wieder alleine in den Himmel erhoben konnte, war Beweis ihrer unveränderlichen Natur.

„Du möchtest ausfliegen? Alleine?“ Aleister drehte sich nicht einmal mehr zu ihr herum. Wie so oft in letzter Zeit krallten sich dicke Roben um seine Schultern; die grobe Stoffmaske bis unter die Augen gezogen türmte er über einem Tisch mit Gläsern und Töpfen, deren Inhalte Dämpfe verströmten, die Thethys die Tränen in die Augen trieb. Und mixte mal hier, mal dort von dem Zeug etwas zusammen. Irgendwann hatte sie es akzeptieren gelernt. Hatte etwas seine Aufmerksamkeit erregt, war alles andere uninteressant. Aber das hatte auch seine Vorteile.

„Ein, zwei Tage. Ich brauche etwas Abwechslung. Und frische Luft. DAS vor allen Dingen.“

Die Nase gerümpft, wartete sie auf eine Regung ihres Partners, der sich endlich dazu entschied, in ihre Richtung zu gucken, auf ihre Anspielung aber nicht reagierte oder reagieren wollte. „Das sollte kein Problem darstellen.“

Thethys wollte etwas erwidern, aber Aleisters Augen waren bereits wieder zu einem Kolben gewandert, der eine befremdlich gelbe Flüssigkeit beherbergte. „Bis dann. Ich bin dann mal.“

Pappel reihte sich hier an Ulme, Bäume, Blätter und Äste solange der Blick nur reichte.
Der hier war nicht anders als der Wald Zuhause, große, grüne Hände, die nach jedem Flügel griffen, der auch nur versuchte, ihnen zu entkommen.
Einem Meer gleich erstreckte er sich vor der Greifin und wollte nicht enden, als da! - ein nackter Fleck unter ihr auftauchte, eine einsame Insel inmitten im Nichts.
Des Fluges müde, setzte sie zur Landung an, doch je näher sie ihrer Insel kam, desto mehr wurde deutlich, dass sie nicht so verlassen war, wie angenommen.

Die kleinen Punkte, die zwischen den Gräsern herumtanzten, wären tatsächlich absonderlich große geratene Ameisen gewesen. Es waren Federlose. Natürlich. Und fast alles Männer, wie Thethys bald erkennen konnte. Männer, die ein Mädchen umzingelten, mit leuchtend rotem Haar und einer lauten Stimme.
Das arme, kleine, dünne Ding zappelte und schrie, während die Kerle sich abwechselnd auf sie stürzten wie Wölfe auf ein Kaninchen und genauso unfair sah der Kampf auch aus.

Thethys knurrte. Hätte so etwas in ihrem Rudel stattgefunden hätte sie den feigen Männchen eine Lektion erteilt, aber das hier war nicht ihr Rudel und nicht ihr Problem. Sie konnte einfach weiterfliegen zur nächsten Insel und - zu spät.

Mit ohrenbetäubendem Scheppern landete sie wenige Meter hinter dem Geschehen. Aufgeschreckt durch das eigenartige Geräusch ließen die Schläger von Lilliana ab und wirbelten herum, nur um mit aufgerissenen Augen zu erstarren wie Salzsäulen, als sie seinen Ursprung entdeckten.
Greifen waren in dieser Gegend ein seltener Anblick und nicht selten der Letzte, bevor man die Radieschen von unten betrachtete. Aber das erkannten die Grobiane nicht einmal, die Augen geheftet auf ihre stählernen Hörner und blitzende Klinge, die sich wie eine wütende Natter hin- und herbewegte, war ihnen die Verwirrung deutlich ins Gesicht geschrieben.

„Was ist das denn!?“, rief der erste der Typen. „Ein Monster!?“ Sie wichen zurück, und mit jedem ihrer Schritte schlich die große Greifin näher auf sie zu, schweigend, entschlossen.

„Hauen wir ab, worauf wartet ihr!?“, drängte ein Zweiter und einstimmig, ohne Lilliana noch weitere Beachtung zu schenken, stürmten sie in Richtung der Bäume davon. Der Letzte der Kerle stieß die Arme dabei auch noch um.

Thethys schnaubte verächtlich, als ihre Silhouetten zwischen den Blättern verschwanden und blieb stehen, wo sie war, den Blick in den Himmel gerichtet. Damit sollte sie sicher sein.

„Die kommen so schnell nicht wieder. Hast du eine Siedlung oder ein Dorf in der Nähe?“



ein paar Monate vorher
Thethys stößt bei einem Ausflug auf die sich in einer misslichen Lage befindliche Lilliana und beschließt, ihr zu helfen.

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Beitragvon Lilliana » Mi 12. Jul 2017, 15:32

Unsanft plumpste Lilliana in das Gras und rappelte sich mühsam auf. Warum hatten sie so plötzlich abgelassen? Hatte es etwas mit diesem lauten Scheppern zu tun? Waren womöglich Wachen aufgetaucht...wobei das machte kein Sinn, was sollten Stadtwachen so weit von der Stadt entfernt.
Blinzelnd sah sie in die Richtung aus welcher der Krach gekommen war, etwas großes helles war dort und silber glänzte wie eine Rüstung in der Sonne.
Die Männer sprachen etwas von einem Monster doch bevor sie realisieren konnte was passierte wurde sie von den flüchtenden Räuber umgerannt und lag schon wieder im Gras.

Murrend kämpfte sie sich erneut auf die Beine, Die Stellen an welcher die Räuber sie getroffen hatten schmerzten und aus dem Schnitt an ihrer Wange lief noch etwas Blut.
Aber Das Mädchen ließ sich davon nicht unterkriegen, langsam wanderte ihr Blick auf die unweit von ihr ersichtlichen Pranken, dann den Leib empor bis sie die ganze Thethys in Augenschein nahm.

"Ein Greif.."

Kam es ihr überrascht über die Lippen und gleich kam sie sich dumm vor. Was sollte dieses Geschöpf nur von ihr denken, zudem war es nicht der erste Greif welchen sie zu Gesicht bekam.

Vorsichtig wagte sie einen Schritt und hob ihren Dolch auf, dessen Klinge noch von Blut glänzte. Einen Moment wirkte es als wolle sie diesen zur Verteidigung nutzen, doch schon steckte sie in an ihren Gürtel und besann sich auf ihr Benehmen.

Leicht als Zeichen des Respekt neigte sie ihren Kopf kurz vor der Greifin.

"Ich schätze ich schulde euch meinen Dank. Und ja unweit von hier ist eine Stadt. Aber die Ruhe hier draußen ist eine angenehme Abwechslung von dem Lärm und Trubel dort."

"Für mich so etwas wie für euch die Winde oder die Weiten des Himmels."


sprach sie mit einem munteren wachen blitzen ihrer hellen blauen Augen, welche im Gegensatz zu ihrem nicht lachenden Mund freundlich aber nicht naiv wirkte. ganz gleich wie zierlich und klein sie sein mochte.
Nicht das Lilliana auf den Gedanken käme Thethys zu unterschätzen, nein, aber sie fürchtete sich auch nicht vor ihr.

Solange sie diesem stolzen Geschöpf keinen Anlass geben würde, hätte sie auch keinen Grund dafür.

~"Ich bin da"~

Drang Kyans Stimme in ihren Kopf und sie nahm seine Präsenz war.
Im nächsten Moment sprang der große kräftige Suavi bereits aus dem Waldstück hinter ihr und baute sich sofort vor dem Mädchen auf.
Beschützerisch und zum Kampf bereit. Sein erster Blick galt Thethys und für ihn war sie in dem Moment die Gefahr. Weit und breit war ja sonst Niemand zu sehen. Und das seine Partnerin in Gefahr war hatte er gespürt.

"Wage es nicht ihr auch nur ein Haar zu krümmen Greif"

Fauchte er zwar nicht unfreundlich aber warnend Thethys entgegen.

"Sie hat mir geholfen."

Drang die Stimme von Lilli an sein Ohr. Diese zuckten kurz und er schnaufte tief bevor er skeptisch einen Blick zu der Greifin warf.

"So? Stimmt das?"

Der Suavi war skeptisch, Aber Kyan hatte damals geschworen Lilli zu beschützen und das hatte er seit dem energisch verfolgt.
Und dieses Greif Weibchen war eine ernsthafte Gefahr, und von irgendwo mußten ja auch die Verletzungen des Mädchen herkommen.




ein paar Monate vorher
Lilliana wirkt überrascht aber auch neugierig als Thethys auftaucht. Gleichzeitig entsinnt sie sich ihrer guten Erziehung und versucht ihr gegenüber respektvoll und höfflich zu sein.
Kyan stößt dazu und hält die Greifin erstmal für die Schuldige an Lillianas schmerzen und Verletzungen. Bleibt trotz Lillis Erklärung skeptisch und in seiner beschützerischen Haltung vor Lilli.
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Ein Wink des Schicksals oder doch nur Glück?[Aleister,Lilli]

Beitragvon Aleister » Mo 17. Jul 2017, 12:14

„Ein Greif...“

Das rothaarige Mädchen hatte die Worte fast geflüstert. Die Augen geweitet und den kleinen Puppenmund leicht geöffnet, tat sie einen Schritt auf Thethys zu. Ihre Hand sank langsam zu einem Dolch, der sich im Gras sonnte. Sie war also bewaffnet gewesen.
Er musste mitten im Kampf heruntergefallen sein, denn die Halme um ihn herum glänzten noch von frischem Blut. Nicht übel, dass sie es überhaupt geschafft hatte, einem von den Kerlen eine Verletzung zuzufügen. Das hier war kein gewöhnliches Dorfmädchen, soviel war sicher. Trotzdem, sie hätte tot sein können.

Streng, und mit hinter ihrem Helm gerunzelter Stirn beobachtete Thethys die weiteren Schritte des Mädchens. Würde sie in Angriffsstellung übergehen oder wegrennen?

Ihre Waffenhand schwebte für den Bruchteil einer Sekunde über dem Eisen, steckte es dann aber in ihren Gürtel. Dann senkte sie ihr Haupt und sprach:

"Ich schätze, ich schulde euch meinen Dank. Und ja unweit von hier ist eine Stadt. Aber die Ruhe hier draußen ist eine angenehme Abwechslung von dem Lärm und Trubel dort."

"Für mich so etwas wie für euch die Winde oder die Weiten des Himmels."

Thethys legte den Kopf schräg. Sie fand keine Worte. Fürwahr, dies war kein gewöhnliches Mädchen. Sogar Manieren hatte sie. Und eine gewisse Furchtlosigkeit.

Das letzte bisschen Spannung in ihren Beinen ließ die Greifin nun davongleiten und plusterte mit einem zufriedenen Murren ihr Federkleid ein wenig auf. Sie liebte es, wenn der Wind zwischen ihnen herumzauste und ihre Haut streichelte.

„Der Lärm und Trubel, was?“ Wo auch immer diese Stadt war, daher stammen konnte sie nicht. Egal wie abgebrüht diese Kerle gewesen sein mochten, ein so hübsches Mädchen zu schänden hätte den Zorn ihres Vaters und ihrer Brüder auf sie gezogen und blieb in keinem Dörflein ungestraft. Thethys musste nur einen Blick auf ihre Kleider werfen, um zu wissen, dass sie zumindest eine Landstreicherin war. Eine Landstreicherin, die kämpfen konnte.

Bevor sie einen weiteren Gedanken über die rätselhafte Fremde fassen konnte, nahm Thethys eine Präsenz wahr, die sich alsbald mit gefletschten Zähnen und ausgefahrenen Krallen vor ihr aufbaute - ein ausgewachsener Suavis, Männchen, den Katzen im tiefsten Süden in Erscheinung nicht unähnlich, sprang in wehrhafter Haltung vor das Mädchen und knurrte:"Wage es nicht, ihr auch nur ein Haar zu krümmen, Greif!" Moment, hatte er sie gerade telepathisch bedroht?

Es gab keinen Zweifel mehr. Hätte sie doch nur besser aufgepasst. Oder eher, wäre sie doch nur weitergeflogen. Das also war sie? Eine Zar‘Dras? Nun blieb Thethys keine andere Wahl. Laufen lassen konnte sie sie schlecht, immerhin war sie ein Mitglied des Ordens und feindliche Spione zu überführen, melden oder zu beseitigen war ihre Pflicht. Schade, so etwas wie Sympathie hatte sie lange nicht mehr für einen Menschen verspürt.

Sie senkte den Kopf und begann ihrerseits, sich vor dem Tiger aufzuplustern und ihre Krallen auszufahren. „Nur zu. Du wärst nicht der erste Verräter, den ich zerfetze, Suavis.“, zischte sie. Bevor die Situation aus dem Ruder geraten konnte, sagte das rothaarige Mädchen:

„Sie hat mir geholfen.“

Der Suavis zuckte mit den Ohren, sein Blick war aber nicht weniger lauernd. Vielleicht kommunizierten sie in Gedankensprache, überlegten sich ihren nächsten Schritt, um Thethys zu überwaltigen...

„Ich rate euch, zurück nach Torlamun zu rennen.“, warnte sie. „Ich habe wenig Lust, mich heute, an meinem freien Tag, mit Zar‘Dras zu prügeln. Ich habe das Leben deiner Partnerin gerettet. Also geht und wir sind quitt.“

Sollten andere sich doch darum kümmern. Wenn der Suavis nicht auf die Kleine aufpassen konnte, waren sie sowieso keine ernsthafte Gefahr für den Orden.



ein paar Monate vorher
Thethys findet Gefallen an dem fremden Mädchen und ist neugierig, wer sie ist. Als der Suavis dazukommt und sich drohend vor ihr aufbaut, hält sie die Fremden für Zar‘Dras, die in der Gegend herumschnüffeln. Keine Lust auf einen Kampf, bietet sie ihnen an, einfach zu verschwinden.

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Beitragvon Lilliana » Di 18. Jul 2017, 15:52

Lilliana war neugierig und hatte Gefallen an der ungewöhnlichen Begegnung mit der Greifin gefunden. Auf den Gedanken das diese zum Orden gehörte war sie bisher nicht gekommen, obwohl wilde Greifen in Rüstung eigentlich nicht normal war.

Doch vertiefen konnte sie die Bekanntschaft nicht, den schon tauchte ihr Partner auf welcher misstrauisch gegenüber Thethys war. Er wollte sie beschützen um jeden Preis und diese Greifin war nun mal eine Fremde.

Kyan war skeptisch, andererseits hatte dieser Vogel seine kleine Partnerin gerettet.

Der Suavi murrte, dazu sich aber zu beruhigen kam er nicht den irgendwie schien die Greifin plötzlich misstrauisch und baute sich drohend vor Kyan auf.

Bevor er auf die Idee kam nachzufragen was das plötzliche Problem war, offenbarte es Thethys bereits.

Torlamun? , Zar'dras

Die Verwirrung stand dem kräftigen Suavi deutlich in das Katzengesicht geschrieben.
Wie kam man auf den Gedanken das seine kleine liebe Partnerin und er zu diesem...wie nannten es die Zweibeiner...Pack? gehörten.

Aber diesmal war das Mädchen was energisch reagierte. Lilli war von der plötzlichen Wandlung Thethys ebenso erst irritiert doch als dann die Bezeichnung Zar'dras fiel, wisch alle Farbe aus ihrem ohnehin schon hellem Gesicht.

Wie als wäre es erst gestern gewesen sah sie das Feuer an der Kleidung ihres Onkels explodieren und wie er zu Boden sank, die Augen starr gen Himmel gerichtet während jegliches Leben in ihnen erlosch.
Sie erinnerte sich an den Schmerz der sie fast lähmte und den Schmerz welchen Ravan dazu bewegte sich auf diesen Zar'dras zu stürzen da er nichts mehr zu verlieren hatte.
Nur mit Mühe hatte sie es geschafft die Lähmung des Schocks abzuschütteln, die Tränen zu verdrängen und um ihr Leben zu rennen.

Plötzlich kam ein scharfer Wind auf, rauscht wie ein bissiger Hund durch das Federkleid der Greifin und die nahen Baumwipfel.
Das Gesicht wütend verzogen trat sie energisch einen Schritt vor. Aber in ihren Augen spiegelte sich ein tiefer Schmerz.

"Zar'dras! Wie kannst du es auch nur annähernd denken das wir zu den gehören. Dieser Abschaum hat meine Familie getötet! "

Das der Wind um sie herum fegte ignorierte sie. zwar hatte sie gelernt wie man seine Magie kontrollierte aber bei starken Gefühlen kamen solche Ausbrüche hin und wieder noch vor.

Im nächsten Moment gab es ein leises Plopp und die Korken der Trinkschläuche, welche sie mehr als nötig bei sich trug, flogen ins Gras heraus gedrückt von einer Wasserfontäne welche sich über die Anwesenden ergoß.

Pitschnass und zitternd, ob vor Wut, Schmerz , oder der plötzlichen Kälte durch das Wasser konnte man nicht sagen, vermutlich eine Mischung aus allem, stand sie da und starrte die Greifin da.
Die blauen Augen welche vorher noch freundlich und munter gefunkelt hatten wirkten nun dunkel wie eine stürmische See, Trauer, Schmerz und Wut spiegelte sich darin.

Kyan hatte Thethys keinen Augenblick aus den Augen gelassen, bis das Wasser sein Fell benetzte. Nun wande er sich seiner Partnerin zu und schmiegte vorsichtig wie zum Trost sein riesiges Haupt an der zarten kleinen Gestalt.
Auch er erinnerte sich noch gut an dem Abend und nur all zu deutlich konnte er erneut das Gefühlswirrwar von Lilliana wahrnehmen.

So plötzlich wie der Ausbruch gekommen war, verschwand er auch wieder als sich eine Träne aus ihren Seelenspiegeln löste. Trotzig versuchte sie diese noch zurück zu halten. Wollte sie vor Thethys doch keine Schwäche zeigen.
Aber letzendlich war sie immer noch ein kleines Mädchen.

Und so schmiegte sie ihre schmalen Arme um den Hals ihres treuen Partners und verbarg das Gesicht am dichten Fell Selbigen.
Durch die nasse Kleidung wurde die schmale und durch wenig Nahrung entsprechend etwas magere Gestalt der jungen Magierin noch deutlicher hervor gehoben.

Kyan hingegen ließ Thethys weiterhin nicht aus den Augen, ein vorwurfsvoller Blick traf die Greifin, auch wenn er dennoch versuchte Lilliana auf sanfte fürsorgliche Weise zu trösten.
Es war mehr als ersichtlich das das Band zwischen den Beiden sehr eng war.



ein paar Monate vorher
Kyan ist weiter misstrauisch gegenüber Thethys, Lilli hingegen neugierig, aufgeschlossen. Als der Vorwurf kommt das sie Zar'dras sein, weckt das das Erlebnis vom Tod ihres Onkels, was sie all die Zeit immer versucht hat zu verdrängen, und nun um so stärker hervor tritt. In ihrer Wut über diesen Vorwurf und den starken Schmerz, wirkt sie impulsiv Magie.
Nach dem Ausbruch wird deutlich wieviel Schmerz das Mädchen offenbar bereits in ihren jungen Tagen ertragen mußte.
Obwohl Lilli versucht stark zu sein sucht sie doch Trost bei Kyan.
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Beitragvon Aleister » So 30. Jul 2017, 09:09

Das blasse Mädchengesicht wurde mit einem Schlag aschfahl. Ihre Augen erstarrten, als würde sie etwas an Thethys‘ Stelle sehen, was sonst kein anderer der Anwesenden wahrnehmen konnte. Auch dem Suavis stand die Überraschung in das Raubkatzengesicht geschrieben und seine defensive Haltung sank etwas in sich zusammen. Thethys hatte wohl den Nagel auf den Kopf getroffen. Damit hatten diese Zar‘Dras wohl nicht gerechnet. Sie hatten es eben mit einer Greifin zu tun, deren Verstand nicht minder scharf war als die Klinge an ihrem Schweif. Und kämen sie auf dumme Ideen, würden sie diese auch noch kennenlernen!

Wie weit sie doch daneben lag!

Eine plötzliche Böe kam auf, schnitt wie ein Messer durch die laue Sommerluft und zog unsanft am Gras und Thethys‘ Federkleid. Doch das Schlimmste war- es hörte gar nicht mehr auf! Die Chimäre verlagerte ihr Gewicht auf ihre Vorderbeine und warf einen kurzen Blick in den Himmel. Nach schlechtem Wetter sah es nicht aus. Woher dieser Wind?

Als das Mädchen auf sie zuschritt, dämmerte es der Greifin. Die Kleine wendete Magie an. Aber nicht kontrolliert, nein, das erkannte selbst sie, die für Magie nun wirklich nicht viel übrig hatte. Da war einfach nichts, keine Formel, keine Handbewegung, nicht einmal Notiz vom Wetterumschwung schien sie genommen zu haben. Ihr kleiner Fuß stapfte bestimmt auf sie zu, das Gesicht verzerrt, in den Augen ein wildes Feuer.

"Zar'dras! Wie kannst du es auch nur annähernd denken das wir zu den gehören. Dieser Abschaum hat meine Familie getötet! "

Wie das Herbstkleid einer Eiche wallte ihr Haar im mittlerweile tosenden Wind. Ein Ploppen ertönte und vom Leib des Mädchens schoss ein dünner Strahl in Thethys‘ Richtung. Er benetzte ihre Rüstung mit einem blechernen Prasseln. Ein weiterer begoss sie und ihren Partner selbst. Das sah fast ein wenig traurig aus, wäre da nicht der zornige Gesichtsausdruck der Rothaarigen gewesen, der nicht im Geringsten amüsiert wirkte.

Bevor Thethys sich entscheiden konnte, ob sie nun bedroht wurde oder nicht, schmiegte der Suavis sich an das Mädchen, die dankbar ihr Gesicht in seinem Fell begrub. Von den beiden kam kein Wort mehr, nur der anklagende Blick der Katze streifte die Greifin, die verwirrt den Kopf schieflegte und das Bild vor sich in Augenschein nahm.

Die Katze war gut genährt wie es schien, aber das Mädchen sah sehr ausgemergelt aus. Wie ein nasser Sack hingen ihr die Fetzen, die ihre Kleidung darstellten, von ihren Schultern, grau und verwaschen. Der Stoff war so dünn, dass die Greifin ihre Rippen fast einzeln zählen konnte und - waren das Narben auf ihrem Körper?
Sie klapperte wie tausend Totengebeine, ob von der Kälte oder vor Wut, man konnte es nicht sagen. Ein letzter, kläglicher Tropfen stahl sich aus einer der leeren Wasserschläuche um ihre Hüfte.

Nein, das konnten keine Zar‘Dras sein. Aber Sidhe, waren sie das? Kein Sidhe-Dolch. Kein Sidhe-Mantel. Unterernährt. Verwahrlost. Auch unter ihnen gab es raue Gestalten, zweifellos, aber das hier war ein ganz anderes Level. Eine Magierin mit Partner, die weder Sidhe noch Zar‘Dras war? Konnte das denn sein? Wie hatte das nicht auffallen können? Thethys hatte viele Fragen. Sie konnte die beiden nicht gehen lassen, das war sicher. Wer auch immer sie wirklich waren, sie hatte ihr Interesse geweckt. Und sie brauchten Hilfe - zumindest das Mädchen konnte mal etwas Gescheites zwischen die Zähne vertragen. Es tat der Greifin leid, sie so zu sehen. Aber an der Situation war sie jetzt auch mitschuldig.

„Das wusste ich nicht.“ Sie versuchte ihren Tonfall so beschwichtigend wie möglich klingen zu lassen. Sie hasste es, sich zu entschuldigen. Sie war nicht gut darin. Was würde Aleister wohl an ihrer Stelle sagen? Ja, wahrscheinlich so etwas in der Art:„Was dir passiert ist, ist natürlich schlimm. Einige haben ihre Lieben und ihr Leben durch dieses Pack verloren. Verzeiht mir mein schnelles Urteil. Es gibt Gründe, dass ich so vorsichtig bin. Ich habe ein paar Jahre fast täglich mit den Zar‘Dras an der Front gekämpft. Und da ihr keine Sidhe seid...war dies mein erster Schluss.“

Bei allen Greifen dieser Welt, so einen langen Satz hatte sie schon ewig nicht mehr gesprochen. Das war ja fast anstrengend! Und es klang so geschwollen. Aber ein einfaches „Tschuldigung“ reichte hier nun mal nicht aus.

Schuldbewusst lockerte Thethys ihre kämpferische Haltung. Vielleicht sollte sie sich vorstellen.

„Ich bin Thethys und kümmere mich eigentlich nicht um die Scherereien anderer. Aber ihr seht mir etwas verloren aus. Ihr seid keine Zar‘Dras, seid keine Sidhe. Wer bei den Siebengipfeln seid ihr?“



ein paar Monate vorher
Thethys bemerkt die magischen Kräfte des mysteriösen Mädchens und ihr Fehler, sie und ihren Suavis Zar‘Dras zu nennen, tut ihr leid. Sie erklärt die Beweggründe für ihr Verhalten und stellt sich vor. Gleichzeitig interessiert sie, wer die Fremden sind.

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Beitragvon Lilliana » So 30. Jul 2017, 12:48

Sie wusste es nicht, das war mal eine tolle Entschuldigung und Kyan wollte schon zu einer entsprechenden Antwort ansetzen da prasselte eine Menge Wörter aus dem Schnabel des Vogels auf sie hernieder. Zuviele Worte und zuviele geschwollene Worte für den Suavis.

Keine Sidhe, nun genau genommen schon, aber das war unwichtig, Hauptsache der Vogel blieb jetzt friedlich, wobei es ihm lieber wäre sie würde einfach gehen und sie ihrer Wege gehen lassen.

Kyan schnaufte als die Greifin sich vorstellte und beschloß fürs Erste dem Frieden zu trauen. So ließ er sich auf seine Hinterbeine nieder und sah zu seiner Partnerin welche er selbst jetzt fast noch überragte.

Lilliana hatte den Worten von Thethys erst keine Beachtung geschenkt, und leicht hatte sich etwas trotziges in ihr gerührt, aber das hatte sie rasch wieder weggeschoben war sie doch kein Kind mehr. Gut viel älter auch nicht und aufgrund ihrer Statur konnte man sie leicht für jünger halten, aber das hieß ja nicht das sie sich auch so benehmen mußte oder nicht.

Dennoch war sie sauer, oder traurig, vieleicht auch Beides. Daran änderte die geschwollene Entschuldigung der Greifin auch nicht viel, aber Vorwürfe würden nichts bringen und es schien Thethys wirklich leid zu tun.

Das Mädchen hob ihren Kopf und beäugte Thethys einen Moment. Noch leicht sah man die Spuren der Tränen welche Lilli vergossen hatte, aber jetzt waren ihre Augen trocken. Wenigstens etwas.
Sie schauderte und verzog sich vor die Pfoten von Kyan wo sie sich zwischen seine Vorderbeine dicht an seinen Bauch kuscheln konnte und so auch wärmen.

Der Suavis verzog keine Miene, zwar mochte er, wie Alle seiner Art, Wasser nicht sonderlich, aber das Wasser ein wichtiges Element seiner Partnerin war hatte er sich daran gewöhnt.
Entsprechend hatte er keine Einwände, ihr als Wärmedecke zu dienen.

Aus ihrer geschützten und wärmeren , wenn auch niedrigeren Position heraus sah Lilli zu der Greifin hinauf und betrachtete sie einen ganzen Moment nachdenklich, während der Blick fast etwas hatte als würde er die Tiefen von Thethys Seele ergründen wollen.

Warum hatte diese Greifin plötzlich so ein Interesse. Sollten sie ihr sagen das sie sehr wohl Sidhe waren, wenn auch für sehr warscheinlich tod gehaltene. Aber was dann? Nein das war viel zu gefährlich. Wer weiß was der Orden mit ihr anstellen würde. Sie hatte ihren Onkel nicht verteidigen können, und das würde man ihr doch sicher zu Lasten legen.

Genau genommen völliger Unsinn, sie war schließlich noch Novize gewesen, aber zu lange und zu tief war diese Furcht , dieser Gedanke in dem Mädchen verankert als das sie diesen einfach mal abschütteln könnte.

"Ich bin Lilli und das hier ist mein bester Freund Kyan."

Stellte sie sich dann nach einem endlos erscheinenden Moment der Stille vor.
Normaler Weise hätte sie ihren Gegenüber schon lange vorher genau beobachtet und dadurch versucht einschätzen zu lernen. Eine Sache welche bei einem Leben auf der Straße sehr nützlich war.

In diesem Fall aber war dafür keine Zeit gewesen. Dennoch war Lilliana sich weitgehenst sicher zu wissen wie Thethys war.

~" Typisch harte Schale weicher Kern - Typ"~

teilte sie Kyan mit

~" tickende Bombe trifft es besser~"

Erwiederte der Suavis mürrisch.

~" So wechselhaft wie diese Greif ist nichtmal das Wetter im Herbst."~

Lilliana kicherte, auch wenn sie Kyan vermutlich Recht geben würde. Aber stattdessen wande sie sich wieder Thethys zu.

"Solltest du nicht bei deinem Partner sein? Sicher du brauchst auch mal deinen Freiraum...aber wird er dich nicht vermissen wen du solange weg bist?"

Und so weit weg ... Fügte sie in Gedanken noch dazu. In der Nähe war er ja offensichtlich nicht. Kyan hätte sonst bereits etwas gesagt. An ihn anzuschleichen war schier unmöglich viel zu gut waren seine Sinne.




ein paar Monate vorher
Kyan und Lilli akzeptieren die Entschuldigung und während es Kyan lieber wäre wenn Thethys verschwinden würde, gibt Lilliana dem Ganzen noch eine Chance und fragt Thethys etwas aus.
Lilliana mit Kyan , Thethys
~"Gedankensprache zwischen Partnern"~
"Gedankensprache Kyan"
"Laute Aussprache Lilliana und Kyan"
Gedanken Lilli

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Beitragvon Aleister » So 6. Aug 2017, 09:13

"Solltest du nicht bei deinem Partner sein? Sicher du brauchst auch mal deinen Freiraum...aber wird er dich nicht vermissen wen du solange weg bist?"

Das Mädchen war entweder sehr vorsichtig und versuchte, über diese Frage herauszufinden, ob Thethys‘ Partner sich irgendwo in der Nähe befand oder sie war ernsthaft interessiert. Die Greifin konnte es nicht deuten, zu rätselhaft waren die Verhaltensweisen der Federlosen ihr manchmal noch.

Und das, wo sie bei der Frage selbst daran erinnert wurde, wie viele derer sich mittlerweile schon bei ihr eingeschlichen hatten. Sie verfiel in eine Art Lachen, das für Menschenohren sicherlich nicht mehr als wie ein raues Krächzen klang. Aber Greife lachten nicht. Zumindest nicht im Gebirge. Da gab es nicht viel zu lachen und im Hohen Forst erst recht nicht.

„Nein, das würde er nicht. Er weiß, dass ich fort bin und es ist nicht das erste Mal.“, antwortete sie . Aber angenommen, Thethys wäre ohne ein Sterbenswörtchen weggeflogen, wie schnell hätte Aleister das wohl bemerkt? Der Gedanke schien interessant. Nicht, dass sie eifersüchtig auf seine Arbeit war, oh nein! Aber zumindest ein wenig Interesse an ihr hätte sie gern gesehen. Thethys schüttelte den Kopf. Von diesem Wunsch hatte sie sich vor Jahrzehnten verabschiedet! Sie waren nun einmal nicht wie Lilliana und Kyan, die offensichtlich ein enges Band teilten, so wie sie dasaßen und sich gegenseitig wärmten, wie eine Mutter ihr Kind. Das war ihr persönlich dann schon wieder zuviel des Guten. Würde sie solch eine Geste bei ihrem Halbelfen versuchen, er würde denken, sie hätte den Verstand verloren.

„Wir sind schon viele Jahre Partner, da ist es nicht Ungewöhnliches.“, fügte die wortkarge Greifin noch hinzu. Das Gespräch war in eine Richtung verlaufen, die vom eigentlichen Thema ablenkte. Und sie wollte immer noch wissen, wer Lilliana und Kyan wirklich waren. Sie wusste jetzt ihre Namen, gut, aber wie um Himmels Willen...sie mussten doch Sidhe sein! Aber sie trug keinen Dolch und keinen Umhang. Das konnte die Greifin so nicht stehen lassen.

Vor ihr hörte Lilliana langsam auf zu schlackern. Der warme Körper des Suavis hatte sie augenscheinlich schnell aufgewärmt und auch ihr mürrischer Gesichtsausdruck verflüchtigte sich. Kyan war ihr Beschützer, kein Zweifel. Selbst jetzt, nachdem sie „Frieden“ geschlossen hatten, folgten seine Raubkatzenaugen jeder ihrer Bewegungen. Warum fing er ihr nicht einfach ein Kaninchen, dass sie mal etwas ordentliches zwischen die Zähne bekam? Fast bekam sie selbst Lust, auf die Jagd zu gehen, wenn die Katze es für seine Freundin offensichtlich nicht hinbekam.

„Dein Wasser.“ Thethys deutete mit ihrer Klaue auf Lillianas traurig herunterhängende Schläuche. „Ich habe von oben in der Nähe einen Bach gesehen.“ Apropos, Wasser. Das das Mädchen ein Talent für Magie hatte, war nicht zu übersehen. Und Sie verbarg etwas. Soviel war sicher. Aber zuerst wäre es mal an der Zeit, dass sie ein Bad, ein Bett und ein Essen sah.

„Wohin wollt ihr denn? Weiter südlich ist ein Dörfchen, dort kennt man mich. Ihr könnt dort rasten, wenn ihr wollt. Kein Gold, keine Fragen. Essen ist ganz gut.“



ein paar Monate vorher
Thethys beschließt, Lilliana und Kyan weiter kennenzulernen, da es ihr doch keine Ruhe lässt, was es mit den rätselhaften Fremden auf sich hat. Sie bietet ihnen an, ihnen einen Ort zu zeigen, an dem sie in Ruhe rasten können.

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Beitragvon Lilliana » So 6. Aug 2017, 13:54

Gut der Partner war wie zu erwarten nicht in der Nähe. Was ganz gut war.
Und dennoch fand Lilli diesen Umstand irgendwie traurig.

"Er wird dich nicht vermissen?"

Es war keine Frage auf welche sie wirklich eine Antwort zu erwarten schien, es war mehr...laut gedacht. Und definitv schwer zu verstehen. Sie vermisste Kyan jedes Mal wenn er allein unterwegs war und ihm ging es nicht anders.

Sie runzelte die Stirn, als Thethys ihr erklärte das es nicht ungewöhnliches war , wenn man schon seit vielen Jahren Partner wäre.
Wer weiß was viele Jahre für eine Greif bedeutete. Den sie und Kyan waren ja auch schon ein paar Jahre zusammen und dennoch unzertrennlich.

"Bei Kyan und mir wird das nicht so sein, niemals" Stellte sie selbstsicher fest. Natürlich konnte sie schlecht sagen wie es in 10 Jahren wäre, aber sie war dennoch fest überzeugt von ihren Worten.

Kyan schnaufte leise. Wie man das nun deuten sollte hätte Lilli nicht sagen können, aber das war auch nicht von Bedeutung im Moment.
Viel interessanter war der Punkt den Thethys nun ansprach. Bot die Greifin ihnen wirklich gerade an zu helfen damit sie etwas zu Essen bekam, und dazu noch eine Rast die nicht klang als würde damit irgendwo eine Strohecke im Stall gemeint sein.

Andererseits....nein Thethys mochte nicht so fürsorglich wie Kyan sein, aber sie meinte damit dennoch sicher ein Bett.

Es war Jahre her das Lilliana in einem Bett geschlafen hatte also war der Gedanke schon verlockend und dennoch. Wer wußte schon ob Sie nicht noch einen falschen Hintergedanken dabei hatte.

~" Sei vorsichtig. " ~

Erklang es auch von Seiten des Suavis welcher Thethys nicht einen Moment aus den Augen ließ.

Das Mädchen erhob sich und strich ihre bescheidene aber saubere Kleidung glatt. Sie war noch etwas feucht und ausgeblichen von der sonne, vor allem der Umhang.

"Wir nehmen keine... Almosen. Auch wenn du es sicher gut meinst. Und Fragen stellt man in einem Dorf immer."

Genau genommen wollte Lilliana nicht in das Dorf. Vor allem nicht an der Seite von Jemand den sie nicht lange genug kannte um zu vertrauen.
Hier draußen kannte sie sich aus. Gut Kyan mehr als sie, aber zwischen den Bäumen hatten sie definitv auch einen Vorteil gegenüber Thethys.


"Aber Bach klingt gut, Mein Wasser habe ich ja ausversehen verschüttet."

Ausversehen stimmte, verschüttet...nun ja...genau genommen war es heraus geschoßen wie eine Fontäne. So oder so, sie mußte es wieder auffüllen, da kam ein Bach gerade Recht.

Plötzlich ertönten Geräusche, Knacken von Zweigen und Stimmen. Weit genug entfernt das Lilliana es nicht bemerken konnte. Aber für die feinen Sinne des Suavis bemerkbar.
Auch wenn, wer auch immer da kam noch weit genug weg schien.


Er murrte und erhob sich wobei er einen Blick zu der Greif warf. Sie mußte es doch auch gehört haben. Zumindestens ging er davon aus das das Gehör von Greifen ebenso fein war.

Kurz streckte er sich und schnaufte tief.

"Wir sorrten ros."

Sprach er deutlich wobei er einfach mal überging das Thethys sich über seinen Sprachfehler womöglich amüsieren könnte. Die laute Aussprache lag ihm einfach nicht.

Er trat an die Seite seiner Partnerin und schien wie sie darauf zu warten das Thethys ihnen die Richtung wieß in welcher dieser Bach liegen sollte. Dennoch zuckten seine Ohren immer wieder während er aufmerksam die Umgebung nicht außer Acht ließ.

Eine unliebsame Überraschung am Tag reichte vollkommen aus. Für die nächsten Jahre.




ein paar Monate vorher
Lilliana behagt der Gedanke nicht in dieses Dorf zu gehen von dem Thethys sprach da sie ihr nicht genug vertraute. Stattdessen schlägt sie vor zu dem Bach zu gehen. Kyan nimmt sich nähernde Geräusche war und drängt zum Aufbruch.
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Beitragvon Aleister » Mi 9. Aug 2017, 13:49

„Bei Kyan und mir wird das nicht so sein, niemals!“

In Lillianas Worten schwang eine Bestimmtheit mit, die der Greifin imponierte. Es war gewiss nicht mehr, als...wie nannten die Menschen es...der Idealismus der Jugend? Dennoch.

Vom Bauer aus der tiefsten Provinz bis zum Novizen, der eifrig auf seine Reise losstiefelte, hatten sie alle dieses Bild im Kopf: Der Sidhe und sein Tier, ein Band geschmiedet vom Schicksal selbst, das unzertrennliche Team, das am Tagesende einträchtig dem Sonnenuntergang entgegenritt.
Die Realität aber sah anders aus. Das zwei völlig gegensätzliche Charaktere sich zusammenfanden...nun, auch das kam vor. Die engsten Partner zofften sich mal, und wurde der Streit nicht laut ausgetragen, dann eben in Gedankensprache. Was zugegebenermaßen witzig aussah, wenn Zweibeiner und Tier sich schnaubend gegenseitig in den Boden starrten.
Diese beiden hier waren keine Küken mehr aber auch noch nicht flügge. Eine Zeit, in der der Charakter, Werte und Vorstellungen sich noch formten. Hoffentlich behielt Lilliana Recht. Ihre Freundschaft zu Kyan schien im Moment der einzige Strohhalm zu sein, an den sie sich klammern konnte.

Als Thethys ihr Angebot unterbreitete, sah es für einen Moment aus, als würde die kleine Magierin einschlagen. Bei der Erwähnung einer Unterkunft und einer warmen Mahlzeit leuchteten ihre Augen und ihre Mundwinkel zuckten, als würde sie sich an das Gefühl erinnern, auf etwas Schmackhaftes zu beißen. Wie lange sie schon auf Baumwurzeln kaute, konnte man sich ja ausmalen. Kaninchen häuten und braten tat sie jedenfalls nicht. Oder Kyan war ein schlechter Jäger. Konnte ja sein.

Lilliana erhob sich, strich ihre Kleider glatt und sagte:“Wir nehmen keine...Almosen. Auch wenn du es sicher gut meinst. Und Fragen stellt man in einem Dorf immer.“ Sie lächelte verlegen. "Aber Bach klingt gut, mein Wasser habe ich ja aus Versehen verschüttet."

„In diesem Dorf nicht.“, wollte Thethys erwidern, ließ es aber. Richtig, sie hatte es gut gemeint. Wie sie wollte.

Die beiden misstrauten ihr, doch zumindest Lilliana ging es diplomatisch an. Sie war der Kopf, keine Frage. Kyan stand beratend zur Seite, aber das letzte Wörtchen würde sie haben. Der Suavis würde aufblühen, wann immer er in seine Beschützerrolle schlüpfen konnte. Das klassische Modell, wie die Mentoren witzelten.

Ein Glucksen entkroch der Kehle der Greifin. Sie erinnerte sich daran, wie sie vor Jahrzehnten versucht hatte, dieses Modell umzukehren...und gescheitert war. Die Jahre hatten sie in dieselbe Rolle gedrängt wie den Suavis. Er mochte damit zufrieden sein, sie aber nicht. Vielleicht wäre es an der Zeit, ihre Alphaweibchen-Instinkte wiederzuerwecken.

Kyans Augen ruhten weiterhin auf der Greifin, aber im Hier und Jetzt war er nicht. Die Rädchen in seinem Kopf konnte sie förmlich rattern hören. Ob er Lilliana böse Vermutungen in den Kopf flüsterte?

Sie müssen ausgebildet sein. Mir kann keiner was anderes erzählen.

Aus dem Unterholz weckte ein Knacken Thethys aus ihrem Gedankenbrei, begleitet von Stimmen. „Wir sorrten ros.“, brummte der Suavis mit einem kehligen Akzent, den die Greifin zugegebenermaßen den krächzenden Versuchen ihrer jungen Artgenossen vorzog, und nahm seinen Platz neben Lilliana ein. Es war deutlich, dass beide es eilig hatten.

Warum sind sie so nervös? Wer auch immer das ist, gefährlich werden kann er uns wohl kaum.

Die Entscheidung, ob sie gerade unterschätzt und somit gekränkt worden war, beschloss die Greifin auf später zu verschieben. „Verstehe. Folgt mir.“

Lilliana und Kyan im Schlepptau, führte Thethys die Gruppe über das Feld Richtung Westen, gehüllt in ein Schweigen noch dicker als ihre Rüstung. Sie wusste selbst nicht, was sie sich dabei dachte. Alles, was sie hierzu bewegte war ein Gefühl, ein Gefühl von Verantwortung gegenüber einer kleinen Nackthaut, die sie nicht einmal kannte.



Am Rande des Felds rückten die Bäume zusammen, als hätten sie Angst, jemand könnte sie auseinander reißen. Zweige, Äste und Wurzeln hielten sich an den knorrigen Fingern und machten ein Passieren zu einer komplizierten Sache. Jedenfalls für Thethys. Nicht nur war sie von sperrigem Bau, auch ihre Rüstung bot eine gute Gelegenheit für die schelmischen Kinder des Waldes, sie an allen Ecken und Kanten zu streifen. Seufzend legte sie ihre Flügel an und wagte den ersten Schritt. Sie hatte etwas versprochen.

Es war ein mühsamer Gang für das Himmelstier. Lilliana, so dünn wie die Äste selbst und Kyan, der mit seiner katzenhaften Geschmeidigkeit wie ein Wiesel durch Engstellen schlüpfte wie kein Zweiter, machten sie nervös. Diese launische Katze konnte ihr jederzeit in den Nacken springen. Das half nicht.



Nach einer gefühlten Ewigkeit war der Bach erreicht und begrüßte die Gruppe mit einem lustigen Plätschern. Der Boden hier war weich und bedeckt mit Halmen und duftenden Kräutern. Ein junger Rehbock, der sich gerade am Wasser labte, schreckte bei ihrer Ankunft auf und sprang sofort ins Unterholz. Sie waren allein.

„Bitteschön. Der Bach.“, präsentierte Thethys und ließ Lilliana und Kyan, die den Anblick ihres Rückens satt haben mussten, vorbei. Durst. Ihre Kehle war trocken wie Staub. Das musste vom vielen Reden heute kommen.

Die Greifin versuchte aus dem Dickicht herauszutreten, scheiterte aber schon beim ersten Schritt. Ein Ast hatte sich in ihrem Fürbug verhakt und egal wieviel Kraft sie in ihr Fortschreiten steckte, er ließ nicht nach. Der Stahl drückte unangenehm gegen ihren Brustkorb. Sie musste still bleiben und den Ast entfernen, sonst würde sie sich noch ihre Rüstung herunterreißen. Wie lästig! Knurrend nahm sie das Holz in den Schnabel und probierte, ihn mit ihrer Tatze zu erwischen, aber die Spannung reichte nicht aus, um ihn entzwei zu hauen.

„Man könnte meinen, du hättest von deinem letzten Fehler gelernt.“

Die weibliche Stimmte war dicht hinter ihnen ertönt. Thethys wollte herumdrehen, aber die Frau war schon an ihrer Seite und befreite den Ast.

„Kalinda? Du hier?“ Die gelben Raubvogelaugen wurden groß wie Teller. Auslöser war eine hochgewachsene Frau mittleren Alters, in deren braunem, wettergegerbten Gesicht ein warmes Lächeln saß. Ihre rotbraunen Haare hatte sie zu einem Knoten zurückgebunden und ihr drahtiger Körper war gekleidet in der Tracht einer Waldläuferin. Hier und da waren Kratzer im schlammfarbenen Leder und die Stiefel sahen aus, als hätten sie schon ein paar Meilen hinter sich. Ein Langbogen mit Köcher baumelte an ihrem Rücken herab, so wie eine...Angel?

Ein unverkennbarer Geruch stieg den Gefährten in die Nase. Er kam von einem Netz voller Fische, das um ihr Handgelenk gespannt war.

„Ich brauche mal ein paar Tage Urlaub von Tribuna. Ich war fischen, wie du sehen du kannst, und schon auf dem Rückweg - da habe ich dich trampeln gehört. Ich hatte auf ein Reh gehofft, aber Greif ist auch nicht schlecht.“ Die Frau lachte. Dann bemerkte sie Lilliana und Kyan.

„Oh, du hast Gesellschaft! Sind das...“

„Gerade frisch aus der Ausbildung. Ich...unterweise sie.“, log Thethys und trat mit der Frau an die beiden heran. Im Gegensatz zur Geflügelten machte sie dabei kaum Geräusche. Ihre Auftreten war selbstbewusst und offen - aber definitiv nichtmagisch.

Sie zog die Stirn kraus, nickte Lilliana und Kyan dann aber zu, wobei sich tausend Lachfalten um ihre Augen legten. „Freut mich. Tut mir leid, wenn ich euch erschreckt habe. Es sind komische Leute unterwegs. Ich bin Kalinda, Thethys‘ Ärztin. Und ihr seid?“

Thethys senkte den Blick. Wieso musste sie das jetzt erwähnen? Jetzt sah sie aus wie ein alter Tattergreif.



ein paar Monate vorher
Thethys führt Lilliana und Kyan wie abgemacht zum Bach, um Wasser zu holen. Dabei verhakt sie sich im Gestrüpp, wird aber von einer Frau befreit, die sich als Kalinda vorstellt. Sie und die Greifin scheinen sich zu kennen.

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Beitragvon Lilliana » So 13. Aug 2017, 14:13

Man könnte fast zusehen wie es im Kopf der Greifin zu arbeiten schien, zumindestens hatte Lilliana einen Moment lang den Eindruck, bevor sich Thethys der Aufbruchstimmung anschloß und voran ging.

Wie zu erwarten kam sie nur langsam vorran, fast als wolle der Wald sie vor dem Eindringen abhalten. Lilliana hingegen schlüpfte zwischen den Bäumen hindurch als hätte sie nie etwas Anderes getan.

Für den Moment vergaß sie auch das noch vorhandene Misstrauen gegenüber der Greifin. Sie mochte den Wald, hier fühlte sie sich wohl. Zumindestens wohler als in der Stadt.

Kyan hingegen bildete das Schlußlicht. Nur falls Thethys es wagen sollte ihre Krallen auszufahren. Er schätzte die jugendliche muntere Art seiner Gefährtin , aber manchmal wünschte er sich sie würde etwas mehr Misstrauen haben.

Nicht das er sie für naiv halten würde, dennoch.

Schnaubend hielt er inne als er bemerkte das Lilliana ihren Weg kurz unterbrochen hatte um ein paar Beeren von einem Strauch zu pflücken. WIe man das essen konnte war dem Suavis schleierhaft. Das war nicht mal eine Happen.

Doch dann schienen sie ihr Ziel erreicht zu haben den die Greifin hielt inne und ließ verlauten das sie ihr Ziel erreicht hatten.

Das Mädchen und ihr katzenhafter Begleiter traten an der Greifin vorbei hinaus aus dem Wald. Vor ihnen bot sich ein schöner friedlicher Anblick.
Saftiges Gras und duftende Kräuter bedeckten den Boden und der Bach plätscherte in einer entspannenden Melodie vor sich hin.
Nur ein Rehbock welcher dort am Bache stand fühlte sich aufgeschreckt durch die Gruppe und sprang zurück in den Wald. Wieder war die Gruppe allein.

Lilliana und Kyan traten hinaus dem Bach entgegen als sie Beide abrupt innehielten. Ihre Blicke trafen sich,sie spürten das dort noch jemand, jemand den sie nicht kannten.

Sogleich wanden sie sich um schauten zurück zu Thethys in deren Rüstung sich Äste verfangen haben und ihr ein Vorrankommen unmöglich machten.
Dennoch galt der Blick nicht ihr sondern ging an ihr vorbei.

Im nächsten Moment zeigte sich schon die Person deren Gegenwart sie wahrgenommen hatten.
Eine Frau von geschätzt mittlerem Alter trat aus dem Unterholz und sprach mit Thethys als wären sie zwei gute alte Bekannte während sie der Greifin aus ihren misslichen Lage half.

Das gefiel Lilliana nicht. Hatte Thethys sie womöglich doch hintergangen und in eine Falle gelockt?

Sofort rückte Kyan dichter zu dem Mädchen und stellte sich halb, in beschützerische Manier vor ihr auf.

Kalinda..wie die Fremde offenbar genannt wurde, trug die Kleidung einer einfachen Waldläuferin und um das Handgelenk ein Netz voller Fische.

Das würde ein Festmahl ergeben. Etwas eintönig aber dennoch.

Interessant wurde es aber erst als die Fremde den Suavis und das Mädchen bemerkte, den Thethys erzählte ihr promt das Beide in der Ausbildung wären oder gerade damit fertig.

Lilli runzelte die Stirn. Warum log die Greifin? Andererseits vielleicht könnte man dies zum Vorteil nutzen.

Kyan fauchte leise aber warnend als Thethys mit Kalinda näher trat, wobei die Warnung wohl mehr der Frau als der Greifin galt.

Auch das Mädchen betrachtete sie skeptisch, beschloß aber das Beste aus der Situation zu machen.

"Lilli und mein Freund Kyan."

Stellte sie sich kurz vor und warf dann grübelnd einen kurzen Blick zu Thethys.
War die Greif etwa krank?

"Vielleicht solltet ihr einen Blick auf sie werfen. Sie hat so seltsame starke Gefühlsschwankungen und Ausbrüche. Schlimmer als das Wetter im Frühling."

Äußerte das Mädchen und sah zu Thethys. Kurz konnte man etwas vorwitziges in ihren blauen Augen aufblitzen sehen. Ein kleiner Spaß eindeutig, aber es schien den richtigen Effekt auf die Frau zu haben.

Ihre Aufmerksamkeit wande sich von den Beiden ab und der Greifin zu. So konnte Lilliana, dicht gefolgt von Kyan zum Bach treten und ihre leeren Trinkschläuche wieder füllen.

Kyan hingegen hatte etwas entdeckt was mehr seine Aufmerksamkeit fesselte. Dicht unter der Wasseroberfläche tümmelte sich Leben.
Bisher ging er davon aus das Fische nur in stillen Gewässern lebten aber offenbar war das nicht so.
Mit einem kräftigen Tatzenhieb durchdrang seine Pfote die Wasseroberfläche und schleuderte einen Fisch schwungvoll an Land. Direkt an den Kopf der unschuldigen Greifin.

Kyan sah verdutzt zu Thethys und legte leicht die Ohren an. Auch Lilliana sah einen Moment erschrocken zu ihr, befürchtete sie doch einen erneuten Wutausbruch. Dann konnte sie aber ein kichern nicht mehr zurück halten und gluckste amüsiert.




ein paar Monate vorher
Lilliana und Kyan folgen Thethys zum Bach und finden Gefallen an dem schönen Fleck. Dann bemerken sie da noch jemand Anwesend ist, welche sich als Menschfrau herraus stellt die Thethys offenbar kennt. Nach anfänglichen Misstrauen äußert Lillana einen Scherz und Kyan schmeißt beim fangen von Fischen, ausversehen einen direkt an den Kopf der Greifin.
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Ein Wink des Schicksals oder doch nur Glück?[Aleister,Lilli]

Beitragvon Aleister » Mo 14. Aug 2017, 23:37

Mit einem stillen Flehen in den Augen folgte Thethys jeder Bewegung in Lillianas Mimik, als Kalinda nach ihren Namen fragte. Hatte die kleine ihre Absicht verstanden? Schwer zu sagen. Ihr Blick wanderte mit Argwohn vom Scheitel bis zur Sohle an der großen Frau herab und sie presste die Lippen zusammen, das ein oder andere Wort zurückhaltend.

Kann sie nicht mal was freundlicher gucken? Ich lüge Kalinda doch nicht die Hucke aus Spaß an der Freude voll.

Doch genau darauf würde es hinauslaufen. Kyan hatte ihre Farce so oder so verdorben. Kalinda nahm sein Fauchen nicht persönlich, dafür war sie nicht der Typ, aber sie hatte verstanden und wahrte Abstand. Würde sie Thethys darauf ansprechen, musste die Greifin sich schon wieder etwas einfallen lassen...!

Schwer erziehbarer Fall. Das klingt gut. Wär ja nichtmal so ‘ne Lüge.


Nicht, dass sie der Waldläuferin nicht traute. Von den Menschen die sie persönlich kennengelernt hatte, war sie eine der ehrlichen und aufrichtigen Sorte. Selbst, wenn sie ihr gesteckt hätte, dass Lilliana und Kyan entflohene Gefangene der Zar‘Dras wären, denen sie aus irgendeinem wahnwitzigen Grund helfen musste - auch dann hätte sie sich erstmal mit ihr hingesetzt und gefragt, was los sei.

Aber hier ging es nicht um sie oder Kalinda. Die beiden waren aus gutem Grund wie Landstreicher in den Feldern und Wäldern unterwegs und mieden Siedlungen. Vielleicht suchte sie jemand. Oder sie suchten jemanden. Oder wollten einfach nicht gefunden werden. Was es auch war, je weniger Misstrauen sie in den Leuten weckten, denen sie begegneten, desto weniger Geschwätz würde sich über sie verbreiten. So einfach war das.


"Lilli und mein Freund Kyan."

Klang nett und höflich. Ging doch!

Danke.

Thethys seufzte in sich hinein. Dafür vergab sie Lilliana sogar ihre unverhohlene Neugier, die darauf folgte.

Die Weißgefiederte plusterte stolz ihr Kleid auf. Es glänzte silbrig im Licht der Sonne und mit sanftem Rascheln wedelte eine Brise es durcheinander, als hätte es auf diesen Moment nur gewartet. Nichts zu sehen von Narben oder Krankheiten. Sie war gesünder und robuster denn je.

"Vielleicht solltet ihr einen Blick auf sie werfen. Sie hat so seltsame starke Gefühlsschwankungen und Ausbrüche. Schlimmer als das Wetter im Frühling.", haute die Rothaarige plötzlich heraus, ein schelmisches Grinsen im Gesicht, das gleich an Farbe gewann.

Thethys öffnete ihren Schnabel, aber kein Laut kam heraus. Sie konnte einfach nur glotzen, so verdutzt war sie.

WIE war das!? Gefühlsschwankungen und Ausbrüche!? So ein kleines, freches...!

Kalinda hob eine Augenbraue und drehte sich zu Thethys. „Ach, ist das so?“

Oh, nein. Die Greifin kannte diesen Blick. Dieses Zwinkern in den Augen, halb amüsiert, halb mitleidig. Der, den Frauen sich zuwarfen, wenn sie wussten, was die jeweils andere gerade durchmachte. Wenn die Zeit im Monat gekommen war.

Nein, nein, nein, du liegst völlig falsch!

Am liebsten wollte sie sich mit ihrer Pfote an den Kopf fassen, aber die Geste war ihr dann doch zu menschlich. Stattdessen schüttelte Thethys energisch den Kopf, als würde sie versuchen nicht nur Kalindas Blick, sondern auch noch den Gedanken abzuschütteln.

„Nein.“

„War nur ‘ne Vermutung.“, säuselte Kalinda und wandte sich wieder Lilliana zu. Die aber hatte den Moment genutzt um zu verschwinden und mit Kyan den Bach in Augenschein zu nehmen. Gut, sollte sie ruhig ihre Vorräte auffüllen und er mit den Fischen spielen. So konnte die Waldläuferin sie zumindest nichts fragen. Und sie musste nicht lügen.

Eine kurze Zeit lang beobachteten beide das Treiben der jungen „Sidhe“.

„Sag mal, Thethys...“, setzte Kalinda an. Ihr Blick glitt suchend über Büsche und Bäume. „Wenn du sie unterweist, kann Aleister ja nicht weit sein. Sammelt er wieder Kräuter? Ich würde gerne mit ihm reden.“

Na, toll. Die Greifin sog scharf die Luft ein und stammelte:“Der, ähm, ist krank.“ „Krank...? Was hat er denn?“ „Fieber und Husten und...so. Ganz böse. Liegt den ganzen Tag rum und lässt mich auf der Arbeit sitzen.“

Verdammt, daran hatte ich nicht gedacht.

Kalinda runzelte die Stirn. Ob sie Thethys das abkaufte? „Aha.“
Mit belustigter Miene zuckte die Frau die Schultern. „Also trifft es selbst die Halbmenschen. Ich hab ihm ja immer gesagt, irgendwann fängt es an. Einseitige Ernährung ist halt nicht gut. Man braucht auch Fleisch zwischen die Zähne.“

„Ganz deiner Meinung! Wie läuft es denn sonst so?“ Plumper konnte ein Themenwechsel nicht sein, aber das war ihr egal. Es wurde schon ganz warm unter der Rüstung.

Kalinda kam nicht mehr zum Antworten, denn in dem Moment flog frontal ein Fisch an Thethys‘ Kopf. Klatschend landete sein Körper auf dem Stahl und hinterließ beim Herunterrutschen eine glitschige Spur, gespickt mit Fleischbröckchen.

Die Greifin wirbelte herum und brauchte auch nicht lange, um den Übeltäter zu identifizieren. Mit angelegten Ohren stand er da und taxierte sie, jede Muskelfaser angespannt. Sie holte tief Luft, die würde sie für ihre Zeter brauchen, aber dann...

Lachen. Mit heiterem Glucksen kicherte Lilliana, die sie bisher nur mit ernstem oder traurigen Gesicht kannte, vor sich hin. Hätte sie garnicht tun müssen. Es stand ihr viel besser und die Spannung zwischen dem Suavis und der Greifin entschärfte sich direkt. Kalinda stieg mit ein und warf den Kopf zurück, bis ihr Gelächter durch den ganzen Forst schallte. Ein meckerndes Vogelpärchen schoss an ihr vorbei.

Am liebsten hätte Thethys sie alle angeschrieen, aber der Knoten in ihrer Brust löste sich auf. War weg. Einfach so.

Jetzt rieche ich nicht nur nach Fisch, ich werde auch noch ausgelacht. Aber gut. Bin ich mal nicht so.

„Jetzt schau nicht so grimmig.“ „Tu ich nicht.“ Rasch korrigierte Thethys ihren Blick und wenn Lilliana und Kyan sich nicht täuschten, war in ihren Augen ein versöhnliches Zwinkern. Kalinda kniete sich hin und hob den Fisch auf. „Habt ihr was dagegen, wenn ich den nehme?“, fragte sie die zwei. „Ich wollte diese Fische eigentlich einlegen, aber da ich euch heute hoffentlich meine Gäste nennen darf, können wir jeden weiteren gebrauchen. Meine Hütte ist recht nah.“

Thethys suchte Augenkontakt mit Lilliana und nickte ihr zu. Jetzt war es an der kleinen Magierin, ob sie ihr vertrauen schenken wollte oder nicht. „Gerne. Ich habe Hunger. Oder wollt ihr unbedingt weiter?“




ein paar Monate vorher
Während Lilliana und Kyan am Bach zugange sind, unterhält Thethys sich mit Kalinda und flunkerte sie, so gut sie kann, an. Als Kyan ihr versehentlich den Fisch an den Kopf schleudert, verflüchtigt ihr Ärger sich ungewöhnlich schnell, als sie Lilliana lachen sieht. Kalinda bietet der Gruppe an, sich in der Nähe in ihrer Hütte auszuruhen. Die Greifin macht dem Mädchen verständlich, dass man ihr trauen kann, überlässt ihr und Kyan aber die Wahl.

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Beitragvon Lilliana » Di 15. Aug 2017, 19:23

Kyan fixierte die Greifin. Eigentlich war es gar keine Absicht gewesen, aber wenn dieses Federvieh es darauf anlegte...

Aber soweit kam es gar nicht. Ein amüsiertes kichern durchbrach die für einen Moment angespannte Stille. Der Suavis entspannte sich wieder und sah zufrieden aber irritiert zu Lilliana, nur um seinen Blick dann gleich zu Kalinda wandern zu lassen, welche in das Lachen eingestimmt war.

Irritiert sah er zu Thethys aber diese war schon wieder entspannt. Er schnaubte kurz als Reaktion und folgte mit den Augen dem Fisch, welchen sich die Waldläuferin griff um ihn zu den Anderen zu packen, und gleichzeitig eine Einladung zum Essen aussprach.


~" Auf keinen Fall."~

Er wande sich Lilliana zu , welche einen Moment zu überlegen schien und dann den Blick ihres vierbeinigen Partners erwiederte.

~" Warum nicht? Deine Jagd war erfolglos, ich würde gern mal wieder richtig satt sein, und du hast bestimmt auch wieder ...oder noch Hunger."~

Der Suavis schnaubte mürrisch.

~" Du warst in Gefahr da mußte ich abbrechen. Und wer weiß ob wir diesem Zweibeiner und dem Federvieh trauen können."~

Lilli seufzte.

~" Dieses "Federvieh" hat für uns gelogen. Außerdem mußt du bei Kräften sein wenn du mich beschützen willst."~

Das Mädchen wande sich erneut Kalinda zu. Die Diskussion war damit für sie erledigt was Kyan ohne ein weiteres Wort hinahm. Zu dickköpfig war seine Partnerin. Nun er zwar auch, aber er mußte einsehen das sie Recht hatte, also schwieg er.

"Seid ihr sicher das euer Fisch dafür ausreicht? Kyan frisst eine Menge und Thethys kann sicher auch einiges verdrücken."

Sich selbst überging die Rothaarige einfach. Dann überkam sie aber eine Idee. Ihre Augen blitzen vergnügt auf und sie wande sich dem Bach zu, ohne eine Antwort von Kalinda abzuwarten.

Flink streifte sie die Stiefel von ihren Füßen , krempelte die Hosenbeine hoch und trat in den Wach bis es ihre Waden umspielte. Hin und wieder kitzelte es , wenn ein Fisch die nackten Beine streifte.

So im Wasser stehend konnte man noch deutlicher erkennen das es wirklich viele waren. Lilliana hatten das in einem Bach noch nie gesehen. Aber vielleicht war Paarungszeit, oder hier gab es reichlich Nahrung. Oder sie waren auf Wanderung. Sowas sollte es ja geben.

Tief durchatmend schloß Lilli ihre Augen und erinnerte sich an das was ihr Onkel sie gelehrt hatte.
Obwohl es schon Monate her war seit sie den letzten Unterricht hatte, hatte sie doch fleißig geübt um ihr Können und Wissen zu vertiefen, zu verfeinern und zu verbessern.

Langsam blendete sie alles um sich herum aus, bis ein tiefes Gefühl der Entspannung sie durchströmte. Ihre Konzentration lag nur auf ihr und dem Wasser zu ihren Füßen.

Am Ufer erhob sich Kyan und tapste etwas zur Seite. Im Gegensatz zu den beiden Anderen wußte er genau was jetzt kommt.

Langsam begann das Wasser um dem Mädchen sich wie die seichten Wellen des Meeres zu bewegen, dann streckte sie ihre Hand aus und hielt sie einen Moment über der Wasseroberfläche bevor sie auch die Zweite dazu nahm.

Ihre beiden Hände langsam, wie zwei Schalenhälfte zueinander führend hob sich das Wasser dazwischen, erst langsam dann deutlicher.
In einer abruppten Bewegung hob sie beide Arme nach oben bis fast über ihren Kopf, als wolle sie etwas über ihre Schultern werfen.

Eine riesige Wasserfontäne, in der Form einer unförmigen dicken Kugel schoß aus dem Wasser über die rothaarige Magierin hinweg und zerplatzte im Gras des Ufers.
EInzig etwa drei Dutzend Fische zappelten nun hilflos im Gras. Auf dem ersten Blick schien es ungefähr soviel zu sein wie Kalinda in ihrem Netz trug.

Kyan wirkte entspannt und sah stolz zu Lilliana welche blass aber mit zufrieden glänzenden Augen ans Ufer trat. Mit leeren Magen war es anstrengend Magie zu wirken, aber dennoch war sie zufrieden.

Geschmeidig lief der Suavis zu seiner Partnerin um ihr Halt zu geben falls sie welchen brauchte. Das es anstrengend für sie war, war ihr anzusehen.

"Ich schätze jetzt sollte es reichen."

Ließ sie verlauten während sie sich die Stiefel wieder anzog und die Hosenbeine zurecht zog ehe sie sich neben Kyan setzte um sich einen Moment auszuruhen.




ein paar Monate vorher
Lilliana führt eine Disskussion mit Kyan über die Einladung von Kalinda ehe sie dieser zusagen. Lilli entscheidet sich etwas dazu beizusteuern und sorgt dann Magie für reichlich Fischnachschub auch wenn sie, durch ihren leeren Magen, erhöhte Anstrengung unterschätzt hat , dies aber versucht nicht zu zeigen.

Spieler: Lilliana mit Kyan, Thethys
NPCs: Kalinda
~"Gedankensprache zwischen Partnern"~
"Gedankensprache Kyan"
"Laute Aussprache Lilliana und Kyan"
Gedanken Lilli

Lilliana

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Ein Wink des Schicksals oder doch nur Glück?[Aleister,Lilli]

Beitragvon Aleister » Sa 19. Aug 2017, 16:13

"Seid Ihr sicher. dass Euer Fisch dafür ausreicht? Kyan frisst eine Menge und Thethys kann sicher auch einiges verdrücken."

„Ich habe auch noch Fleischvorräte...“ Kalinda schaffte es nicht mehr, ihren Satz zu Ende zu bringen. Schon hatte Lilliana sich herumgedreht und ihre Aufmerksamkeit wieder auf das kühle Naß gerichtet.

Was soll das denn heißen, einiges verdrücken? Thethys schaute an sich herunter. Sie war doch nicht fett! Ein bisschen fluffig vielleicht, aber das lag an ihrem üppigen Federkleid. Und das war nun mal nicht auf das hiesige Sommerwetter ausgelegt, sondern den eisigen Norden. „Das sind alles Muskeln.“, murrte sie und erntete ein Grinsen von Kalinda.
„Mach dir keine Gedanken. Ich erkenne einen fetten Greif, wenn ich ihn sehe. Du hättest schon längst was gehört...Ich frage mich, was sie vorhat.“

Thethys hatte das Funkeln in den großen Mädchenaugen nicht übersehen. Die Kleine hatte einen Plan, so eilig, wie sie sich ihrer Stiefel entledigt und in den Bach geklettert war. Kaum berührte ihr Fuß das Wasser, wollte Kalinda sich in Bewegung setzen, doch Thethys schob einen ihrer breiten Flügel vor die Frau. „Nicht. Warte.“ „Sie will doch nicht mit bloßen Händen...?“ Sie bekam keine Antwort. Das würden sie schon sehen.


Ein paar Sekunden rührte sich niemand. Bis Kyan, der seiner Partnerin sonst nicht von der Seite wich, ein paar Meter zwischen sie brachte. Keine Miene rührte sich im Gesicht des Raubtiers. Wusste er, was sie vorhatte?

Die Luft um Lilliana begann zu vibrieren, zu summen wie ein Bienenschwarm., mehr und mehr mit jedem Moment, der verstrich. Thethys und der Suavis konnten die Veränderung in ihrer Aura spüren, Kalinda aber stand da, die Arme verschränkt, und verlagerte ihr Gewicht von einem Fuß auf den nächsten. Es musste in ihr brennen, zu fragen, was da vor sich ging.

„Oh!“, rief sie dann. Das Wasser um die Beine der Rothaarigen begann, sanfte Wellen zu schlagen.

Lilliana reckte ihren Arm aus, erst einen, dann den anderen, und formte mit ihnen Figuren, die der Rest der Gruppe hinter ihrem Rücken nur mutmaßen konnte. Thethys hatte eine Ahnung. Sie hatte schon öfter Magier gesehen, die sich mithilfe von teils ausschweifender Gestik ihrer Kräfte bedienten. Ob das wohl beim flüssigen Element Standard war? Oder Magie auf Stützrädern? Immerhin war sie jung.

Verdammt, ich habe wirklich nicht viel Ahnung von sowas.

Lilliana schleuderte plötzlich ihren Arm über den Kopf, und mit ihm eine Sphäre aus Wasser, die auf der Wiese zerschellte und gut drei Dutzend Fische befreite. Hilflos nach Luft schnappend und mit peitschenden Schwanzflossen hüpften die armen Kreaturen durcheinander. „Ich kann verstehen, warum ihr euch ihrer angenommen habt. Dafür habe ich länger gebraucht. Sowas mit eigenen Augen zu sehen...Wahnsinn!“, lobte Kalinda und nickte Lilliana, die sich ans Ufer schleppte, anerkennend zu. Rasch hing sie ihr Fischnetz an eine Verhakung an Thethys Rüstung und eilte mit einem zweiten zu den Fischen. „Immer wieder gerne.“, schmollte die Greifin, ihr beim Sammeln zusehend. „Beeil dich, die Viecher stinken.“

„Danke, das wird helfen. Du hast wirklich Talent.“, ignorierte Kalinda der Greifin Jammerei und hockte sich vor Lilliana, die sich zum Ausruhen an Kyan gelehnt hatte. „Ist alles in Ordnung? Du siehst etwas blass aus.“

„Wir sollten los.“, schaltete Thethys sich dazwischen. „Und keine Magie mehr, bis du nicht etwas gegessen hast. Dennoch - gut gemacht, Lilli.“ So, das sollte genug Theater sein.

„Sagt Bescheid, wenn es wieder geht. Der Weg ist zum Glück nicht so weit.“ Kalinda erhob sich und spazierte zurück zu Thethys, der sie unter Protest das zweite Netz auch noch anhing.

---

Den Bach hinter sich lassend, marschierte die Gruppe bald weiter nach Westen. Kalinda führte an, Thethys war neben ihr und Lilliana und Kyan bildeten das Schlusslicht. Das Gehölz wurde spärlicher und die Büsche niedriger, sodass ein Durchqueren sich selbst für die Greifin einfach gestaltete. Breite, rotgoldene Sonnenstrahlen drangen durch das Blätterdach und das Zirpen und Zurren der Insekten setzte langsam ein.

Eine Zeit lang sagte niemand etwas. Thethys war nicht unglücklich darüber, hatte sie doch befürchtet, von ihrer Ärztin noch weiter durchlöchert zu werden. Das Kalinda das nicht tat, konnte nur eines bedeuten. Sie ahnte, dass etwas an Thethys‘ Geschichte faul war, hatte aber genug Anstand, nicht zu fragen. Dafür war sie ihr dankbar. Sie hatte ja schließlich nicht aus Selbstsucht gelogen.

„Thethys.“, wisperte Kalinda. „Hmmm...?“ „Ich muss dir noch was sagen. Der Grund, warum ich mich hierhin zurückgezogen habe.“ „Du wolltest deine Ruhe.“ „Ja. Aber nicht nur vor Tribuna. Auch vor...jemandem.“ „Jemandem?“

Thethys schaute kurz zu Lilli und Kyan zurück, die auf ihr Tuscheln nicht aufmerksam geworden zu sein schienen.

„Wer? Warum flüstern wir?“ „Ich will die Kleine nicht beunruhigen. Sie sieht etwas angeschlagen aus.“ Da musste die Greifin ihr Recht geben.

„Er war einer meiner Schüler. Ganz nett, aber ein komischer Kauz. Ich habe ihn Jahre nicht gesehen. Dann plötzlich kommt er vor ein paar Wochen nach Tribuna und fängt an, mir Avancen zu machen. Hab‘ ihm gesagt, ich habe kein Interesse...aber das hat er nicht so wirklich verstanden.“

Thethys konnte sich ein Glucksen nicht verkneifen und schielte zur Waldläuferin. Doch in ihrer Miene war keine Heiterkeit. Die Stirn in Runzeln gelegt, stapfte sie voran.

„Das ist ‘ne ernste Sache. Es mag lächerlich klingen, aber seitdem lässt er mich nicht in Ruhe. Verfolgt mich auf Schritt und Tritt, versucht es immer wieder. Schenkt mir Blumen. Steht vor meiner Haustür. Ich hatte echt das Gefühl, ich werde wahnsinnig. Und denkst du, auch nur irgendeinen der tollen Wachmänner hat das interessiert? Die haben nur gelacht.“

„Meinst du...?“

„Nur für den Fall, dass er hier auftaucht. Ich hätte nichts dagegen, wenn du ihm einen ordentlichen Schreck einjagst.“

„Der wird so schnell nicht wiederkommen. Versprochen.“


„Wir sind da.“, bemerkte die Waldläuferin zwei Minuten später laut und blieb stehen.

Vor den Vieren schmiegte Kalindas Jagdhütte sich schüchtern zwischen ein Paar Haselnuss- und Blaubeersträucher. Moos und ein paar Ranken hatten sich bereits in das Holz gebettet, aber der Verschlag mit solidem Steinfundament würde schwierigem Wetter ohne Probleme standhalten - und das Wichtigste: Er war groß genug, um für alle Platz zu bieten. Aus dem Dach ragte ein Kamin. Heute Abend würden Sie es nicht kalt haben!

„Es ist nichts besonderes und aufgeräumt habe ich auch nicht, aber... fühlt euch wie Zuhause. Wie sieht es aus, magst du mir mit den Fischen helfen? Ich zeige dir, wie man sie ausweidet und zubereitet. Oder magst du dich lieber ausruhen?“, fragte Kalinda Lilliana. „Was den Herren Suavis angeht: Da gilt natürlich dasselbe. Ich habe noch etwas Fleisch da, wenn du möchtest. Erst gestern einen Keiler erlegt.“



ein paar Monate vorher
Kalinda zeigt sich beeindruckt von Lillianas Fähigkeiten. Thethys glaubt, dass sie weiß, dass an ihrer Geschichte etwas nicht stimmt, aber die Frau lässt sich nichts anmerken. Auf dem Weg zur Hütte beichtet sie der Greifin ihre Probleme mit einem „hartnäckigen Verehrer“ und dort angekommen fragt sie Lilliana, ob sie ihr beim Zubereiten helfen will.

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Ein Wink des Schicksals oder doch nur Glück?[Aleister,Lilli]

Beitragvon Lilliana » Mo 21. Aug 2017, 04:24

Lilliana nickt leicht auf das Lob von Kalinda, und beobachtete sie wie diese die Fische zusammen sammelte, während sie sich an Kyan lehnte.

Dann kam sie zu ihnen hinüber worauf der Suavis die Ohren anlegte aber es dabei beließ und die Waldläuferin nur scharf im Blick behielt während diese nachfragte ob bei seiner jungen Partnerin alles in Ordnung wäre , was diese mit einem knappen Nicken bejahte.

Doch viel Zeit blieb ihnen nicht den schon schalte Thethys dazwischen und drängte zur Eile bevor sie Lilliana noch zurecht wieß aber auch lobte was ihr ein Grinsen entlockte.

So recht wußte Lilli nicht ob sie sich darüber freuen oder die Rolle welche die Greifin versuchte zu spielen belächeln sollte, aber darüber konnte sie sich auch später noch Gedanken machen.

Kyan richtete sich auf und half seiner Partnerin auf seinen breiten kräftigen Rücken. Lilliana fühlte sich noch etwas wackelig auf den Beinen, so war ihr diese Hilfe sehr willkommen.

Nicht das sie noch nie auf ihm geritten wäre, das machten sie durchaus öfters mal. Und bei ihrer Größe und dem Leichtgewicht was sie war, war es für einen so großen und kräftigen Suavis wie Kyan kein sonderliches Problem sie zu tragen.

So lief Kyan langsam hinter Kalindra und Thethys hinterher und diese die ganze Zeit beobachtete. Am Anfang gab es nicht sonderlich viel zu sehen, aber dann fingen sie an zu tuscheln.

Erneut wurde das Misstrauen in dem Suavis geschürt vor allem nachdem Thethys kurz zu ihnen hinter sah.

~" Die hecken irgendwas aus, ich sag dir das ist eine Falle. Besser wir verschwinden."~

Lilliana blieb ihm eine Antwort schuldig, den schon tauchte vor ihnen zwischen Sträuchern ein Haus, mehr eine Hütte auf, welche offenbar das Zuhause der Waldläuferin war, welches diese auch sogleich bestätigte.

Kyan wollte gerade schon spotten das die Greifin wohl draußen bleiben müßte. Überraschender Weise bot die von außen so klein wirkende Hütte, für Alle genug Platz.

Lilli rutschte von Kyans Rücken und ließ den Blick interessiert schweifen, ehe sie erneut von ihrer Gastgeberin angesprochen wurde.

Selbst an Kyan schien sie zu denken und bot ihm Fleisch an, was er mit einem eher verächtlich klingenden Schnauben kommentiere bevor er den Blick seiner kleinen Partnerin auffing welcher kurz mahnend und bittend zugleich für einen Moment auf ihm ruhte.

" Freisch nehme ich gern, Danke"

sprach er das erste Mal direkt zu Kalinda und suchte sich dann eine Ecke aus welcher er Alle gut im Blick hatte.
Nicht nur das Federvieh sondern auch diese Waldläuferin welche mit Lilliana sich an den Fischen zu schaffen machten.

Entgegend der scheinbaren Erwartungen, wußte Lilliana genau was sie tat. Geschickt schnitt sie die Fische am Bauch auf und entnahm ihnen die Eingeweide.
Sicher sie war niemand der sowas ständig machte, aber oft genug um zu wissen wie es geht allemal.

Als sie die Fische ausgenommen hatten, säuberte sie sich die Hände und sah dann zu Thethys hinüber.

"Warum tust du das? "

Ihr Blick ruhte ruhig auf der Greifin und auch Kyan hob seinen Kopf und sah hinüber, während Kalinda nichts mitzubekommen schien. Wie auch, konnte sie ihr Gespräch ja nicht hören.




ein paar Monate vorher
Lilli weiß nicht so recht was sie von Thethys Verhalten und Lob halten soll. Hilft Kalinda mit den Fischen und fragt Thethys dann direkt. Kyan versucht Lilli zuliebe höfflich zu sein ist aber noch immer misstrauisch.
Lilliana mit Kyan , Thethys
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"Gedankensprache Kyan"
"Laute Aussprache Lilliana und Kyan"
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