Ein Wink des Schicksals oder doch nur Glück?[Aleister,Lilli]

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Ein Wink des Schicksals oder doch nur Glück?[Aleister,Lilli]

Beitragvon Aleister » Sa 9. Sep 2017, 07:36

Die Greifin hatte sich in die hintere, rechte Ecke der Hütte verkrochen. Dort hatte sie alles und jeden im Blick. Die Tierfelle, die an der Stelle ausgebreitet worden waren, konnten gerade mal der Hälfte des massigen Weibchens als Unterlage dienen und selbst das in Ferne glotzende, an der Wand hängende Hirschhaupt über ihr wirkte wie das Köpfchen eines Rehs gegen den gehörnten Raubvogelschädel.

„Warum tust du das?“

Klar, Lilliana war neugierig. Wer wäre das an ihrer Stelle nicht gewesen? Immerhin kam es nicht alle Tage vor, dass plötzlich eine einsame Sidhe-Greifin am Himmel erschien und einem Fremden einfach so ohne Gegenleistung - oder Hintergedanken - half. Selbst, oder besser gesagt, vor allen Dingen die Sidhe, die sich ihrer Tugendhaftigkeit und Hilfsbereitschaft wegen rühmten, gingen selten nach verrichteter Tat ohne ein paar Münzen. Warum also gerade sie?

Sie bekam ihre Antwort nicht gleich. Eine Zeit lang füllte nur das rhythmische Schaben von Kalindas Messer und das Rütteln des Windes, der sich aufgebracht gegen die Holzbretter der Hütte warf, den Raum.
Gelbe Augen funkelten sie aus der Schwärze der stählernen Visieren heraus an, als würden sie versuchen, im Gesicht des Mädchens etwas zu lesen. Dann wurden sie wieder von der Dunkelheit verschluckt.

Es sah aus, als würde Thethys kommentarlos im Schlaf versinken, aber dann antwortete sie: „Kein bestimmter Grund. Ich bin nicht wie ihr Menschen. Ich denke nicht wie ihr. Da wo ich herkomme, spielen wir keine kleinen Spielchen und lügen oder hecken böse Dinge aus. Wenn wir sehen, dass ein Küken aus seinem Nest gefallen ist, fragen wir uns nicht, hinter welchem Felsen seine Mutter lauert.
Ich kenne euch Menschen jetzt schon eine Weile. Aber warum ihr euch gegenseitig diese...Dinge antut, verstehe ich bis heute nicht. Du hast Hilfe gebraucht. Ich habe geholfen. Und vielleicht brauche ich irgendwann mal deine Hilfe und du wirst mir helfen. Oder wir sehen uns nie wieder.“


Thethys gähnte herzhaft und streckte ihre Vorderpfoten aus, bevor sie ihren Kopf darauf bettete. Das „Gespräch“ schien damit beendet.
Man konnte sich schon fragen, ob ihre Stahlhaut hier und da nicht piekste, aber sie sah nicht aus, als würde sie dies stören. Und dann fügte sie hinzu:„Morgen ziehe ich weiter. Bis dahin habt ihr es hier sicher. Weder ich noch Kalinda werden euch was tun und ich hoffe, das beruht auf Gegenseitigkeit.“

Die Greifin gluckste. Ob das als Scherz gemeint war oder der Gedanke sie bloß amüsierte, war schwer zu sagen.

Kalinda jedenfalls reagierte auf das Geräusch und sagte:“Ich wecke dich schon, wenn wir fertig sind.“

Ein Blick auf den Tisch vor ihr verriet, dass die Frau mittlerweile fachmännisch die gesamten Fische ausgeweidet, entschuppt und gewaschen hatte und längst dabei war, die Tiere in mundgerechte Stücke zu portionieren. Der Blutgeruch war penetranter denn je. Zum Glück würden sie sie bald zubereiten können.

„Ist nur für uns. Ich denke, Thethys wird sie am Stück wollen.“, erklärte sie und deutete auf eine Tür ein, zwei Meter neben dem Schlafplatz der Greifin. „Schau ruhig mal dort rein, ich habe dort Fleisch abgehangen. Ich weiß nicht, was dein Partner so mag, das wirst du am besten wissen. Sag Bescheid, falls du Hilfe brauchst. Ich mache jetzt hier schnell weiter, bevor wir alle verhungern.“

Mit einem Zwinkern griff sie wieder nach ihrem Messer und setzte an, wo sie aufgehört hatte.

Thethys derweil schien eingeschlafen zu sein. Ein leises Atmen ertönte mit jedem Heben und Senken ihres Brustkorbs und nur ihr buschiger Schweif oder die für eine Greifin fast niedlichen, kleinen Ohren zuckten hier und da. Wovon die Himmelsstürmer wohl so träumten?
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Beitragvon Lilliana » Sa 9. Sep 2017, 16:58

Thethys lies sich offenbar Zeit, den auf eine Antwort wartete das Mädchen irgendwie vergebens.
Dennoch blieb sie ruhig, Ungeduld brachtet meist nichts.

Sie beendete die Säuberung ihrer Hände und setzte sich an die Seite ihres Partners, der Blick ruhte dabei noch immer geduldig abwartend auf der Greifin.
Als deren Augen aber sich schloßen kamen ihr die ersten Zweifel.
Würde sie gar nicht antworten? Oder hatte sie die Frage überhört. Wer weiß wie alt sie war, vielleicht war ihr Gehör schlecht. Aber das würde keinen Sinn machen, den die Frage hatte keinen Ton gebraucht um von Thethys vernommen zu werden.

Doch ehe sich Lilliana noch weiter den Kopf zerbrechen konnte durchschnitt die Stimme Thethys die Stille.
Schweigend lauschte sie den Worten und verblieb auch dann noch schweigend als sie längst verklungen waren.

Aus dieser Sicht hatte sie das Ganze noch nie betrachtet. Wie auch. Die wenigstens Tierpartner welche sie gekannt hatte , hätten vermutlich anders reagiert. Und selbst im Orden hatte man immer etwas als Gegenleistung erwartet.
NUr ihren Onkel hatte sie ab und an mal etwas ablehnen sehen wenn er eher armen Leuten geholfen hat. ABer selbst das waren Ausnahmen gewesen.

Der Blick aus ihren blauen AUgen huschte zu ihrem Partner, welcher neben ihr lag und nach den Worten der Greifin irgendwie entspannter gewurden war und so etwas wie ein leises Schnurren von sich gegeben hatte als wollte er so seine Zustimmung äußeren.

Ja auch Kyan hatte nie irgendeine Leistung von ihr erwartet und sie auch nie von ihm. Es war selbstverständlich das sie einander halfen und dennoch war Lilliana das nie so bewußt gewesen. Andererseits waren sie Partner.
Zwar hatten sie auch schon mal Anderen geholfen ohne das sie dafür was verlangt hatten, aber diese Moment waren selten gewesen.
Die Beiden hielten sich dafür einfach zu sehr von Anderen fern. Soweit das möglich war.
So eng wie sie im Moment mit Thethys und Kalinda hockten, hatten sie noch nie jemand an sich heran gelassen. Nicht wenn es sich vermeiden ließ zumindestens.

Der Blick des Mädchens huschte durch den Raum und verblieb einen Moment an ihrer Gastgeberin und dem Tisch hängen. Ob Kalinda auch so tickte wie Thethys?

Sie kam nicht dazu den Gedanken weiter auszuführen den Kalinda schien ihren Blick gespürt zu haben zumindestens begann sie zu erklären warum die Fische kleinschnitt.

Nicht das es nötig gewesen wäre. Ihre Zähne waren gesund und kräftig. Wann das letzte Mal jemand so ein Essen zubereitet hatte? Vermutlich als sie noch klein war, noch vor dem Brand.

Das Essen im Orden war gut gewesen, keine Frage. Aber so mit Liebe und Wärme zubereitet? Kalinda tat nichts besonderes aber für das Mädchen welches schon so lange ohne Familie , ohne Zuhause war, war es schon etwas Besonders.

Sie nickte auf die Worte Kalindas und verblieb aber noch einen Moment in ihren Gedanken bevor sie sich erhob und den Raum durchquerte, vorbei an der schlafenden Greifin öffnete sie die besagte Tür und warf einen Blick hinein.

Die Kammer sah gut gefüllt auis, nicht überfüllt aber gut gefüllt. Zumindestens in ihren Augen. Nach langem Zögern griff sie sich das zweitgrößte Stück , was schon fast etwas zu schwer für das zierliche Mädchen war.

Sie stolperte aus dem Raum, das Fleischstück fest umklammert und kicherte leise ehe sie sich einen Weg zurück zu Kyan bahnte und das Fleichstück vor ihm fallen ließ.

Zufrieden schüttelte sie ihre Arme aus, Sie war eindeutig nicht für schwere Arbeiten gemacht, und sicher Kalinda hätte ihr vermutlich geholfen wenn man nett darum gebeten hätte. Aber das wollte Lilliana nicht. Sonst hatten sie auch Niemand der ihnen half und irgendwie fühlte sie sich auch etwas gedrängt dazu, immer wieder unter Beweis zu stellen das sie und Kyan schon zurecht kamen.

Während der Suavis das Fleisch beschnupperte, ging seine junge Partnerin den Weg wieder zurück um die Tür zu schließen. Anschließen fiel ihr Blick auf die schlafende Greifin und sie trat etwas näher.
Vorsichtig glitten ihre Finger ganz sachte über die Federn, dort wo die Rüstung diese nicht verbarg.
Es stimmt wirklich Greifen hatten wunderschöne Federn.

" Du solltest ihr besser keine ausreißen."

Erklang es aus der Ecke von Kyan. Die Rothaarige sah zu ihm und warf ihm empört einen beleidigten Blick zu.

" Allein das du mir das zutraust ist schon beleidigend. Zufällig weiß ich genau wie eitel Greifen sind, nur du bist schlimmer manchmal. Und auch so würde ich das nicht tun. Und das weißt du ganz genau."

Der Suavis legte die Ohren an. WIe Recht sie doch hatte. Er sah gern gepflegt aus und sorgte auch regelmäßig dafür. Und er sollte sie auch wirklich besser kennen. Diese Warnung war unnötig gewesen. Aber er war nun mal auch nicht fehlerfrei.

Lilli wande sich wieder dem Federkleid der Greifin zu. Irgendwie fand sie es faszinierend. Diese Tiere waren so riesig. Sicher Kyan war auch sehr groß für seine Art. Aber Greife konnten fliegen.
EIn Gedanke welcher sie schon immer fasziniert hatte, wenn sie es sich eingestand.

Stille kehrte in den Raum ein. Kyan hatte den Kopf auf seine Pfoten gebettet und beobachtet Lilliana aufmerksam aber entspannt. Nur das klackern von Kalindas Messer durchdrang immer wieder die Stille.




EIn paar Monate vorher
Thethys Worte überraschen Lilliana und stimmen sie nachdenklich. Sie holt Kyan etwas Fleisch und bleibt an den Federn der Greifin hängen über welche sie streicht während ihre Gedanken abschweifen.
Auch Kyan ist entspannter gewurdne rührt aber das Fleisch noch nicht an, als würde er darauf warten das ALle essen haben.
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Ein Wink des Schicksals oder doch nur Glück?[Aleister,Lilli]

Beitragvon Aleister » Mo 18. Sep 2017, 09:00

„Faszinierende Geschöpfe, diese Greifen, nicht wahr?“
Kyan war nicht der Einzige gewesen, der bemerkt hatte, dass Lilliana neugierig mit ihren Fingerspitzen im Federkleid der schlafenden Greifin wühlte.

Kalinda hatte sich zum Kamin geschlichen und ein Feuer entfacht. Dicht neben ihm briet nun ihr und Lillianas Fisch, eingelegt in eine Eisenform, und sein Duft füllte nach und nach das Zimmer. Nicht nur der vom zarten Fleisch, sondern auch von Kräutern und Gewürzen, die die Waldläuferin in den Sud mit beigemengt hatte und man wusste - bald war es Zeit, Essen zu fassen!
„Ich muss ungefähr so alt wie du gewesen sein, als ich meinen ersten sah. Ich weiß noch, wie beeindruckt ich gewesen war, von seiner Größe, den breiten Schwingen, den eleganten Bewegungen. Von da an wusste ich, ich wollte etwas machen, wo ich mit Greifen zu tun habe. Zur Sidhe hat es leider nicht gereicht - im Gegensatz zu dir habe ich keinerlei magisches Talent. Aber jeder kann auf seine Art den Leuten helfen. Oder in meinem Fall eher, diesen stolzen Tieren.“
Ihr Blick verlor sich in den prasselnden Flammen, bevor er zu Thethys wanderte.

Die Schlafende, da liegend wie ein Stein, zuckte hier und da zusammen. Was immer sie träumte, es musste ein wildes Geschehen sein.

„Sie hat viel durchgemacht. Sie mag ein wenig rau sein, aber mit ihr und Aleister hat es euch gut getroffen, denke ich. Ich kenne weitaus launischere Exemplare mit Partnern, deren Gemüt denen ihrer Tiere in nichts nachsteht.“
Kalinda zwinkerte, doch die Aufmunterung ihrer Worte spiegelte sich in ihren Augen nicht wieder. Wie als ob sie sich dessen bewusst wurde, wandte sie sich wieder ihrem Tisch zu und begann gewissenhaft, die darauf entstandenen Sauereien zu säubern.

„Magst du schonmal den Tisch decken? Im Schrank an der Wand sind Schüsseln und Besteck. Ich schneide uns noch etwas Brot.“


Thethys erwachte. Sie musste blinzeln, so sehr stach das Licht in ihren Augen. Gerade hatte sie noch geglaubt, Kalinda reden zu hören, und eine Hand war da gewesen, eine kleine Hand, die schüchtern durch ihre Federn gefahren war.
Doch dies war nicht die Hütte, dies war nicht einmal der Wald. Dies war...sie kannte diesen Ort.

„Die Berge...bin ich Zuhause?“

Wie war das möglich? Sie waren alle da. Der endlose Himmel mit seinem blassen Gestirn, der Schnee und auch die steilen Felswände, die zu ihren Seiten in die Höhe schossen wie Arme, zur Begrüßung nach ihr ausgestreckt. Hier war sie sie selbst, hier war sie frei. Bäume und Menschensiedlungen nur winzige Punkte im Schatten der Klippen.
Von überall her ertönten die Rufe der stolzen Berggreife, prallten ab von Stock und Stein, verfingen sich in Thethys´ Federn und flogen wieder davon. Bekannte Stimmen, aber auch junge Stimmen. Richtig, es war Nistzeit! Und Nistzeit war Jagdzeit. Sie musste alle zusammentrommeln. Weit konnten sie nicht sein.

Ich muss los.

„Was glaubst du, was du da tust, Thethys?“

Die Greifin hatte sich vom Erdboden abstoßen wollen, als eine ihr nur zu vertraute Stimme von hinten herangeglitten kam und sie erkalten ließ. Sie wirbelte herum.
Über ihr war niemand Geringeres als Aleister. Ein dicker Mantel aus weißen Federn umhüllte ihn wie ein Kokon und sein wehendes, silbernes Haar hob sich kaum ab von dem schneebedeckten Felsen, auf dem er stand. Ohne irgendeine Gefühlsregung im Gesicht schaute er auf sie hinab.
„Was tust du da?“
„Ich...“

Die Küken bellten durcheinander. Wie ein Pfeilhagel regneten ihre Stimmen auf Thethys hinab, durchbohrten ihr das Trommelfell. Es war nicht zum Aushalten!
„Sie verhungern, wenn ich nicht gehe. Ich muss das tun.“
Aleister schmunzelte und schüttelte den Kopf.
„Du irrst dich. Du kannst nichts mehr für sie tun. Du hast dich vor Jahren von ihnen abgewandt, um eine der unseren zu werden. Hast du das vergessen?“
„Aber...“
„Wenn du jetzt gehst, stirbt das Mädchen.“
„Mädchen? Wovon redest du?“

Seine Stimme war nur ein Flüstern inmitten der Schreie, aber Thethys verstand jedes Wort so deutlich, als wäre sie gleich neben ihr:“Du weißt, von wem ich rede. Schau genauer hin.“
Sie schaute genauer hin. Und daraufhin gaben ihre Beine fast nach und sie wäre zusammengebrochen, hätte nicht ein letzter Rest von Willensstärke in ihren Gliedern sie davor bewahrt.

Da war er. So lange hatte sie nach ihm gesucht.
Wie einer der unzähligen Gipfel thronte die Bestie auf dem Plateau, seine Haut bedeckt mit Speeren aus Eis, in denen sich das Licht der Sonne brach. Dieselben, leuchtend blauen Augen, die auch schon sie so hungernd angestarrt hatten. Es hätte nur zwei, drei Flügelschläge gebraucht, um zu ihm zu kommen. Aber Thethys konnte nicht, nicht als sie sah, was er in seiner Gewalt hatte.
Ein Mädchen mit unverwechselbar feuerrotem Haar hing kopfüber zwischen seinen Klauen und krümmte sich in Pein. Ihre Lippen waren blau und zitterten, als würde mit jedem weiteren Atemzug die Wärme des Lebens aus ihr weichen bis sie eine seiner Eisskulpturen wurde.

„Hilf mir!“
„Ich habe es dir schon hundert Mal gesagt. Nicht, bevor wir ausreichend vorbereitet sind.“
„Sie wird sterben!“
„Oh, ja. Das wird sie. Hättest du dich nur um deine Angelegenheiten gekümmert, Thethys. Dann ständen die Dinge jetzt nicht so, wie sie sind.“
Thethys knurrte. Jede Faser ihres Körpers schrie danach, ihren Partner zum Schweigen zu bringen. Sei es mit einem gut gezielten Schlag oder einem Hieb ihrer Klinge.
„Dann fahr zur Hölle!“, donnerte sie und stürzte sich auf den Weißen Drachen.
Es waren ja nur ein paar Meter. Doch jeder dieser Meter wurde zur Meile, egal wie sehr sie ihre Muskeln antrieb, und die Bestie? Sie grinste bloß, vier Reihen scharfer Zähne entblößend und führte das Mädchen näher zu seinem Maul.

„Argh!“

Thethys erbebte und mit ihr das Hirschgeweih an der Wand über ihr. Vor ihr war kein Drache, keine erfrorene Lilliana, kein Falkengebirge. Dafür aber ein verdutztes, braunes Gesicht und eine Hand, die ihr einen Fisch unter ihre Nase hielt.
„Ich dachte eigentlich, damit könnte ich dich sanft wecken. Stinkt er wirklich so doll?“, fragte Kalinda.
Die Weißgefiederte brauchte ein paar Sekunden bevor sie verstand. Ihr Blick huschte durch das Zimmer, suchte Eckel und Winkel ab. Lilliana war da, Kyan war da, Kalinda auch. Alles gut. Eigentlich.
Aber die Wut fraß sich immer noch durch ihre Adern. Wann, wann würden sie endlich dieses Monster erledigen? Sie wartete jetzt schon unzählige Jahre und nichts!

„Ich bin doch kein Hund!“, bellte Thethys. Kalindas Augen wurden nur noch größer. „Na, entschuldige. Muss ja ein toller Traum gewesen sein, wenn du dich so aufregst.“
Sie stellte eine bauchige Schüssel mit den dicksten Fischen vor die Greifin und stand auf. „Guten Appetit.“
Dann setzte sie sich an den Tisch, wo Lilliana schon wartete und eröffnete offiziell für alle das Abendmahl.
„Wisst ihr schon, wohin es geht? Ich könnte noch eine Karte entbehren, wenn ihr wollt.“, erwähnte sie beiläufig und legte sich den Bratfisch auf einen Kanten Brot zurecht.

Thethys ließ keinen aus den Augen. Sie verfolgte das Gesagte, mischte sich aber nicht ein. Zu sehr waren ihre Gedanken besessen von dem, was sie gerade erlebt hatte. Selbst der Fisch reizte sie nicht mehr und sie schlang einen nach dem anderen lustlos hinunter, bis die verdammte Schale endlich leer war.
Warum Lilliana? Warum hatte sie sie gesehen und nicht Nyx, ihre Schwester? Ungleicher konnten die zwei sich ja wohl nicht sein. Und der Drache...sie hatte kaum noch an ihn gedacht in den letzten Monaten. War es das? Sollte sie ihn vergessen? Schnaubend fuhr sie ihre Krallen aus.

Das kann der Gute sich abschminken. Ich werde nie...vergessen. Genug mit der Warterei! Gleich morgen fliege ich zurück und geige ihm mal so richtig die Meinung!

ein paar Monate vorher
Das Abendbrot liegt in den letzten Vorbereitungen, als Thethys einen Alptraum durchlebt. Das Gesehene weckt ihre lang vergrabenen Rachegelüste und stimmt sie nachdenklich, warum auch Lilliana in ihrem Traum auftauchte. Hat sie das Mädchen in der kurzen Zeit etwa schon lieber gewonnen, als sie sich eingesteht? Wütend und verwirrt, aber fest entschlossen, an ihrem urpsrünglichen Ziel festzuhalten, beschließt sie, am morgigen Tag ihren Urlaub zu unterbrechen und in den Hohen Forst zurückzukehren.

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Ein Wink des Schicksals oder doch nur Glück?[Aleister,Lilli]

Beitragvon Lilliana » Mo 18. Sep 2017, 15:45

Lilliana zuckte zusammen und sah zu Kalinda. Das diese näher gekommen war hatte das Mädchen gar nicht bemerkt.
Sie nickte nur leicht und sah der Waldläuferin zu wie diese den Fisch briet. Der Geruch brachte ihren Magen zum rumoren.
Viel war da auch nicht rein gekommen heute. Das letzte Mal mußte am Morgen gewesen sein, das halbharte Brot.

Schweigend lauschte sie den Worten dann wanderte auch ihr Blick wieder zu Thethys.

"Ja, ich habe auch immer neidisch zu Jenen geschaut die einen Greif als Partner hatten. Schöne stolze Wesen und sie konnten fliegen..."

Ihre Gedanken schweiften kurz ab. Hätte sie einen Greif als Partner wäre sie schon weit weg. Hier gab es nichts was sie hielt. Aber Kyan hatte nun mal keine Flügel.
Sie blinzelte und lächelt dann kurz zu ihrem Partner hinüber.

"Und dann traf ich Kyan, und es gab keinen besseren Partner."

Wieder erklang Kalindas Stimme und lenkte den Blick der Rothaarigen erneut auf die schlafende Greifin.
Fast als wolle sie die unruhig Träumende beruhigen strich sie ein paar Mal sanft über das Federkleid.

" Da ist sie nicht die Einzige...."

Erwiederte Lilliana gedankenverloren auf die Erwähnung das Thethys viel durchgemacht hatte.
Erst die Aufforderung den Tisch zu decken riss sie wieder heraus und sie machte sich sogleich daran.

Lang war es her seit sie das, das letzte Mal gemacht hatte, aber es ging ihr von der Hand als wäre es erst Gestern gewesen.

Das Mädchen zuckte zusammen als die Greifin so abrupt aus dem Schlaf schreckte.
Kyan war zugleich auf den Pfoten, als müßte er seiner Partnerin zu Hilfe eilen,beruhigte sich aber wieder, als er merkte das dieses Federvieh, wie er Thethys bezeichnete, wohl nur aus dem Schlaf geschreckt war.

Stattdessen wande er sich dem Fleisch zu was noch vor ihm lag während auch Alle Anderen zu Essen begannen.

Lilliana hatte Hunger und am liebsten hätte sie alle Tischmanieren vergessen und sich einfach nur über das Essen hergemacht.
Aber nein, sie besann sich brav auf ihr Benehmen und aß langsam und manierlich.

Und es schmeckte einfach himmlisch. Zumindestens im Vergleich zu dem was sie sonst zu Essen bekam. Jeden einzelnen Bissen genoss sie obwohl ihr Magen gierte.

Es war gut das sie langsam aß, um so gesättigter fühlte sie sich danach.
Mit einem zufriedenen Ausdruck auf dem Gesicht lehnte sich Lilliana zurück. Wohlige sättigende Wärme durchströmte sie und für einen Moment schienen alle Sorgen der Welt vergessen.

Bis ihr Blick auf Thethys fiel. Irgendwas machte der Greifin zu schaffen, dessen war sich die Rothaarige sicher. Dennoch fragte sie nicht nach. Schon gar nicht als sie sah das diese die Krallen ausgefahren hatte.

Stattdessen erhob sie sich als Alle fertig waren und ging zu Kyan, welcher sich nach seiner Mahlzeit, von welcher er nicht mal ein Krümel übrig gelassen hatte, sich näher am Kamin gemütlich gemacht hatte.

Das Mädchen setzte sich neben ihn und kuschelte sich an das weiche Fell. Es war so schön warm, und sie so satt.
Einen Moment der Pause dann würde sie Kalinda beim sauber machen und aufräumen helfen. Nur ein Moment....

Ehe Sie sich versah war sie eingeschlafen. Kyan schnaufte leise, sein Blick lag liebevoll auf seiner kleinen Partnerin und er rollte sich ein wenig zusammen um sie schützend und wärmend zu umfassen.
Obwohl es warm genug in der Hütte war.
Auch seine Augen zogen sich halb schläfrig etwas zusammen und ruhten dennoch wachsam auf den anderen Beiden.




ein paar Monate vorher
Lilli macht sich Gedanken und Sorgen um Thethys wagt es aber nicht nachzuforschen. Nach dem Essen will sie Kalinda noch beim aufräumen helfen, wird dann aber vom Schlaf übermannt. Kyan kümmert sich liebevoll um sie und wacht über ihren Schlaf während er selbst müde wird.

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Ein Wink des Schicksals oder doch nur Glück?[Aleister,Lilli]

Beitragvon Aleister » Do 21. Sep 2017, 15:07

„Lilliana, wenn ihr wollt könnt ihr schon...“
Kalinda brachte ihren Satz nicht zu Ende. Da lag sie schon neben dem Kamin, die Nase im Fell ihres Partners vergraben. Der große Kater selbst hatte sich um Lilliana zusammengerollt wie eine lebende Pelzdecke. Die Raubtieraugen zu Schlitzen verengt, musste Kalinda genauer hinschauen um zu erkennen, dass er längst nicht so verschlafen war, wie er aussah.
„...schlafen gehen.“ Ein Lächeln huschte über ihre Lippen. Sie hätte Thethys‘ kleiner Freundin schon lieber ein Lager hergerichtet. Aber im Angesicht der Strapazen, die sie durchgemacht haben mussten, wäre es zweifellos das größere Verbrechen, sie zu wecken.

Thethys derweil hockte wie eine Sphinx auf ihrer Decke und starrte Kalinda an, bis die Frau ihren Blick erwiderte. „Wieder beruhigt?“, fragte diese, weit weniger versöhnlich, als geplant.
„Ich bin die Ruhe selbst.“
Die Greifin hatte ihre Krallen wieder eingefahren und ihr empörtes Schnauben, das die Gruppe über ihr Mahl über akustisch begleitet hatte, war einem flachen Atmen gewichen. Ihr Blick ging glatt durch die Ärztin hindurch, als würde sie mit einer Kopie von ihr sprechen, die irgendwo in der Zimmerecke stand. Sie blinzelte nicht einmal, die Augen nur zwei gelbe, kreisrunde Teller. Kalinda schauderte.
„Morgen ziehen wir weiter. Danke für deine Gastfreundlichkeit und Hilfe.“
„Kein Ding...habe ich gerne gemacht, Thethys.“
Die gepanzerte Greifin nickte kurz und bettete sich.

Kalinda war die Letzte, die wach blieb. Mucksmäuschenstill machte sie sich daran, etwas Ordnung in ihre Hütte zu bringen, bevor auch sie sich aufs Ohr haute. Geschirr und Besteck wurden gewaschen und weggeräumt und lediglich ein paar Krümel auf dem Tisch erinnerten daran, dass hier vor einer Stunde noch eine Gruppe, wie sie illustrer nicht hätte sein können, gespeist hatte.
Die Schatten des Kaminfeuers tanzten wie schrumpfende Finger an den Wänden und gaben dann und wann ein belustigtes Knacken von sich. Sonst war es ruhig.

Als sie fertig warm ließ Kalinda einen letzten Blick über die Gruppe schweifen. Jeder von ihnen, selbst Kyan, trugen ein heiteres, ja, fast seliges, Seufzen im Gesicht. Zufrieden streifte sie ihre Weste ab und warf sie über einen Schemel, bevor sie ins Nebenzimmer verschwand. Das karge Bett war eigentlich für Lilliana vorgesehen gewesen, aber das würde sie nun ja nicht mehr brauchen.

„Was für ein Tag.“ Ein Recken, ein Gähnen, und sie sank in die Kissen.

Mit leisem Rascheln schob Genric Haardvar die Letzten einer Reihe von hartnäckigen Sträuchern auseinander und trat ins Freie. Genric war ein Kerl wie ein Baum. Kein großer, kräftiger Baum, sondern eher wie einer der spröden Holzgebeine, die von irgendeiner Krankheit dahingerafft wurden. Seine bäuerliche Kleidung hing an ihm herunter wie der Kartoffelsack einer alternden Vogelscheuche und unter der speckigen Mütze ragten, wie willkürlich dort hin platziert, Strähnen rotblonden Haars. Die dünne Nase wurde flankiert von einem Paar wässriger Augen, die nervös über die Lichtung huschten, und glänzte im Schein der Fackel, die er in seiner Rechten hielt.
Genric zischte. Einer der Äste streifte seine Wange und verpasste ihm einen fiesen Schnitt. Das war bereits das zweite Mal heute Abend und er hasste diesen vermaledeiten Wald. Eine halbe Stunde quälte er sich hier jetzt schon herum.
Im nächsten Moment verstummte sein Zischen und er musste kichern. Da war sie ja.

Wie eine scheue Wassernymphe stand sie da und aalte sich im fahlen Mondschein. Eine wirklich nette, reizende Jagdhütte. Sogar mit Moosdeckchen, die die nackten Holzbretter hier und da verzierten. Das Innere war bestimmt nicht weniger niedlich. Fast zu schade, um sie zu zerstören. Aber so war das eben auf der Welt, Dinge wurden gebaut und wieder abgerissen. Und irgendwann würde hier vielleicht eine neue Hütte stehen. Sobald die Stimmen aus den Dörfern über die Geschehnisse, die sich heute Nacht hier zutragen würden, verstummten.

Mit der Dunkelheit als Mantel trat der Mann selbstsicher an die östliche Wand des Gebäudes heran und spähte durch eines der Fenster ins Innere. Viel konnte er nicht erkennen. Das Feuer im Kamin war schwach und hustete nur noch hier und da auf. Aber ein Schemen darum verriet ihm, dass da drinnen jemand war. Er hoffte, dass sie es war. Sie musste es einfach sein, eingewickelt in ihre Decke vorm Kamin. Niemand sonst lebte hier.
Genric fletschte die Zähne und sog pfeifend die kühle Nachtluft hindurch. Das hatte diese miese Schlampe davon. Es war dumm genug von Kalinda zu glauben, sie könnte einfach wegrennen. Für diese Dummheit würde sie heute bezahlen.

Genric angelte einen kleinen, quadratischen Flachmann aus seiner Weste und drehte den Verschluss ab, den er dann über den Daumen ins Gras springen ließ. Er schnupperte an der Öffnung. Der Flachmann verströmte immer noch den Geruch von Alkohol. Und das, obwohl er ihn vor einer guten Stunde ausgetrunken, gewaschen und mit diesem „Wunder-Öl“ gefüttert hatte, das ihm ein zwielichtiger Kerl in Tribuna verkauft hatte. Ein „gefährliches, fieses Zeug“, hatte der gewarnt. Angeblich von irgendeinem Typ im Hohen Forst, der etwas von Feuer verstand.
Genric verstand überhaupt nichts. Er hatte keinen blassen Schimmer, ob er viel oder wenig nehmen sollte. Er hatte keine Ahnung, warum sie ihn verschmähte, nachdem er ihr so den Hof gemacht hatte. Aber was er noch weniger hatte, waren Zeit und Geduld.

Schulterzuckend umkreiste er die Hütte und sprenkelte das Zeug an die Fassade, bis er das Gefühl hatte, auch wirklich keine Stelle ausgelassen zu haben. Dann betrachtete er sie ein paar Sekunden lang. Sein Gesicht verzerrte sich zu einer Grimasse, die Grimasse des Zweifels, des Für und Wider.
Er trat zurück, einen Schritt, zwei Schritte, drei Schritte...und hob den rechten Arm. Die Flamme der Fackel hüpfte auf und ab. Genric zitterte. Und es lag nicht daran, dass ihm kalt war. Er hatte so etwas noch nie gemacht. Doch jetzt war es zu spät.
Mit einer unbeholfenen Bewegung schleuderte Genric seine Fackel gegen die hölzerne Front. Fast die ganze Seite ging sofort in Flammen auf. Schwerfällig stoben Rauchwolken in die Höhe, während ihre schnellen Schwestern, die Feuerzungen, schon jede Ecke und jeden Winkel der Hütte leckten.

Der Anblick der brennenden Hütte hielt Genric in ihrem Bann, bis in seinem eigenen Kopf das Feuer herrschte. Eine Mischung aus Angst, Ekel und Macht überkam ihn. Es war überwältigend. Erst als er das Gefühl hatte, seine starrenden Augäpfel würden zu kochen anfangen, schnappte er japsend nach Luft und drehte sich um.
Und dann rannte Genric Haardvar ohne einen letzten Blick, so schnell ihn seine Beine trugen.




ein paar Monate vorher
Während die Gruppe schläft, erledigt Kalinda noch ein paar letzte Aufräumarbeiten. Alle sind im tiefen Schlaf, als ein Mann, Genric Haardvar, sich an die Hütte schleicht. Betrunken und verletzt, steckt er das Gebäude mithilfe eines verstärkenden Öls in Brand und flieht dann, die Schlafenden eines sicher wirkenden Todes aussetzend.

Spieler: Lilliana mit Kyan, Thethys
NPC: Kalinda, Genric Haardvar (auf der Flucht)
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Beitragvon Lilliana » Do 21. Sep 2017, 18:54

Aufmerksam verfolgten die verengten Augen des Suavis noch eine Weile die Waldläuferin, bevor er beschloß das er beruhigt schlafen konnte und seine Augen schloß.


Ruhiger friedlicher Schlaf übermannte ihn und die wohlige Hitze des Feuers ummantelte ihn wie ein schützendes Rudel.
Plötzlich vernahm er ein Geräusch. Es war ein leises Geräusch aber nicht leise genug für ihn.

Seine Ohren zuckten und er lauschte aufmerksam. doch eindeutig da waren Schritte. Abrupt öffnete er die Augen und erhob sich vorsichtig um seine Partnerin nicht zu wecken.

Unruhig sah er sich um, doch in der Hütte schienen Alle zu schlafen. Gerade wollte er es Einbildung abtun als erneut ein leises nicht eindeutiges Geräusch zu ihm drang, gefolgt von einem scharfen Geruch der durch die Ritzen in das Haus drang.

Jetzt wurde es Kyan zu Bunt. Der kräftige Suavis stürzte auf die Tür, die zum Glück gleich nachgab und sah sich draußen wild um.
Plötzlich ein Schatten, der sich schnell vom Haus wegbewegte. Kyan knurrte wütend und stürzte ihm nach.


Ein sanft lächelndes Gesicht beugte sich über sie, eine zarte warme Hand strich kurz liebevoll über ihre Wange, sprache DInge zu ihr welche sie nicht verstand aber der Klang der Stimme war wunderschön.
Dann entfernte sich die rothaarige Frau und ging einem Mann entgegen welcher herrein trat und küsste ihn liebevoll.
Den Kuss erwiedernd trat er dann zu ihr , hob sie hoch und wirbelte sie lachend einmal im Kreis während er sie scherzhaft Prinzessin nannte.
Dann setzte er sie wieder auf dem Teppich ab, neben ihrer Stoffpuppe welche sie herzte und leise gluckste.

Sie fühlte sich so glücklich.

Dann wurde alles so heiß, so unerträglich drückend heiß. Eine Frau schie ihren Namen doch sie konnte Niemand sehen.



Keuchend schreckte Lilliana hoch und weitete die Augen, Überall war Feuer, und diese Hitze drückte auf ihr.
Panik machte sich breit..

Ein panischer angsterfüllter Schrei eines Mädchen gellte durch die Nacht.

Abrupt blieb der Suavis stehen und sah zurück. Die Hütte stand in Flammen.

Lilli!

Er spürte ihre Angst und teilte sie sogleich. Kyan kehrte ohne zu Zögern um. Er mußte sie retten und zwar sofort.. Vergessen war der Schatten dessen Geruch so stark war das er sicher war ihn bald eingeholt zu haben. Doch seine Partnerin war wichtiger.

Ein Teil des Daches knarrte bedrohlich ehe es in sich zusammen stürzte. Erneut vernahm er den Schrei des Mädchens.

Knurrend stürzte er sich in das brennende Haus. Der Rauch stach in seiner Nase und er spürte wie sein Fell Feuer fing.
Doch dann endlich erblickte er den Umriss ihrer Gestalt.

Ohne zu zögern packte er das nächste Beste was er ergriff und zerrte sie hinaus nur um sie sogleich jaulend los zu lassen und sich im kühlen Gras zu wälzen.

Er hatte sich das Fell etwas angesenkt und der Rauch stach in seiner Nase.

Erst jetzt frage er sich wo Kalinda und Thethys waren. Sind sie entkommen ohne das er es bemerkt hatte. Waren sie noch im Feuer.

Unruhig tigerte er hinter Lilliana auf und ab. Sollte er hinein oder nicht? Aber der Rauch trübte seine Sinne, wie sollte er sie in den Flammen finden.

Das rothaarige Mädchen hingegen bekam gar nichts mit. Wimmernd mit vor Angst weit aufgerissenen Augen starrte sie in die Flammen. Ihr Gesicht und die Kleidung waren schwarz vor Ruß, und ihre Hand leicht verbrannt.

Nichts ernsthaftes und doch wirkte sie total schockiert als wäre sie gerade inmitten ihres allergrößten schlimmsten Alptraum gefallen.




ein paar Monate vorher.
Kyan wird durch ein paar leise Geräusche geweckt welchen er dann nachgeht. Draußen bemerkt er den flüchtenden Genric und verfolgt ihn. Wird dann vom Schrei Lillianas aufgehalten und stürzt sich todesmutig in die Flammen um sie zu retten. Lilliana steht vollkommen unter Schock da es ist als würde sie verbunden mit dem Traum den Tod ihrer Eltern nochmal erleben.
Kyan macht sich Sorgen um Thethys und Kalinda, wagt es aber nicht nochmal hinein.

Spieler: Lilliana mit Kyan, Thethys
NPC: Kalinda, Genric Haardvar ( auf der Flucht)
~"Gedankensprache zwischen Partnern"~
"Gedankensprache Kyan"
"Laute Aussprache Lilliana und Kyan"
Gedanken Lilli

Lilliana

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Registriert: So 18. Jun 2017, 19:20

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