Strasse zwischen Callin und Dralun

Westlich vom Dramaru: von Callin bis Süderbucht

Strasse zwischen Callin und Dralun

Beitragvon NPC » Mo 28. Aug 2017, 13:21

-Laurelia und Rufus-

Der Mond hing tief in den Wolken und so sah man nur ab und zu, wenn sich eine kleine Lücke bildete, ein wenig die geschwollene Wange und das blutunterlaufende Auge aufblitzen.
Missmutig hielt die Besitzerin des Veilchens die Zügel in der Hand, während aus dem klappernden Wagen hinter ihr ein zufriedenes Schnarchen ertönte.
Rufus hatte mal wieder zugeschlagen. Nicht das sie es nicht verdient hätte, sie hatte einfach nicht aufgepasst und anstatt des hochnäsigen Jungen irgendein Landstreicher getroffen.
Sie wischte sich mit dem Handrücken über die Nase und zuckte wegen der Schmerzen zusammen.
Klar hatte sie es verdient. Aber trotzdem brodelte es in ihr. Rufus hatte versprochen nur ein paar Haare zu nehmen. Von dem Blut war nie die Rede.
Es war fast schon ein Glück, das sie nicht den SIdhe getroffen hat. Wer weiß wieviel dann noch von dem edlen Tier übrig geblieben währe.
In Ihren Gedanken sah sie viele Gläser mit irgendwelchen Brocken, Pulvern oder Krümeln. Auch eingelegte Eingeweide und Körperteile.
SIe schüttelte sich wenn sie an dem Keller dachte.
Dort war er das letzte mal handgreiflich geworden, nachdem sie sich weigerte den Inhalt eines Glases herauszunehmen und abzuwiegen. Was es war wusste sie nicht mehr. Nur war die Flüssigkeit dunkelbraun und es roch wiederlich.
Wieder schniefte sie ihre Nase hoch.
Wenn die beiden sie finden würden...
Ihre Gedanken bauten wahre Traumschlösser Während langsam ihre Augen zufielen, träumte sie wie sie auf dem Hyppogreifen hoch in der Luft ritt und ihren Kopf an seine Weiche Federn drückte.
Der Ochse trottelte langsam weiter...


18. Kiriat des Nachts

Laurelia und Rufus sind auf dem Weg nach Dralun.

NPC

Benutzeravatar
 
Beiträge: 169
Registriert: Sa 5. Jan 2013, 18:51

Strasse zwischen Callin und Dralun

Beitragvon Bernhard » Di 19. Sep 2017, 10:36

[Bernie kommt von hier]

Endlich raus aus dem Dorf und weit weg von dem demolierten Gasthaus. Die dämlichen Blagen hatten ihn noch eine Weile aufgehalten. Konnten die nicht bei der Feldarbeit helfen, oder was auch immer Kinder in dem Alter sonst so taten? Naja, am Ende war Bernie sie losgeworden und auch nicht von der Wirtin entdeckt worden, die ihm bei der nächsten Begegnung wahrscheinlich das Fell gerben würde.

Während er der staubigen Straße nach Osten folgte, hielt er Ausschau nach seinem Pferdevogel. Er war eigentlich davon ausgegangen, dass der Vogel jagen wollte, stattdessen hatte der aber einen Spaziergang durchs Dorf gemacht. Was auch immer. Vielleicht war er in ein Haus eingebrochen und hatte einer Familie das Essen von Tisch gestohlen. Ein Grund mehr zu verschwinden bevor sich jemand beschwerte.

Nach einer Weile trappelte ihm der Vogel entgegen und hielt dabei einen... Stock (?) im Schnabel. Bernie stutzte und als Taran näher kam, wurden seine Augen so riesig dass sie ihm beinah aus dem Kopf fielen. Verdammt noch mal, das war ein SCHWERT! Was zur Hölle hatte das zu bedeuten?! Stumm und sprachlos konnte Bernie nur blöd schauen, als Taran bei ihm ankam und ihm das Ding so erwartungsvoll hinhielt wie ein Hund ein Stöckchen. „Äh....“ Verdammt, wo hat er das denn geklaut? Bernie war komplett überfahren. Er starrte auf das Schwert, dann in Tarans Augen und dann wieder auf das Schwert.

~ "Ein Geschenk von mir für dich." ~

„Äh was?“ Bernie konnte nicht so wirklich begreifen was er hörte. Ein Geschenk? Wen hatte der Vogel umgebracht um das hier zu stehlen? Etwas Blut klebte noch am Schnabel und an den Federn, doch Bernie konnte natürlich nicht wissen das es von einem Reh stammte. Es kam auf die naheliegendere, aber ungleich schlimmere Erklärung. Natürlich hatte sich Bernie ein Schwert gewünscht, aber dafür jemanden umzubringen?
„Wo genau hast du das her?“ fragte er skeptisch. Noch wagte er nicht es entgegenzunehmen und er merkte, dass er nervös wurde. Es war aber die schlechte Art von Nervosität, die die jemanden überkam wenn er feststellte, dass er ganz gewaltig Mist gebaut hatte. Ein gewisses Unwohlsein bildete sich in seiner Magengrube und seine Hände wurden schwitzig. Ihm wich sogar ein klein bisschen Farbe aus dem Gesicht.

Hatte der Vogel jemanden verletzt? Oder noch schlimmer, umgebracht?!
War Bernie dadurch jetzt ein Schwerverbrecher geworden?



19. Kiriat, Vormittag
Verlässt mit Taran das Dorf und begutachtet das Schwert. Denkt, dass Taran es irgendwo mit Gewalt erbeutet hat und wird nervös.
Bernhard, Taran
Meine Charaktere: Reika, Bernhard

Bernhard

 
Beiträge: 37
Registriert: So 15. Jan 2017, 06:26

Strasse zwischen Callin und Dralun

Beitragvon Taran » Di 19. Sep 2017, 16:19

Warum nahm er den das Schwert nicht? Der Hippogreif war irritiert. Er hatte damit gerechnet das Bernhard sich freut. Vielleicht nicht gerade Luftsprünge macht, aber wenigstens durch ein Grinsen, Lachen oder wenigstens ein Lächeln seiner Freude Ausdruck verleiht.

Stattdessem starrte der Junge ihn nur begriffsstuzig an, wurde dann Skeptisch und irgendwie bleicher. Und er roch stärker nach Schweiß. Also Menschen waren schon seltsam.

Erst als Bernhard ihn in diesem Zustand fragte woher er das Schwert hatte dämmerte es Taran langsam.
Warum gingen diese Zweibeiner eigentlich immer davon aus das Alle um einen herum gewalttätig waren?


~ " Am Dorfrand war ein Mann der hatte das Schwert. Ich habe es mir genommen aber ich glaube er hat es überlebt."~


Bernhard wurde gleich viel blasser, zumindestens kam es Taran so vor und er schnaufte beleidigt und schlug einen weniger ironischeren Ton an.

~" Sag mal was denkst du den von mir? Ich bin doch keine Bestie!"~


Ein beleidigter Ton schwang im Klang der Worte und der Blick aus den Augen des Hippogreif wirkten gekränkt.


~" Ich habe es von dem Schmied, habe ein Reh dagegen eingetauscht was ich gejagdt habe."~

Erzählte er ihm dann wahrheitsgemäß aber beleidigt, nun nein eigentlich mehr enttäuscht und beleidigt das Bernhard ihm wirklich so etwas blutrünstiges zutrauen würde.

Er ließ das Schwert vor Bernhards Füße fallen, wobei es leicht aus der Schwertscheide rutschte und wande sich von seinem Parter ab. Natürlich kannten sie sich noch nicht so lange, aber hatte er gegenüber Bernie je gezeigt das er irgendwie kaltblütig war?
NUn sicher konnte er zur Bestie werden, aber nicht wegen so einem wertlosen Eisending.

~" Sowas kommt dabei heraus, wenn man versucht jemandem eine Freude zu machen."~

Murrte er während er langsam den Weg entlang ging, weg vom Dorf. Ja der Hippogreif war verletzt. Und es war sicherlich nicht die beste Idee ein stolzes Tier zu kränken.
Im Schlimmsten Fall war es das Letzte was man tat. Sicher dachte Taran nicht daran Bernhard anzugreifen, er war nicht wütend, eher gekränkt und traurig das der Junge ihm offenbar nicht annähernd genug vertraute und das er ihm so eine Tat zutraute.

Außerdem war so die ganze Überraschung dahin. Dabei hatte er Bernie nur aufmuntern wollen. Er wollte den Jungen lachen sehen, glücklich sehen.

Menschen waren eindeutig anstrengend.




19. Kiriat, Vormittag
Taran ist bestürzt das Bernhard sich nicht gleich freut. dann beleidigt das Bernie ihm so eine Gewalttat zutraut wegen einem, für den Hippogreif, wertlosen Eisending. Er klärt die Situation auf und kehrt dann Verletzt und gekränkt Bernhard den Rücken zu.

Bernhard, Taran

Taran

Benutzeravatar
 
Beiträge: 48
Registriert: Fr 19. Mai 2017, 05:56

Strasse zwischen Callin und Dralun

Beitragvon Bernhard » Fr 22. Sep 2017, 09:06

Bernie seufzte entnervt und sah dem Vogel hinterher, der langsam davontrottete. Das war ja mal wieder ganz großartig gelaufen. Woher hätte er das denn ahnen sollen? Er hatte nie irgendwo gehört, dass wilde Tiere über Dinge wie Tauschhandel Bescheid wussten und das sogar anwendeten. Wenn Tiere etwas wollten, dann kämpften sie darum. Es war bei allen Tieren so, oder nicht? Der Stärkste setzte sich durch. Und warum sollte das gegenüber Menschen dann anders sein? Tarans Erklärung war merkwürdig, aber Bernie spürte das es die Wahrheit war. Er seufzte nochmal und schüttelte den Kopf. Er stemmte sich gegen die Enttäuschung des Vogels, die wieder auf ihn einstömte und ihn zu überschwemmen drohte. Nicht schon WIEDER. Bernie gab sein bestes um sich dagegen zu verschließen und die fremde Empfindung auszusperren, und diesmal schien es besser zu klappen als gestern.

Sein Blick fiel auf das am Boden liegende Schwert. Langsam bückte er sich und hob es auf. Bernies Stirn legte sich in Falten und er sah Taran irritiert nach, der sich langsam weiter entfernte. Ein Geschenk... Was genau erhoffte sich der Vogel davon? Bernie konnte sich nicht erinnern jemals ein Geschenk bekommen zu haben, ohne dass der Überbringer damit irgendwelche eigennützigen Hintergedanken gehabt hatte. Es war ihm unbegreiflich, einfach so etwas geschenkt zu bekommen.

Und irgendwie fühlte er sich nun schlecht. Sickerte da doch noch was von dem Vogel zu ihm durch? Freude hatte das Geschenk jedenfalls nicht gebracht, und die Reaktion darauf noch weniger. Bernie ließ den Kopf hängen und wandte sich in die andere Richtung ab. Es war eben wie immer. Berechtigt, dass es niemand mit ihm aushalten konnte und er ein Einzelgänger war. Er hätte sich jetzt entschuldigen können, sicher, doch sein eigenes Ego verbot ihm das. Es war vielleicht blöd gelaufen grade, aber musste der Vogel gleich wieder so empfindlich sein? Der Sidhe sah sich genauso im Recht mit seiner Gefühlslage wie Taran sich selbst.

Seufzend und kopfschüttelnd schlurfte Bernie ein Stück weiter und setzte sich dann auf einen großen Stein am Wegesrand. Das Schwert legte er nebendran und irgendwie war ihm nicht einmal danach, es sich überhaupt genauer anzusehen.



19. Kiriat, Vormittag
Bernie lässt Taran ziehen und rechtfertigt sich innerlich für seine Haltung. Ist frustriert und niedergeschlagen, schweigt zu der ganzen Situation und setzt sich an den Wegesrand.
Bernhard, Taran
Meine Charaktere: Reika, Bernhard

Bernhard

 
Beiträge: 37
Registriert: So 15. Jan 2017, 06:26


Zurück zu Der Süd-Westen

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast