Shard (Greif)

Menschen und andere Charatere

Shard (Greif)

Beitragvon Shard » Di 28. Mär 2017, 06:38

Name: Shard Splitterherz

Alter/Geburtstag: 17 Jahre / 04. Tribuna

Geschlecht: Männlich

Familie:

Vater: Shargo
Mutter: Labea
Halbschwester: Reika Nachtschwinge

Rasse: Greif

Aussehen:

Shard wurde mit einem recht ungewöhnlichen Aussehen gesegnet. Zum einen ist seine Feder- und Fellzeichnung sehr auffallend, zum anderen wiederum nicht. Die Basis seiner Farbe ist ein kühles Grau welches den höheren Klippen des Gebirges zwischen Torlamun und Thalia gleicht. An seiner Brust sitzt ein großer runder weißer Fleck, so wie er über den Augen zu finden ist. Diese Kleckser setzen sich an allen vier Läufen vom Gelenk zwischen Ober und Unterarm bis zu den Pfoten fort, wo jede einzige Kralle umschlossen wird. An der Unterseite seines Leibes zieht sich ab dem Hüftbereich die weiße Fellfärbung über den langen Felidenschwanz bis er die komplette Quaste umfängt. Ebenso sind seine Arm- und Handschwingen weiß. Jedoch ist dies kein reines Weiß wie frisch gefallener Schnee sondern mehr ein sanftes creme-weiß wodurch es sich perfekt in das Grau eingliedert.
Der Kopf entspricht dem eines Greifvogels und der Körper wie es sich gehört dem einer riesiger Raubkatze. Entgegen den meisten Greifen ist sein Schwanz nicht dem eines Löwen sondern dem eines Schneeleoparden gleich. Die Kohl grauen bis hin zu Nachtschwarzen Zeichnungen an seinem Kopf erstrecken sich über den Nacken hin zu den vorderen Läufen und gleicht die eines Tigers. Danach nimmt sie einen langsamen Riss und verformt sich zu den halb geöffneten Rundungen mit Nebelgrauen Absetzungen im Kreisinnern wie bei einem Schneeleopard. Lediglich der Brust und Bauchbereich scheint gänzlich unberührt von dieser Fellzeichnung.
An der Stelle, wo sonst die Ohren jedes Tieres ist ragen lange Federn heraus die sich zu einer Art Ohrmuschel formen und in ihrem Inneren voller Fell sind. Der Schnabel ist scharf geformt und gleicht dem eines Falken. Farblich geht er von einem rötlichen orange in ein orangegelb hinüber. Die Krallen an den großen Tatzen kann der Greif nach belieben ausfahren.
Seine scharfen Augen sind in einem Goldorange welches an den äußeren Rändern zu einem violett hinüber geht.
Entsprechend seines äußeren gehört Shard zu den kräftigeren und robusteren seiner Art. Mit den breiten Schultern kommt er auf eine Größe von 1,50 m wobei das Maximum seines Gleichens Ausgeschöpft ist. Unter dem dichten Fell und einer guten Fettschicht verbirgt sich der muskulöse Körper einer Raubkatze die nicht nur in der Luft sehr aktiv ist. Entgegen zu seiner Körpergröße beträgt die Spannweite seiner Flügel lediglich 3,73 m. Trotz dieser geringen kürze wirkt er nicht verkrüppelt und die starke Muskulatur dessen widersprechen jeglichem eventuell aufkeimendem Glauben. Allgemein wirkt das Komplettpaket ziemlich imponierend.


Charakter:
So Langweilig wie die Farben seines Gefieders ist auch der Charakter vom Splitterherz zu beschreiben. Entgegen seiner auffallenden Fellzeichnung gibt es eigentlich nichts besonderes an seinem Verhalten – eher das typische was einen Greifen so ausmacht.
Ganz seiner Rasse gleich besitzt er eine Arroganz die ihn oft stolzer sein lässt als er vielleicht sein könnte. Mit seinen Augen die keine Gefühlsregung zu zeigen scheinen, kann er andere Lebewesen so lange in Grund und Boden starren bis sie geradezu von diesem verschluckt werden und noch immer seine eigene gefühlte Überlegenheit an ihrem Mark entlang kratzen spüren. Dabei ist keineswegs hilfreich wenn versucht wird, die Situation mit Witzen aufzulockern da er diese nicht im entferntesten versteht. Jedes Wort welches geteilt wird, nimmt er als bare Münze entgegen und handelt dementsprechend. Natürlich kann kein Individuum dem eines Greifens auch nur im Traume das Wasser reichen, wodurch er gerade niedere Kreaturen mit einer großen Portion misstrauen betrachtet. Andere Greifen sind zwar über alles erhaben, doch auch bei diesen zieht er ab einem gewissen Zeitpunkt eine Vertrauensgrenze. Sein Vater lehrte ihn: „Willst du Führen, sei stets auf der Hut wem du dein Vertrauen schenkst. Es muss sich genauso verdient sein wie dein Respekt oder der Respekt anderer dir gegenüber.“
Die widerlichste und niedrigste Kreatur auf dieser Schöpfung ist der sogenannte Mensch selbst. Durch einige Erfahrungen in der Vergangenheit sind diese nackten Zweibeiner nichts anderes als widerliche Maden die dem Erdboden gleich gemacht werden müssen. All diese entfernten Erinnerungen an sogenannte Sidhe und Magier sowie eine Verbrüderung von Greifen und Menschen hatte er bereits als Küken für Lächerlich erklärt und diese Realität so lange verleugnet und als Hirngespinst benannt bis sie selbst in Vergessenheit gerieten.

Nun wirkt es so, als wäre das Splitterherz nicht mehr als ein unfreundlicher Zeitgenosse, doch seine Vorzüge sind durch seine Art eben nicht so leicht zu entdecken. Und dies obwohl sie ziemlich präsent sind. Seine stoische Art in der er die Dinge beobachtet, betrachtet und analysiert lässt ihn oft als kühl wirken und für viele ist es ziemlich unangenehm dass er dabei seinen Schnabel hält oder sein gegenüber mit kurzen Forderungen bzw. Fragen attackiert. Während er noch über die Informationen brütet und zu einem Entschluss kommt erkennt man nicht viel von dem was dahinter steckt. Doch die Urteilsfällungen wirken oft harsch, da der Greif sehr strikt in der Befolgung von den Regeln und Werten ist, die ihm vermittelt wurden und die er für richtig hält. Abweichungen werden nicht gern gesehen und andere sogar dafür zurecht gerupft. Dies weist sehr auf seine Autoritäre Art hin. Er lässt sich ungern sagen wo es entlang geht es sei denn es ist sein Vater selbst. Am liebsten hat er das Ruder selbst in seinen Pfoten, denn er weiß dass er seine Arbeit gut macht im Gegensatz zu den anderen wo es dann eher lautet: Vertrauen ist gut, Kontrolle besser.
Shargo ist es zu verdanken, dass Shard keine tollwütige Bestie ist die wütet wie es ihr gefällt, sondern eine bemerkenswerte Disziplin an den Tag legen kann die lediglich durch die Konfliktfreude leichte Dellen nimmt. Denn wenn es nicht läuft wie es der Herr Greif es möchte und dann auch noch Wiederworte kommen, scheut er das Gefecht in keinster weise.
Am ehesten sahen enge Verwandte auch die etwas zerbrechlicheren Seiten von Shard. Hinter seiner Stolzen und strikten Art sitzt ein gutherziger Kern dem die Familie wichtig ist. So kann er bei ihm wichtigen Wesen einfühlsam werden und seinen kalkulierenden Verstand auch einmal ausschalten. Seine Autorität ist nur dank seines starken Willens so weit ausgeprägt. Er lässt sich nicht leicht klein reden und weiß ganz genau was er möchte. Dank seiner Eloquenz und dem natürlichen Charisma seiner Mutter weiß er sich zu verkaufen und gibt er jemanden ein Wort, so erkennt der andere schon bald, dass auf ihn verlass ist. Nur über seine Leiche würde er ein Versprechen nicht einhalten oder einem Freund nicht beistehen.


Stärken:
&& Muskelkraft
&& Kalkulierend
&& Weitsichtig
&& Kampferprobt (zu Lande und in der Luft)
&& schnelle Auffassungsgabe (seiner Umgebung)
&& Tarnung durch das Aussehen

Schwächen:
&& Überheblich
&& Abgeneigt gegenüber Unbekanntem
&& leichte Zielscheibe
&& Familienbewusst
&& Vorsichtig
&& Konfliktfreudig

Besondere Fähigkeiten:
Mit seinem dreizehnten Lebensjahr traten die ersten Nebenwirkungen seines Daseins als Magisches Geschöpf auf. So kam es immer wieder einmal unerwartet in angespannten Situationen oder Zornesausbrüchen dazu, dass Energieblitze seinen massigen Pranken entglitten und gefährlich durch die Umgebung zuckten. Unkontrollierte Magie die anderen nicht nur Respekt einjagten sondern auch eine gewisse Furcht.
Dank seiner guten Erbanlagen und der besonderen Umsorgung durch seine Mutter und vor allem seinem Vater Shargo entwickelte das Splitterherz Führungsqualitäten um ein ganzes Rudel zu dirigieren und zu leiten. Zwar gibt es noch Stolpersteine die er einigen Charakterlichen Schwächen zu verdanken hat, doch macht er schnell klar, dass er niemals kampflos seinen Platz räumen würde.

Lebenslauf:
Shard schlüpfte zur selben Zeit wie seine Halbschwester Reika Nachtschwinge. Geboren wurde er in das östliche Falkengebirge welches Thalia und Torlamun teilte. Das Geburtsrudel um seinen Vater Shargo lebte auf der östlichen Seite des Gebirges und unter dessen steilen Ausläufen erstreckte sich die karge Landschaft der angehenden Steppe und dessen noch steinigen Ausläufe vom Gebirge.
Zu Beginn bekam Shard nicht viel von seiner Umgebung mit, da das gute Rudel die beiden Küken wohl behütete und gerade seine Eltern ein besonderes Augenmerk auf ihn legten. Zwar hatte Shargo schon etliche Jahre hinter sich doch setzte er in seinen Sohn viel Hoffnung in einen fähigen zukünftigen Anführer.
Schon in diesem frühen Alter fingen die Alten mit den Fell sträubensten Geschichten über die hiesigen Bewohner und der besonderen Spezies „Mensch“ unter wessen die sogenannten „Sidhe“ weilten. Die Meinungen der Greifen über diese angeblichen Wahrheiten waren stark unterschiedlich, was zwar ein vages Interesse in Shard aufkeimen ließ aber nicht einen wirklichen Glauben. Selbst hatte er schließlich noch nie einen Zweibeiner gesehen.

Nach einigen Jahren änderte sich der Frieden im Land, denn durch die Errichtung der Zar'Dras-Festung kamen plötzlich echte Menschen durch das Gebiet. Und mit der Zeit wurden es immer mehr. Das führte natürlich früher oder später zu Problemen die sich nicht mehr ignorieren ließen. Die Menschen dezimierten die ohnehin nicht so häufige Beute und vertrieben den Rest. Auch versuchten sie die Greife zu attackieren wenn sie zu nahe kamen, oder störten einfach nur durch ihre bloße Anwesenheit und ihr Verhalten.
Jene Ereignisse erstickten das Interesse des jungen Greifens an den Zweibeinern und die Vorfälle zeigten ihm von welcher stupiden Idiotie diese Wesen getrieben wurden. Als er mit Aquila, dem Bruder Shargos welcher ihn auf Grund der engen Bindung duldete, auf der Jagd war kam es zu einer Eskalation bezüglich seiner Sicht zu Menschen. Die vorherigen noch als unangenehm empfundenen Zweibeiner wurden zu einer Pest die Ausgerottet werden sollte wenn sie sich jemals erneut zu nahe an das Rudel heran wagen sollte.
Bei jenem Ereignis ließ Aquila sein Leben, als er den wirren Klauen und Zähnen der Menschen zu opfer fiel. Währenddessen trug das Splitterherz eine schwere Verwundung an der Flanke knapp hinter seinem linkem vorderen Lauf davon. Es war auch jene Situation in der die sonderbaren Energieblitze das erste mal von seinen Pranken tanzten – und ihm wohl das Überleben sicherten.
Reika hatte er es als eine Auseinandersetzung mit einem anderen Räuber dargelegt, um ihr nicht größeren Kummer zu bescheren. Es war doch die Aufgabe eines Männchens die Weibchen zu beschützen und nicht umgekehrt.

Als seine Halbschwester auf die wahnwitzige Idee kam das Rudel zu verlassen und das Land zu bereisen wusste er zunächst nicht wohin mit seinen Gedanken. Wie das gesamte Rudel sah er darin keinen Sinn und er ging davon aus, dass die Konflikte selbst unterwegs nicht abnahmen und es keinen besseren Ort für die Familie gab als sie ihn schon besäßen. Immerhin war Shargo nicht auf den Kopf gefallen.
Auf der anderen Seite trieb es den Greifen in den Wahnsinn zu wissen, dass seine Schwester fortzog und niemals zu erfahren was mit ihr geschehen würde. Das Rudel hatte seinen Vater, doch wen hatte Reika? Wer würde auf sie Acht geben? Gefüllt von Ingrimm und der Meinung, dass dies ein dummer Fehler war folgte er Reika nachdem er seinem Vater versprach mit ihr zurück zu kehren.

Während dieser sogenannten „Expedition“ fand er keinen Hoffnungsschimmer und die wiederkehrenden Gespräche zeigten Shard auf, dass er gegen eine Mauer flog. So oft er es auch versuchte, ließ Reika sich nicht umstimmen und gluckste lediglich belustigt wegen seiner grummeligen und abgeneigten Art. Sie schien sich einen Spaß daraus zu machen, dass ihr Halbbruder das Unbekannte verschmähte, während sie es mit offenen Schwingen empfing.
Regelmäßige Kollidierungen mit den einheimischen Menschen zeigten ihm immer wieder wie richtig er lag, dass Reika alleine nicht überleben würde. Und dass Menschen nicht mehr als widerliche kriechende Maden waren.

Eines Tages schienen sie einen Punkt erreicht zu haben, an dem Reika endlich zur Einsicht kehrte, dass es nur zu Hause am besten war. Dabei verlor er sie langsam aber sicher aus den Augen. Er musste sich eingestehen, dass Reika die bessere Fliegerin von ihnen war und irgend etwas trieb seine Halbschwester so sehr an, dass sie ihn ganz vergaß.
In seiner Hoffnung, dass Reika zurück zur Heimat gekehrt war schlug Shard den Weg ein. Unbemerkt entfernte er sich so immer mehr von ihr.

Sobald Splitterherz auf sein Geburtsrudel stieß bemerkte er schon, dass die anderen ziemlich verwundert und zugleich erfreut waren ihn zu sehen. Daraus schloss der Junge Greif, dass Reika nicht zur Familie zurück gekehrt war. Vielleicht war sie ja vom Kurs abgekommen oder ließ sich mal wieder ablenken. Nach reiflicher Überlegung hielt er es für das Beste auf sie zu warten und tauschte sich mit der Familie über das erlebte aus.
Zum Glück konnte davon die Rede sein, dass das gesamte Rudel wohl auf war. Die wenige Zeit verbrachten Vater und Sohn sehr oft gemeinsam. Regelmäßig überflogen sie ihr Revier oder behielten die Zweibeiner mit Argusaugen im Blick. Dabei entging ihnen, dass sich eine Halunkenbande an Trophäen und Pelzjägern sich auf dem Weg zum Rudel befand. Diese hatte es auf das Greifenrudel abgesehen und sich über Tage hinweg schon vorbereitet. Ihr Überfall ging mit diversen Verletzungen und dem Verlust eines Familienmitgliedes einher. Shard und Shargo trafen erst ein, als das Rudel schon in die unterschiedlichsten Himmelsrichtungen auseinander stobte und lediglich drei Amazonen die Stellungen hielten. Hinter ihnen fand der letzte Kampf von Labea, Shards Mutter, statt. Kurz darauf verlor sie diesen und die Greifen mussten zum Wohle aller das Feld räumen und den Leichnam dabei den Menschen überlassen.

Angefressen von diesen Umständen, rief sich Shard wieder in Erinnerung dass auch Reika alleine unterwegs war. Was wäre, wenn ihr dasselbe Schicksal ereilt war? Oder gar noch schlimmer, sie lebend irgendwo eingesperrt wurde und ihrer Möglichkeit der Flucht oder gar des Fliegens geraubt? Mit dem erneuten Versprechen wieder heile zurück zu kehren und noch einmal auf Reika einzuwirken, dass auch diese Heim kehren sollte, verließ Shard seinen Vater und flog gen Westen.
Es dauerte nicht lange bis er die ersten grünen Ausläufe Thalias erblickte. Überwältigt von dieser Aussicht ließ er sich an einem Felsvorsprung nieder und haderte mit seiner Abneigung gegenüber dem Unbekannten sowie einer leicht aufkeimenden Resignation, dass er Reika niemals finden würde in diesem unübersichtlichen Areal.
Aber kampflos aufgeben?

Niemals. So flog Shard Splitterherz los und bereiste Thalia. Genoss die Anwesenheit von Menschen mit größter Vorsicht, ging ihnen aus dem Weg und versuchte unnötige Konflikte zu vermeiden. Reika zu finden hatte oberste Priorität.

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Shard

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