Ongars Kaufmannsladen

Die Hauptstand von Thalia und Sitz der Königsfamilie

Ongars Kaufmannsladen

Beitragvon Emma » Fr 17. Feb 2017, 13:04

Gekonnt hob Emma eine Augenbraue.
"Mein Medallion" sagte der lange blasse Lulatsch. Da sind die Besitzverhältnisse wohl schon geklärt. Zumindestens bei ihrem Auftraggeber. Sie musste über so viel Dreistigkeit lächeln.
Es war ihr schon klar das dieses Medallion was sie da austauschen sollte bestimmt nicht diesem Herrn vor ihr gehört. Aber das war ihr völlig gleich. Besitztümer, egal von wem interesierten sie gar nicht.
Gold, Geld, Schmuck, irgendwelche anderen Besitz oder wertvolle Güter, das war für sie alles nur Ballast oder höchstens Mittel zum Zweck.
Mit diesen ganzen hochgestochenen Getue von den Leuten die meinten sie seien was Besseres, konnten sie gar nicht. Sei es sie hatten Geld, oder Macht oder wie diese Sidhe, alles irgendwie.
Auch bei diesem Aleister strotzte dieses "irgendwie" aus allen seinen Poren.
Aber Emma wusste in wessen Schuld sie steht, drum wird sie Ongar diesen Gefallen gerne tun. Danach kann dieser blasse Halbelf wieder verschwinden und sie hatte ihr geliebtes Leben wieder.

"Die Scagilos! Ja, dieser Haufen ist mir schon ein Begriff."

Sie schielte zu Ongar der ihr einen warnenden Blick zurwarf. Aha. Also sie sind "Freunde" nur nicht solche Freunde, das der Lange da vor ihr einen Einblick in Ongars Geschäfte haben darf. Nun ja das haben ehrlich gesagt die allerwenigsten.

"Das sie ein Sidhe ist, ist mir relativ gleich. Schlafen muss der glorreichste Krieger einmal. Ausserdem halte ich von diesem ganzen Ordenzeugs eh nichts! Dieses Getue mit ihren sogenannten Partnern. Dazu muss ich kein Sidhe sein! Ist doch affig sowas!"

Sie winkte mit ihrer Hand ab um ihren Worten nochmal Kraft zu verleihen.
Ongar schmuzelte. Er nahm den guten Wein, den Emma heute extra besorgt hatte und schüttete Aleister und sich ein Glas ein. Dann schob er das Glas zu seinem alten Freund, erhob seines und nickte Aleister einen stillen Toast zu.
Emma nutzte Aleisters kurze Unachtsamkeit aus und griff schnell nach dem Amulett auf dem Tischchen und verstaute es in einer ihren vielen kleinen unsichtbaren Taschen an ihrer Jacke. Veilchen kletterte an ihrem Arm hinab auf ihre Hand uns ließ sich genüsslich zwischen den Ohren kraulen.

"Also Aleister, in drei Stunden werde ich mich bei diesem Kreuz einfinden. Dann sollte die kleine Lerana in ihrer tiefen Traumwelt stecken und mich bei diesem kleinen Vorhaben, den rechtmässigen Besitzer dieses Medallions zu finden, nicht weiter stören."
Sie zwinkerte verschwörerrisch mit einem Auge. Dann stand sie auf und wollte gehen, doch hielt sie noch eine kleine Frage zurück.

"Diese Miezekatze. Wo ist ihr Schlafplatz bei Lerana im Zimmer?"




19. Kiriat Abends

Emma hört sie Aleisters Plan an, spottet über die Sidhe. Beim Festlegen der Uhrzeit kommt ihr noch in den SInn nach dem Standort des Suavis zu fragen.


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Beitragvon Aleister » Mo 20. Feb 2017, 18:26

"Das sie eine Sidhe ist, ist mir relativ gleich. Schlafen muss der glorreichste Krieger einmal. Ausserdem halte ich von diesem ganzen Ordenzeugs eh nichts! Dieses Getue mit ihren sogenannten Partnern. Dazu muss ich kein Sidhe sein! Ist doch affig sowas!"

„Hört, hört.“

Quietschend kroch Aleister ein Weinglas entgegen. Ongar, der seines schon geschickt zwischen zwei Fingern balancierte, vollführte einen stillen Toast, ein vergnügtes Zwinkern in den Augen. Der alte Halunke. Er wusste doch immer, wie man die Stimmung hob.
Mit einem Halblächeln erwiderte Aleister die Geste und nippte rasch am Glas, bevor es sich in eine Grimasse verwandeln konnte.

Kaum zu fassen. Hört diese Frau sich eigentlich jemals selber reden? Man muss uns nicht vergöttern, keinesfalls, aber ein gewisser, gesunder Respekt...

Er seufzte in sich hinein, hielt seine Miene jedoch steinern.

Wem will sie eigentlich imponieren? Sie gackert zu viel und tut zu wenig. Sie hätte schon dreimal losgehen können. Kein Wunder, dass Ongar das Geschäftliche regelt.

Ein ungutes Gefühl kauerte in Aleisters Brust, aber was blieb ihm schon übrig? Ongar hielt große Stücke auf sie. So konnte er einen alten Freund nicht beleidigen. War dies also der Strohhalm war, an den er sich klammern musste...

„Ein edler Wein. Ganz wie früher beweist du einen exzellenten Geschmack, Ongar. Ich kann mich wahrhaft glücklich schätzen, diesen hier kosten zu dürfen. Süß und wohltuend für den Gaumen. Zu gerne würde ich dich mal wieder in meine bescheidenen Hallen einladen, doch Zeit für Muße haben wir wohl beide nicht, befürchte ich.“

Der Sidhe ließ seinen Blick über den Tisch schweifen. Ah, das Medaillon fehlte! Emma hingegen noch immer nicht. Aber...vielleicht taugte sie doch etwas. Die Karte brauchte sie anscheinend nicht, er griff nach ihr, hielt aber inne, als eine Bewegung seine Aufmerksamkeit erregte - am Arme von Ongars „Töchterchen“ hinunter krabbelte, in flinken Bewegungen, eine...Ratte?
Das Nagetier vergrub sich in ihrer offenen Hand und schaute neugierig mit schwarzen Knopfaugen hervor, ehe Emmas Finger das Köpfchen wieder nach unten drückten.

Was soll das sein? Der Köder für die Katze?

"Also Aleister, in drei Stunden werde ich mich bei diesem Kreuz einfinden. Dann sollte die kleine Lerana in ihrer tiefen Traumwelt stecken und mich bei diesem kleinen Vorhaben, den rechtmässigen Besitzer dieses Medallions zu finden, nicht weiter stören.“ Emma zwinkerte und stand auf, im Begriff zu gehen.

Rechtmäßigen Besitzer, freche Göre...

Aleister nickte. „Ich wünsche Euch gutes Gelingen.“

"Diese Miezekatze. Wo ist ihr Schlafplatz, bei Lerana im Zimmer?"

„Die Suavis wird entweder bei ihrer Herrin sein oder umherschleichen.“, antwortete der Halbelf, den Blick im Wein versunken. „Ich vermute, Zweiteres. Ist Lerana allein, ist Eure Chance gekommen. Schnelligkeit ist Euer bester Freund. Sollte die Katze Euch entdecken...nun dann hoffe ich, seid Ihr flinker als sie.“



19. Kiriat, Abendzeit
Aleister beantwortet Emmas finale Fragen und freut sich schon auf etwas Privatsphäre mit seinem alten Freund.

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Beitragvon Emma » Mi 22. Feb 2017, 16:36

Emma freute sich. Die Ungeduld ihres Auftraggebers schien aus allen seinen Poren zu strotzen. Er schien mehr als erleichtert zu sein, als Emma, Ongar zuwinkernd, sich aus dem Alkoven verabschiedete. Die Luft wurde ihr darin sowieso zu schwer.
Trotzdem, es hate ihr unheimlich Spaß gemacht diesen Halbelfen zu foppen. Klar hatte sie seine Schnalle mit dem unverkennbaren Zeichen gesehen. Deswegen konnte sie nicht anders als sich über die Sidhe herablassend zu äussern. Ongar war auch nie gut auf diese Leute zu sprechen. Warum war ihr egal. SIe war eben loyal und sie brauchte sie nicht.
Dieser Aleister war eine komische Type. Aber trotzdem fand Emma ihn auch unheimlich interessant. Er sah so jung aus und doch war er ein alter Freund von Ongar.
Die schweren Vorhänge schlossen sich hinter ihr und sie stieg beschwingt die kleine Treppe in die Halle hinunter. Sie freute sich auf ihren Auftrag und wollte sich vorher noch ein wenig vorbereiten.
Sie stieg die schmale Stiege zu ihrem Zimmer hinauf. Die Holztür klemmt immer etwas und so warf sie ihre Schulter kurz gegen die richtige Stelle und die Tür ging ohne zu Murren auf.
Sie setzte Veilchen auf ihr Bett und sie knabberte zufrieden an dem Rest von dem Käsewürfel.
Emma stellte sich vor ihrem großen Spiegel, stemmt ihre Hände in die Hüften und beobachtete sich kritisch. Sie verzog ihr Gesicht.
Dann streckte sie sich und begann sich nach und nach durchzubiegen. Sie machte sich warm und einige Minuten später war sie bereit.
Sie setzte sich auf ihr Fenstersims und sah auf die Dächer ihrer Stadt.
Den Weg genau vor ihren Augen sprang sie los.
Es währe doch gelacht, wenn sie dieses Amulett nicht finden würde...




19. Kiriat Spätabends

Emma bereitet sich körperlich auf ihren Auftrag vor beginnt ihren nächtlichen Ausflug von ihrem Fenstersims aus.

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TBC weiter: Das Scaglio-Anwesen und Umgebung

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Beitragvon Emma » Di 15. Aug 2017, 16:45

TBC kommend von Das Scaglio-Anwesen und Umgebung

Sie rannte und sprang über die Dächer. Dieses Hochgefühl endlich wieder ein Auftrag so bravorös erledigt zu haben beflügelte sie derart, das sie die Strecke in einem grandiosen Tempo hinter sich brachte.
Schon sah sie vom Weiten den Kaufmannsladen und somit ihr Zuhause.
Diese Kugeln waren schon der Hammer. Sie würde Ongar mal fragen ob er ihr nicht welche besorgen könnte. Ongar schaffte das. Er konnte alles besorgen.
Und wenn sich ihr das nächste mal so ein Untier in den Weg stellte dann währe sie bewaffnet und könnte wieder davonfliegen.
Sie lachte, verschluckte sich und musste stehen bleiben um wieder zu Atem zu kommen.
Kurz setzte sie sich auf das Dach und ließ ihre Beine über den Rand baumeln.
Es dauerte nicht lange da sprang ihr eine Hauskatze in den Schoß.
"Na? Du Kleine? gehst Du auch ein wenig SPatzieren?" WIeder musste sie grinsen. Vor gar nicht all zu langer Zeit hatte sie eine ähnliche Unterhaltung mit einer etwas grösseren Art dieser Gattung gehalten.
Die Katze schnupperte Emma gründlich ab. Vor allem den Platz an ihrem Hals der sonst immer von Veilchen besetzt war. Zum GLück ist die Ratte nicht da sondern längst auf dem Weg nach Hause.
Emma lachte wieder weil die Schnurrhaare der Katze sie kitzelten.
Sie nahm sie hoch und fragte freundlich:"Na? Du riechst bestimmt meine Ratte.. Aber die ist nicht hier...!"
In diesem Moment blieb ihr das Lächeln auf dem Gesicht stehen.
Ohje.
Diese Riesenmietze hatte jetzt ihren Geruch gespeichert.
Das ist nicht gut.
Nun hatte sie wirklich ein Problem. Wenn das Vieh nicht bald die Stadt verlässt könnte es bei einer zufälligen Begegnung Ärger geben.
"Mist!"
Sie schupste die kleine Mieze von sich runter, die Emmas ruppige Art mit einem Fauchen quitierte, sich aber dann davontrollte.
Noch zwei Dächer weiter und EMma war wieder in ihrem zu Hause.
SIe zog sich an ihrem Fenstersimms hoch und ließ sich erschöpft auf den Boden sinken.
Ihre Adrenalin war inzwischen wieder auf einen normalen Spiegel angekommen und so kroch langsam die Müdigkeit in ihre GLieder.
Auf einmal sah sie ihre Ratte, die zufrieden an dem Apfel knabberte.
"Hey meine Süsse.."
Emma nahm das Nagetier vorsichtig hoch und legte es sich samt Apfel in den Schoß.
Vorsichtig öffnete sie die kleinen Riemchen und schnallte den kleinen Rücksack ab.
Veilchen schien sich zu freuen, denn sie begann sogleich ihr Fell zu putzen und es glatt zu striegeln. Ihre kleine rosa Zunge erschien immer wieder in ihre kleinen Mund und verrichtete ihre Arbeit in einer wahnsins Geschwindigkeit.
Nachdem das erledigt war, ging das Näßchen und Veilchen begann Emma abzuschnuppern.
."Tja, ich weis, Du riechst die Katze... sowie die Katze mich riechen wird! Oh Mann... komm meine Süße. WIr werden jetzt erstmal unsere Aufgabe beenden.
Sie setzte die Ratte wieder auf ihren Stammplatz auf ihrer Schulter und verließ Ihr Zimmer durch ihre Türe. Die Treppe hinunter und durch die immer noch überfüllte Halle.
An der anderen Treppe die in einem Halbbogen ins Separé führte, standen zwei von Ongars Handlangern die sie mit einem Nicken hochliessen.
Sie öffnete die schweren Vorhänge.
Ongar lachte gerade sein schönstes blubberndes Ongarlachen, das ihr Herz immer erwährmte.
Zwei von den leicht bekleideten Mädchen die hier immer rumhüpften flanierten gerade Aleister. Ob ihm das Gefiel oder nicht konnte Emma aus seinem Blick nicht ganz deuten.
Zumindestens wanderten alle vier Augenpaare auf sie als sie den Raum betrat.
"Emma, mein Täubchen! DU bist schon wieder da?" Ongar hob einen Arm zum Gruß.
"Lasst uns allein!" herschte Emma die beiden Mädchen an. Die dann mit einem Seitenblick auf Ongar auch schnell ihre Plätze verliessen und durch den Vorhang verschwanden.
Sie ließ sich etwas unfraulich und sehr vertraulich neben Aleister plumpsen und warf das Medallion vor ihm auf das Tischchen.
"Auftrag erldeigt!"



19. Kiriat des Nachts
Emma kommt wieder nach Hause und macht sich Gedanken wegen dem Suavis. Dann bringt sie Aleister und Ongar das Medallion

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Beitragvon Aleister » So 3. Sep 2017, 14:27

[ooc: sorry, dass es so lang gedauert hat :lieb: ]

Mit einem lauten Pling! stieß das Medaillon auf das Tischchen auf. Die empfindliche Mechanik, die das Kleinod bisher fest verschlossen gehalten hatte, sprang auf und offenbarte etwas, das weder ungewöhnlich noch gefährlich aussah.
Ein rötliches, grobes Stück Stoff, wie die Perle in der Auster.
Aleister barg und verschloss das Medaillon in einer Bewegung und ließ es in seine Robe gleiten, bevor Ongar und Emma auch nur blinzeln konnten.

Alles, was von ihm übrig blieb, war ein süßlicher, holziger Duft, der sich nach und nach im Raum ausbreitete und den Anwesenden in die Nase stieg. Er roch gut, sehr gut sogar, leicht wie eine Sommerwolke, doch präsent wie die Duftschwaden aus den Hurenhäusern.

Das fand sogar die Küchenkatze, die mit einem langgezogenen Maunzen ins Separee geschlichen kam. Mit einem Satz war sie erst auf dem Ottomanen und dann Emmas Schoß. Die Ohren aufgestellt, starrte sie auf die Stelle auf dem Tisch, wo ihr Diebesgut gerade noch gelegen hatte. Die Ratte, die auf ihrer Schulter in Tatzennähe saß, beachtete sie garnicht. Stattdessen hielt sie ihr Näschen in die Luft und hüpfte hinüber zu Aleister, bei dem sie versuchte, ihren Kopf in seine Tasche zu vergraben.
Jetzt wurde ihnen klar, woran ihr unablässiges Murren erinnerte. Es klang genauso wie die Streuner in den Gossen der Stadt, deren Paarungsrufe zu einer bestimmten Jahreszeit ganze Nachbarschaften nachtsüber wach hielten. Das fliegende Schuhe und Töpfe und aufgebrachtes Gezeter das Ganze nicht besser machten, lernten die guten Leute dabei nie.
So auch der Halbelf, der versuchte, den Stubentiger sanft von seinem Bein zu schieben. Das Tier aber dachte garnicht daran, sich abwimmeln zu lassen, sodass der Mann endlich aufgab und dem Tier kurz den Kopf kraulte.

Hatte er Emma nicht gesagt, sie solle damit vorsichtig sein? Wenigstens war es hier aufgesprungen und nicht bei der Scaglio-Sidhe. Mit dem Geruch wäre der Diebin nicht nur die Suavis, sondern gleich die ganze gil‘leadingsche Katzenschaft im Schlepptau bis hierher gefolgt. Aber er war schon glücklich genug damit, dass das Schmuckstück seinen Weg zurück in seine Hände gefunden hatte und nicht in die eines seiner geschätzten Kollegen. Deshalb ließ er das Thema fallen.
Noch ein Mal konnte er seiner Greifin so etwas nicht zumuten. Egal wie geschickt sie mit dem Schnabel war, eine Hand ersetzte der auch nicht.

„In der Tat, so früh hätte ich Euch nicht zurückerwartet.“, setzte der Magier schließlich an Ongars Lobgesang auf seine kleine Elster an.
Fast war Aleister ihr dankbar gewesen, dass sie die zwei Mädchen verscheucht hatte, die ihn die gefühlte halbe Nacht belagert hatten (Ongar hatte sich über den Anblick natürlich prächtig amüsiert, der alte Halunke!), hätte sie sich nicht entschieden, ihren Platz einzunehmen. Jetzt fehlte nur noch, dass sie ihm einen brüderlichen Klaps auf die Schulter gab und ihn zum Bier einlud.

„Ihr habt Euch in einer gefährlichen Angelegenheit gut geschlagen. Das verlangt natürlich Anerkennung - und Bezahlung.“
Mit derselben Lieblosigkeit, mit der Emma das Medaillon auf den Tisch hatte fallen lassen, ließ Aleister die mit Ongar vereinbarte Bezahlung, ein Säckchen voll mit Klimper, auf den Tisch plumpsen.
„Ich hoffe Eure Begegnung mit der Suavis war nicht zu...anstrengend.“
Natürlich waren dem Sidhe die schwärzlichen Spuren an Emmas Fingern nicht entgangen. Nicht einmal hatte er sich zu ihr gewandt, dafür saß sie für seinen Geschmack zu nahe, aber im Augenwinkel und an einem schwachen, verräterischen Geruch von Pfeffer hatte er sein Produkt erkannt.
„Mein Pulver war Euch hoffentlich von Nutzen. Ich hatte noch keine Gelegenheit, diese Formel in einer Feldstudie auszuprobieren.“

Der süßliche Geruch verflüchtigte sich allmählich und damit glücklicherweise auch die Katze, die nur noch einen letzten, hungrigen Blick auf Veilchen warf.




19. Kiriat, des Nachts
Das Medaillon öffnet sich von selbst, als Emma es auf den Tisch „knallen“ lässt und offenbart ein in einen Duft getränktes Tuch, das Aleister schnell verschwinden lässt. Er übergibt Emma ihre Bezahlung und erkundigt sich noch nach ihrer Begegnung mit der Suavis und dem Nutzen der „Kügelchen“, die ihr Melvan vor ihrem Auftrag noch gegeben hatte.

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Beitragvon Emma » Mi 20. Sep 2017, 13:40

Das scheussliche Ding öffnete sich als es vor den beiden Männern auf dem Tisch landete. Emma konnte kurz ein Blick auf das zusammengefaltete Tuch erhaschen, bevor es Aleister, ja fast hecktisch in eine seiner Taschen räumte.
Der Beutel mit dem dieser kleine Ausflug bezahlt werden sollte landete ebenfalls auf dem Tischchen.
Ongar verzog keine Miene, ließ das Säckchen aber unberührt liegen.

„Ich hoffe Eure Begegnung mit der Suavis war nicht zu...anstrengend. Mein Pulver war Euch hoffentlich von Nutzen. Ich hatte noch keine Gelegenheit, diese Formel in einer Feldstudie auszuprobieren“

Oh das war Emma Stichwort, begeistert begann sie zu erzählen wie sie Auge im Auge dem Suavis gegenüberstand. Sie erzählte in den schillernsten Farben wie sie die kleinen schwarzen Perlen zum EInsatz gebracht hatte und von ihrer darauffolgenden Flucht über den Baum.
Ihre Augen strahlten dabei und man konnte sehen wie sehr sie den Adrinalinschub genossen hatte.
"... solche Perlen brauche ich unbedingt, Ongar! Die haben mir echt das Leben gerettet.!"
Emmas Wangen glühten und ihre Augen strahlten wie zwei Sterne.
Doch Ongars Blick war eiskalt. Seine Arme verschrängt sah er seine kleine Elster fest in die Augen.
"Du warst mit einem Suavis auf dem Dach gestanden?"
Seine Stimme war leise und Emma stellten sich die Nackenhärchen auf.
Sie hatte sich gedacht das es Ongar nicht so gefallen würde, wenn er erführe das sie im Kontakt mit einem Suavis war. Aber seine Stimme zeigte ihr nun gerade das er wohl wütend war. Wohl sehr wütend...!"
Das Licht das ihre Augen gerade noch vom innern erhellt hatte verlosch. Sie schluckte und setzte sich gerade auf.
Doch unter dem Blick vom Ongar zuckte sie zusammen, senkte ihren Blick und flüsterte. "Ja, die Katze hat meine Fährte wohl aufgenommen!"
Ongar sah aus, als ob er jeden Moment explodieren würde. Seine Faust zitterte und er biß sich immer wieder auf sie Innenseite seiner Wangen. Gerade jetzt werden einige hochrangige Geschäftsleute erwartet. Er kann es gerade überhaupt nicht gebrauchen, das irgendwelche Sidhe bei ihm rumschnüffeln, geschweige denn Emma verhaften.
Eine eisige Stille breitete sich in dem Alkoven aus.
Emma wagte es nicht zu Aleister zu schauen.
Sie hoffte nur inständig, das Ongar nicht wieder schrie. Ihrem Ziehvater währe egal ob sich noch jemand mit im Raum befand. Er würde seine Wut frei heraus lassen. Es währe nicht das erste mal das der Tisch oder ein Sitzmöbel hätte ersetzt werden müssen.
Sie schloss die Augen und wartete auf das Donnerwetter was nun folgen würde.
Aber es kam keins...
Vorsichtig hob Emma ihren Blick.
"Al mein Freund!"
Ongar ließ seine große Hand auf die Schulter seines Besuchers krachen. Mit der anderen schob er das Säckchen mit dem Geld wieder in die die Richtung aus der es gekommen war.
"Ich hätte da eine nette Idee.
Ich würde es schön finden, wenn meine Emma ein wenig die Welt sehen würde. Wie ich Dich kenne bist du immer auf Reisen. Es währe mir eine wahrliche Freude Dir mein größten Schatz in Obhut zu geben. Und bevor du irgendwelche Einwände erhebst...
wollt ich Dich nur daran erinnern, das du mir noch was schuldest... das währe dann damit abgegolten!"
Emmas Mund blieb offen stehen...
"Nein, Ongar! Ich will nicht fort...."
Sein eiskalter Blick traf sie erneut.
"Und unsere Emma kann kochen und waschen... ausserdem ist sie handwerklich sehr geschickt und wird die mit Vergnügen deine Socken stopfen!!! Ist doch so Emma!!!"
Sprachlos nickte Emma wie ferngesteuert.
Ongar hielt Aleister seine Hand hin. "Du bist doch einverstanden... Freund?"






19. Kiriat des Nachts
Emma erzählte begeistert von ihrem Treffen mit dem Suavis. Ongar aber war nicht so begeistert davon. Er möchte Emma aus der Stadt haben und drückt sie Aleister aufs Auge.

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Beitragvon Aleister » Fr 22. Sep 2017, 14:09

Aufmerksam folgte Aleister Emmas Ausführungen über ihr kleines Duell mit der Scaglio-Suavis. Dafür, dass er sie als zugeknöpft-bissige Person kennengelernt hatte, sprudelten die Worte jetzt nur so aus ihr heraus. Sie wirkte gar nicht mehr, wie eine von Ongars hartgesottenen Elstern, sondern war einfach nur noch eine junge Frau, die ein Abenteuer erlebt hatte. Wäre er ein Fremder ohne Bezug zu der Geschichte gewesen, hätte er genauso gut denken können, es sei Märchenstunde in einer schlecht beleuchteten Dorftaverne.

Der Halbelf nickte zufrieden, als sie nach dem ungefähr dritten Mal erwähnen von „den blitzenden Augen“ und „rasiermesserscharfen Fangzähnen“ des Biests bei der Stelle mit seinem Pfefferpulver angekommen war. "... solche Perlen brauche ich unbedingt, Ongar! Die haben mir echt das Leben gerettet.!" Emmas Augen leuchteten und er hätte schwören können, dass ihr Körper aufgeregt hin- und herhibbelte.

Das Produkt war also gelungen. Gut. Er hatte Melvan nicht ohne Grund angewiesen, Emma damit auszustatten. Die Chance, dass sie den Diebstahl unbemerkt unter der Nase der Katze hätte ausführen können, war eben lächerlich klein. Nicht umsonst waren die Sidhe die Wächter dieses Landes. Mensch und Tier glichen ihre Schwächen so gut aus, dass für den gewöhnlichen Mann eben nicht mehr viel Angriffsfläche übrigblieb.

Das musste auch Ongar bewusst sein.
Die eisige Präsenz des Mannes ließ Aleister daran aber zweifeln. Sie verschluckte Emmas letzten Satz geradezu und eine unangenehme Stille legte sich über den Alkoven. So still, man konnte fast die Vene, die auf der Schläfe des Hehlers erschienen war, pochen hören. Mit rotem Kopf starrte er seine Tochter derart nieder, dass Emma in sich zusammensackte. Selbst die Ratte, die immer auf ihr herumkrabbelte, hatte sich in weiser Voraussicht verabschiedet.

Ongar war unberechenbar. Keiner wusste das besser als Aleister, der es vorzog, ein Stück von Emma wegzurücken. Für den Fall, dass der Gute Gift und Galle spie, oder alternativ mit Tischen und Stühlen warf, wollte er lieber nicht im Kreuzfeuer sitzen. Der Ottomane knirschte verlegen.

„Al, mein Freund!“

Bevor der Magier dazu kam, Ongars bedrohlich gut gelaunten Ton zu analysieren, hatte der sich schon über den Tisch gelehnt und ihm seine Pranke auf die Schulter gedrückt. Zeitgleich schob er das Säckchen Bezahlung zu ihm zurück. Aleister schwante Übles. Und bald wurde klar wieso.

Ongars „nette Idee“ stellte sich als gar nicht so nett heraus. Der Sidhe verzog bei dem Vorschlag keine Miene, aber das brauchte alles an Willenskraft, was er hatte. ER, Aleister Fiore, sollte Emmas Babysitter spielen? Das konnte nicht Ongars Ernst sein. War es aber.
Emma schien ähnlich begeistert wie er. „Nein, Ongar, ich will nicht fort...“
Ihr Protest fiel kläglich unter den Tisch.

„Du bist doch einverstanden...Freund?“
Wie eine hungrige Kobra lauerte Ongars Hand vor Aleisters Nase.

Einerseits hatte der wenig Lust, sich noch länger mit diesem frechen Weibsbild herumzuplagen aber andererseits...sie hatte sich als recht geschickte Diebin erwiesen. Vielleicht war es nicht so verkehrt, sie eine Weile mitzunehmen. Besonders im Hinblick auf das, was er für die nächsten Wochen geplant hatte. Und wenn er damit seine Beziehung zu seinem alten Freund festigen konnte...

Lange, dünne Finger griffen nach Ongars Hand.
„Sie wird gut bei mir aufgehoben sein. Und mach dir keine Gedanken über die Suavis. Bis die wieder riechen kann, hat sie das Parfüm deiner Tochter vergessen. Herumschnüffeln wird hier keiner.“
Der Sidhe schob das Säckchen Gold zu Emma hinüber und richtete sich dann zu seiner vollen Größe auf.
„Es war mir wie immer eine Freude, Geschäfte mit dir zu machen, Ongar. Bitte entschuldige mich nun. Ich muss Vorbereitungen treffen und wenn ich mich nicht irre, kann ich außerhalb Besuch hören, der schon sehnsüchtig auf seinen Empfang wartet. Ich verlasse morgen die Stadt. Erlaube mir kurz, deine Tochter zu entführen und dann soll eurem...Abschied nichts mehr im Wege stehen.“

Mit einem kalten Lächeln auf den Lippen schnappte der Silberhaarige sich seinen Mantel und streifte ihn über. Jetzt war er nur noch einer von vielen Schatten, die hier täglich ein- und ausgingen.
Langsam schritt er zum Ausgang des Alkoven, blieb aber hinter Emma stehen.
„Fünf Minuten. Vorzugsweise irgendwo, wo niemand mithört, wenn ich bitten darf...“




19. Kiriat, des Nachts
Aleister stimmt Ongars Idee zu. Die ursprüngliche Bezahlung überlässt er Emma und macht sich für den Aufbruch bereit. Bereits am nächsten Tag möchte der Sidhe abreisen und kurz ein paar Dinge mit Emma klären, bevor er geht. Zu dem Zweck bittet er sie, beide zu einer ruhigen Ecke zu bringen, weil draußen schon neuer Besuch auf Ongar wartet.

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Beitragvon Emma » Fr 22. Sep 2017, 20:41

Emma wusste, sie hatte verloren.
Sie drückte ihren Rücken durch und ihr Blick wurde wieder kühl. Ihr Mund war wieder ein dünner Strich und wer sich in ihre Nähe bewegte, erzitterte vor ihrer eiskalten Aura die sie nun wie ein Mantel umschloss.
Sie stand auf. Ongar hatte zu seinem Glas gegriffen und starrte mit leerem Blick in die Flüssigkeit die immer wieder an der Glaswand hochleckte.
"Du kannst Dir ein Pferd nehmen. Ich werde mich bei dir melden!"
Damit war alles gesagt.
Sie warf Aleister einen Blick zu der ihm sagte, das er ihr folgen sollte.
Mit hocherhobenen Hauptes verließ sie den Alkoven.
Sie trat auf die Treppe und lief sie Stufe für Stufe hinunter in die Hölle der Sünde. Mit zusammengekniffenen Lippen bahnte sie sich einen Weg durch die Massen.
Ob Aleister ihr folgte schien sie gar nicht zu interessieren. Es war als währe sie in Watte gepackt. Endlich war sie wieder zu Hause. Endlich hätte sie wieder ihr wahres Leben führen können. Über die Dächer springen, die Nacht leben und ihre EInsamkeit geniessen. Stattdessen sollte sie nun wieder raus auf das Land, auf so einem Klepper durch die Welt reisen.
Hinter ihrer Schläfe klopfte es. Auch das noch. Kopfschmerzen.
Sie schob etwas unsanft einer der Kelnerinen auf die Seite, so das diese fast ihr Tablett fallen lies.
An der gegenüberliegenden Wand hing ein schwerer Vorhang, den Emma mit Schwung auf die Seite schob. Eine Holztür die mit wunderschönen Intarsien verziert war.
Sie zeigte verschiedene Scenen mit Greifen, Suavis und Einhörnern.
Emma steckte einen großen Schlüssel in das Schloss und drehte ihn um.
Währe es in dem großen Raum leiser gewesen, hätte man das leise Knarren gehört die die Tür verursachte als sie nach Innen aufschwenkte.
Emma stellte sich mit verschränkten Armen gegen die Tür sodass sie nicht zufallen konnte und wartete bis Aleister an ihr vorbei den Raum betrat.
Ein großer Schreibtisch nahm das Zimmer fast vollends ein.
Zwei große Widder die sich in Kampfstelleung gegenüberstanden zierten den eichenen Tisch. Die Schmitzereien waren was lebensecht.
Ein großer trohnartiger Stuhl, bezogen mit grünem Samt und ebenfalls mit verschwenderrischen Schnitzereien versehen verfolständigen den colossalen Anblick.
Doch EMma hatte keinen Blick für die Pracht.
Fast wie so wie ein trotziges kleines Kind lehnte sie sich an den Schreibtisch und starrte auf ihre Fußspitzen.




19. Kiriat des Nachts
Emma gibt klein bei und führt Aleister in ein leeres Büro um sich anzuhören, was er zu sagen hat

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Beitragvon Aleister » So 1. Okt 2017, 07:53

Emma ging voraus, zurück in den Kessel von Alkoholgestank, Gelächter und rotgeränderten Augen, die ihnen neugierig folgten. Ihre schlechte Laune schwelte um sie herum wie ein paar Gewitterwolken und die Gruppen von Gaunern und Tagedieben, die sich in ihrer Bahn tummelten, machten schneller Platz, als der Arm des Gesetzes sie zum Fliehen brachte. Eine junge Kellnerin war zu langsam. Unwirsch stieß Emma sie beiseite. Der Eintopf, den sie auf ihrem Tablett trug, wippte gefährlich und klatschte auf den ein oder anderen Mantel mit seinen dampfenden Innereien. Flüche hinter ihr ausstoßend, stapfte die Dame davon.

Ongars Töchterchen zeigte keine Reaktion. Sie kam vor einem Vorhang zum Stehen, schob ihn beiseite, fischte einen groben Schlüssel hervor und drehte ihn im Schloss einer verborgenen Holztür herum, bevor sie eintrat. Aleister blieb keine Zeit, die Schönheit ihrer Dekorationen, offenbar alter Sidhe-Kunst entsprungen, zu bewundern. Emma wartete nur darauf, ihr Rücken die Tür zurückhaltend, dass er eintrat. Dann wirbelte sie um ihn herum und lehnte sich an einen Schreibtisch, der nicht minder verziert war. Ob das gute Stück wohl zum Verkauf stand?

Ongars Offenbarung hatte sie aus der Bahn geworfen. Wie ein Schluck Wasser in der Kurve hing sie da, Arme verschränkt, Blick auf den Boden geheftet, als wäre sie gar nicht wirklich da. Gedanken wer weiß wo.
Solange sie aufnahmefähig für das war, was Aleister ihr zu sagen hatte, konnte es ihm gleich sein. Sie würde sich fangen.

“Eigentlich wollte ich die Stadt im Morgengrauen verlassen. Da das aber nur noch ein paar Stunden hin ist, genügt es auch zur Mittagszeit. Trefft Euch mit mir auf der Straße Richtung Nordwesten. Ich werde zwei, dreihundert Meter entfernt vom Tor auf Euch warten. Die Reise geht nach Tribuna, Zwischenstopp in Halum. Verspätet Euch nicht. Das wäre es von meiner Seite.“

Der Sidhe legte den Kopf schräg und wartete, ob Emma noch etwas zu sagen hatte oder ihn mit Schweigen strafen würde.
Ansonsten würde er gehen. Vorkehrungen mussten getroffen werden.




19. Kiriat, des Nachts
Emma bis zum verborgenen Raum folgend, legt Aleister ihr seinen Reiseplan nahe und wartet ab, ob sie noch irgendeine Reaktion zeigt oder etwas zu sagen hat.

Spieler: Aleister, Emma
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Beitragvon Emma » Mi 11. Okt 2017, 19:35

Wie oft stand sie schon in diesem Büro...
Ihre Gedanken streiften zu dem Tag zurück damals vor einigen Jahren. Sie war wohl so 16. Sie hatte aus der Auslage im Laden eine Tüte mit kandierten Erdbeeren eingesteckt und war ohne zu bezahlen durch die Tür getreten. Sie lief direkt einen von Ongars Muskelheinis in die Arme, die sie dann postwendend in dieses Büro verfrachtete.
Dieser Tisch war damals schon so prunkvoll und Emma konnte nicht anders. Sie musste die geschnitzten Figuren anfassen. sanft strich sie mit dem Finger über den geschnitzen Rücken,
"Du kannst Deine FInger wohl gar nicht bei dir lassen, was?"
Erschrocken zog sie ihre Hand zurück.
Der Mann der da in dem riesiegen Sessel saß hatte sie gar nicht bemerkt, so sehr war sie von den Schnitzereien begeistert. Mit geradem Blick sah sie ihm in die Augen.
"Nur bei den schönen Dingen habe ich damit Schwirigkeiten!"
Sie hatte vor dem Mann keine Angst. Seine blauen Augen blitzen sie an.
"Waren die kandierten Erbeeren auch .... schön?"
Emma presste die Lippen kurz aufeinander. "Das kann ich leider nicht sagen. Ich hatte keine Gelegenheit ihre Schönheit zu probieren...!"
Der Mann beugte sich vor und schob die Tüte mit den Erdbeeren in Emmas Richtung.
"Dann probiere....!
Sie zögerte. Aber nach dem aufmunternden Nicken von dem Mann griff sie zu.
Es waren die schönsten Erdbeeren die sie je gegessen hatte. Der Kandis knackte, als sie draufbiss und die Süsse mischte sich mit der Säure des Obstes.... Wunderbar!
So hatte sie Ongar kennengelernt. Fast spührte sie noch die Süsse auf ihren Lippen. Sie lächelte als sie an dieses erstes Treffen dachte.

"... dreihundert Meter entfernt vom Tor auf Euch warten. Die Reise geht nach Tribuna, Zwischenstopp in Halum. Verspätet Euch nicht. Das wäre es von meiner Seite."
"Äh was?"
Dieser Aleister stand vor ihr und sah sie mit zur Seite geneigtem Kopf fragend an.
"Ähh, ja. Morgen früh am... Südtor?"
Emma schüttelte den Kopf.
"Ehhh....Währe es nicht praktischer wenn wir vom Nordtor aus nach Tribuna reisen? Und ausserdem Ich würde gerne noch ein paar Stunden schlafen bevor es losgeht... Ich denke Morgen Mittag währe die bessere Wahl!"
Inzwischen stand sie direkt vor Aleister und stemmt ihre Hände in die Hüften.

19. Kiriat des Nachts
Emma flieht in Tagträumen und bekommt nicht genau mit was Aleister ihr sagt.

Aleister und Emma

Emma

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Ongars Kaufmannsladen

Beitragvon Aleister » Sa 14. Okt 2017, 13:07

Also doch. Sie war woanders. Wahrscheinlich bei den urinbesudelten Gossen und den von Tauben und Krähen verdreckten Dächern Gil'Leadings. Faszinierend, wie Erinnerungen und Nostalgie es vermochten, selbst ein Stadtgeschwür wie dieses in einen heimeligen Flecken Erde zu verwandeln.

Das bringt nichts...ich könnte genauso gut gegen eine Wand reden.

Mit in die Hüften gestemmten Armen funkelte Emma ihn an. Als ob er tatsächlich etwas Schwachsinniges vorschlagen würde, wie vom Südtor, oder was immer sie sich da zusammengereimt hatte, aus zu reisen.

Aleister kräuselte seine Lippen zu einem süffisant-amüsierten Lächeln.

„Gewiss. Vor dem Nordtor. Zur Mittagszeit.“

Sie sah müde aus, die Augen glasig, der jugendliche Trotz in ihnen bereits verblassend. Der Auftrag hatte einiges von ihr abverlangt...was den Sidhe an etwas erinnerte.

Er strich ein paar Falten aus seinem Mantel und zog seine Kapuze tief ins Gesicht.

"Entschuldigt mich, es wird langsam Zeit. Ihr solltet Schlafen und Euch verabschieden. Wir sehen uns dann außerhalb der Stadt zur vereinbarten Zeit."

Und verspäte dich ja nicht zu sehr, Mädchen.

Mit langen Schritten glitt der Mann zur Tür, öffnete sie und verharrte im Rahmen.

„Übrigens, da ich es vorhin versäumt habe, und dafür gibt es natürlich keine Entschuldigung - danke."

Die Tür pendelte sanft ins Scharnier und der Vermummte bahnte sich einen Weg durch die Menge nach draußen. Die meisten wichen bereitwillig.

Mit einem dröhnenden „Palim Palim!“ im Rücken ließ Aleister Ongars Kaufmannsladen hinter sich und wurde von den Gassen der Stadt verschluckt.

tbc: Straße zwischen Gil'Leading und Halum




19. Kiriat, des Nachts
Ihrer „Planänderung“ zustimmend, verabschiedet Aleister sich vorerst von Emma. Bevor er geht, bedankt er sich nochmal für ihre Arbeit.

Spieler: Aleister, Emma
NPCs: /
火の無い所に煙は立たぬ

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