Dorf nahe der Mündung Kaam/Dramaru

Östlich vom Dramaru: von Baganun bis nach Shirga

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Beitragvon Shard » Mi 3. Mai 2017, 14:47

Eifrig tastete der Blick die Dunkelheit ab. So lange, bis das Splitterherz glaubte ein kurzes funkeln wahr zu nehmen. Innerlich wurde er unruhig. Der Geruch wurde penetranter und es gar nur einen Greifen, den er kannte, der fortgegangen war und lebte. Seine Zunge drückte sich gespannt wieder und wieder gegen das Innere seines Schnabels. Jene Dunkelheit die er fixierte hatte einen Schatten der sich rührte. Doch das Aussehen war selbst so dunkel, dass es sich kaum vom Schutz der Bäume löste. Und auch als die Sekunden verstrichen kam keine Reaktion. Es war aber auch weder eine Reaktion noch eine Aktion von Nöten. Dieses – nun er nannte es Zögern, verriet ihm alles was er wissen musste. Das Gefieder drückte sich wieder an den Kopf, selbst die Ohren glitten zurück als schließlich zischend der Name zur selben Zeit ausgesprochen wurde, wie seiner in einer vorsichtigen und zaghaften weise. „Reika!“ Mit wenigen Schritten näherte er sich seiner Schwester, bevor er wieder kurz vor dem Eingang still stand. Sein Schwanz peitschte über den Boden, bevor er sich empor reckte um seiner Verärgerung an Bedeutung bei zu pflichten.

„Verdammt Reika!“, fauchte der Greif erneut. Ihre Stimme hatte ihm das letzte Quäntchen Zuversicht gegeben welches er brauchte. Ohne auf eine Einladung oder eine weitere Reaktion ihrerseits zu warten stolzierte der erhabene Sohn des Rudelführers an seiner Schwester vorbei. Millimeter trennten die Körper, bevor er sich in den Schutz der Tanne begeben hatte. Keines Blickes würdigte er die Nachtschwinge und sprach unverwandt weiter: „Ist das wieder einer deiner kindischen Fantastereien? Hast du überhaupt an die Familie gedacht? Weisst du überhaupt was für Sorgen sich Shargo macht? Hast du an das Herz deiner Mutter auch nur einen Gedanken verschwendet? Weisst du was hätte alles passieren können und noch passieren wird?“
Sobald auch die Schwanzspitze in dem Unterschlupf verschwunden war, schüttelte sich der größere Greif erst einmal kräftig. Der nasse Pelz setzte sich zunächst nur träge in Bewegung, bis er endlich das meiste Wasser los war. Natürlich waren die Fragen größtenteils rhetorischer Natur gewesen um Reika's Köpfchen etwas zu beanspruchen. Immerhin schien sie in letzter Zeit diesen gar nicht gebraucht zu haben.
Als er endlich den Kopf herum drehte funkelten die Seelentore in einem unheimlichen violett-gold Ton. “Was machst du hier überhaupt?“ Endlich eine Frage die er wirklich beantwortet haben wollte. In aller Ruhe drehte sich sein massiger Körper herum, bis das Hinterteil auf dem Boden landete. Der lange Schwanz wurde um seine Hinterbeine gelegt, während die Hälfte am Ende ungeduldig weiter durch die Luft schwang. Seine Flügel schmiegten sich wieder eng an den Körper, den Kopf legte er in eine leichte Schräglage während er sie blinzelnd betrachtete. Was sollte er nur mit diesem Ausreißer tun?

Natürlich liebte er Reika. Er war gerade zu krank vor Sorge gewesen! Doch dies konnte er nicht offen zeigen. Zunächst musste er seine Schwester zur Räson rufen und ihr die Leviten lesen. Ohne ein Wort war sie davon gezogen und hatte ihn auch noch belogen! Zumindest fühlte es sich so für den Greifen an. Das Wort Hintergangen empfand er nicht richtig und würde es bei keinem seiner Familienmitglieder so schnell verwenden.
Doch jetzt Weiche walten zu lassen wäre fehl am Platz. Zumal jeder andere Greif der sich und das Rudel in Gefahr brachte ebenso behandelt werden musste – es sei denn sie wollten das Rudel vollends verlassen. Dass dies eine Option für Reika war wollte und konnte Shard einfach nicht akzeptieren oder gar zulassen. Sie gehörte zu seinem Leben wie das Rudel selbst. Ohne sie war er – das musste er zu seinem Bedauern zugeben – nicht mehr als irgend ein daher gelaufener Greif. So kam sich Shard zumindest selbst vor. Eine viel tiefere Liebe und Zuneigung verband das Splitterherz mit der Nachtschwinge als Shard es selbst bewusst war.



21. Kiriat, Spätnachmittag
Shard faucht Reika an und bombadiert sie mit Fragen. Drängt sich an ihr vorbei in den Unterschlupf bevor er endlich von ihr eine Antwort verlangt, was sie hier sucht. Innerlich erzittert er vor Sorgen um sie, während er äußerlich kühl und distanziert bleibt.

Shard

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Beitragvon Reika » Mi 3. Mai 2017, 21:43

Schweigend und mit gesenktem Kopf ließ Reika die Schimpftirade über sich ergehen und zeigte auch keine Reaktion, als sich Shard ungefragt neben sie in den Unterschlupf quetschte. Sie legte sich nur wieder hin und zog Schweif, Flügel und Beine so eng an ihren Körper wie es möglich war. Auch als Shard sich das Wasser aus dem Fell schüttelte und sie dadurch wieder komplett durchnässte, rührte sie sich nicht. Stumm starrte sie weiter auf einen Punkt vor ihren Pfoten und rollte sich etwas enger zusammen wodurch sie noch kleiner erschien als sonst.
Ja, es war eindeutig ihr Bruder und er hatte genauso reagiert wie sie befürchtet hatte. Nichts hatte sich geändert und es würde sich auch nie ändern. Er verstand nicht was sie fühlte und wie ihre Sicht auf die Welt war. Oder wollte es nicht verstehen.
Auch wenn Reika diese Reaktion vorhergesehen hatte, war sie doch selbst überrascht wie sehr es sie traf. Die Freude über das Wiedersehen und das schöne Gefühl, aus der Einsamkeit auszubrechen und wieder die Sicherheit und Gesellschaft von Familie zu spüren, beides wurde durch seine Worte hinweggefegt wie Staub im Sturmwind. Zurück blieb nur eine Wüste aus Schmerz und Trauer.

Ihre Eltern waren nicht das Problem. Reika kam nicht nur äußerlich stark nach ihrer Mutter. Auch sie war eine ratlose Nomadin gewesen, ehe sie sich der Liebe zu Shargo wegen schließlich niedergelassen und ihr altes Leben aufgegeben hatte. Und gerade deshalb war Ravia vielleicht die einzige gewesen, die einigermaßen verstand was Reika umtrieb. Sicher hätte... hatte sie sich Sorgen gemacht, aber trotzdem nicht versucht Reika aufzuhalten. Schließlich ging es ihrem Nachwuchs doch darum sein eigenes Glück zu finden, so wie sie einst...
Shargo war ein anderer Fall gewesen. Genauso wie Shard hatte er nicht verstanden worum es Reika ging und er war auch dagegen gewesen das sie das Rudel verlassen wollte. Aber Schuldgefühle hegte Reika dadurch nicht. Sie war ja nicht stillschweigend abgezogen sondern hatte sich bemüht zu erklären und sich auch von ihnen und dem restlichen Rudel verabschiedet. Damals zwar noch mit dem Plan Torlamun zu erforschen, aber mit der klaren Absicht wegzukommen. Es machte in Reikas Augen keinen Unterschied das sie Torlamun dann gegen dieses neue grüne und unbekannte Land eingetauscht hatte. Weg war weg.

Die einzige bohrende Schuld die sie plagte war Shard gegenüber. Ihn hatte sie zurückgelassen, bei ihm war sie einfach stillschweigend aus einer Laune heraus abgezogen. Es war nicht richtig gewesen und das war das einzige was sie wirklich zutiefst und ehrlich bereute.

Erstmals hob sie wieder ihren Kopf und stellte sich dem Blick ihres Bruders. Sie sagte nicht, sie tat nichts, einzig die Traurigkeit sprach aus ihren klaren, hellblauen Augen. Sie hatten sich gerade erst wiedergefunden. Warum konnte er sich nicht einfach am Augenblick freuen? Warum konnte er nicht akzeptieren das sie ihrem eigenen Weg folgen und sich nicht den eines anderen aufzwingen lassen wollte? Entgegen jeder Wahrscheinlichkeit waren sie wieder zusammengekommen und das einzige worum es ihm ging war sie wieder zurück in ein Leben zu bringen das sie aus freien Stücken abgelehnt hatte.

“Was ich hier mache?“ Ihre Stimme klang matt und kraftlos und es schwang die gleiche Traurigkeit mit die auch ihr Blick ausstrahlte. Wieder einmal begann sie ganz erbärmlich zu zittern, wobei das diesmal aber eher den Wogen von Trauer geschuldet war die durch ihren Körper brandeten. “Ich lebe mein Leben Shard. Ein Leben das ich weder dir, noch den anderen aufzwingen will und wollte.“ Sie hatte ihn nicht darum gebeten mitzukommen, genauso wenig wie die anderen Greife des Rudels. Es war seine eigene Entscheidung gewesen sie zu begleiten, oder nicht?

Die Greifin liebte das Reisen und das Unbekannte. Sie lebte im Hier und Jetzt und für den Moment. Wo ihr Bruder nur Gefahr sah, sah sie Möglichkeiten. Wo er lange zögerte und Konsequenzen abwog, handelte sie und folgte dem was ihr ihr Gefühl sagte. Sie wusste zwar nicht warum sich ihre Ansichten so unterschieden, aber sie wusste das es so war.

“Warum bist du hier?“ stellte sie nun ihrerseits die offensichtliche Frage. Auch wenn sie die Antwort vermutlich schon kannte und erwartete – um sie zum Rudel zurückzubringen - wollte sie es doch von ihrem Bruder selbst mit seinen eigenen Worten hören.



21. Kiriat, Spätnachmittag/Abend
Reika lässt die Standpauke über sich ergehen, denkt über die aufgeworfenen Fragen nach und fühlt Trauer und Enttäuschung über Shards Ansichten und Unverständnis. Antwortet ihm und stellt ihrerseits eine Frage.
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Beitragvon Shard » Mo 15. Mai 2017, 10:29

Da kam er – der Blick der sein Herz zerriss. Es war, als würde ein Berglöwe sich auf ein schlafendes Opfer werfen und die Brust aufreißen. Langsam glitten die scharfen Krallen über den mächtigen Muskel und zogen es unter mächtigen Schmerzen und starken Klopfen in mehrere kleine Teile. Diese strahlenden Diamanten an Augen, die ihn so anblickten – sie bewirkten genau das.
Shards Körper verkrampfte sich unter dem ganzem Fell. Sein Wille kämpfte verzweifelt gegen die Reaktion seines Herzens an – er wollte stramm sitzen und Reika nicht zeigen wie sehr es ihn traf, dass er sie mit seinen Worten getroffen hatte. Es wirkte auf den Greifen, als stünde seine Schwester den Tropfen in ihren Augen nah – jene Wasserperlen die ihr Federkleid so bezaubernd zur Geltung brachten wenn sie in einzelnen Tropfen auf ihr saßen.

Genervt von sich selber klackte er mit der Zunge gegen den Schnabel. Seine Seelenspiegel erhielten einen Glanz, der die inneren Gefühle verbarg. Stoische starrte er auf das dunkle Exemplar nieder und lauschte ihren Worten. Worte, die so viel Auskunft gaben wie ihre Existenz hier. Worte, die er nicht hören wollte. Worte, die er nicht verstand.
Was er verstand, war ihr zitternder Körper. Nun stopfte der Berglöwe Steine in den Hals. Bleibe ruhig, Shard... Halte... stand..., mahnte er sich. Doch das Herz verzagte und der Verstand fiel aus. Zu sehr ging die Situation Reikas an den Sohn des großen Shargos heran. So sehr, dass er sich erhob und ruhigen Schrittens auf die Nachtschwinge zu trat. Innerlich klopfte sein Herz bis zum Halse – keinem anderem Greifen trat er so weich und nachsichtig entgegen wie Reika. Und doch konnte er es eben nicht zeigen und versuchte es stets auf seine eigene, verkrüppelte Art.

Ohne eines weiteren Wortes legte sich das Splitterherz zu seiner Schwester. Eng drückte er seinen massigen Leib an ihre Seite – seinen Kopf an ihre Flanke gelehnt. “Um dich zu finden.“, klang die knappe Antwort auf, als er sich eng genug an Reika gedrückt hatte.
Ihre Nähe war nun viel deutlicher als zuvor. Ihre Wärme strahlte durch das feuchte Fell und ihr Eigengeruch legte sich wie ein schwerer Schleier auf seine Nase. Zurück versetzt in die Tage als sie beide noch junge Greifenkinder waren, schloss Shard die Augen. Und genoss ihre Anwesenheit.

Lange blieb er still und rührte sich keinen weiteren Zentimeter. Jeder Ton – ob gesprochen oder vor Zufriedenheit erklingend – blieb stumm. Es war ein ruhiger Moment in dem sich Shard erneut ins Bewusstsein rief, dass sie da war. Dass er endlich Reika gefunden hatte. Lebendig.

Das Splitterherz wusste, dass er ihr noch eine Erklärung schuldig war. Gewiss würde sie sich nicht mit seiner Antwort begnügen, erwartete es doch Erläuterungen. Ihm war jedoch nicht danach. In diesem Moment hatte er keine Worte um sie zu überzeugen oder zu bedrängen. Zumal die Erschöpfung sich breit machte...



21. Kiriat, Spätnachmittag/Abend
Wird von Reikas Reaktion überrumpelt und sieht sich seiner Gefühle konfrontiert. Würde sie am liebsten beruhigen und auf sie einreden, doch sein eigener Stolz lässt es nicht zu. Stattdessen legt er sich zu ihr und drückt sich an sie, ohne groß etwas zu sagen. Nur, dass er sie gesucht hatte.

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Beitragvon Reika » Mi 24. Mai 2017, 05:32

Shards Augen funkelten wie glühende Kohlen. Es war der Blick eines Rudelführers, stoisch, erhaben... unergründlich wie immer. Groß wie der Greif war starrte er sogar im Sitzen von oben auf sie herab wie auf ein mögliches Beutetier und Reika fühlte sich immer schlimmer. Es wirkte für sie so als sähe er in ihr nur ein winziges, jämmerliches Küken, das kaum seine ersten tapsigen Schritte allein gehen konnte und ohne seine stete Führung und „Hilfe“ natürlich auch völlig aufgeschmissen war.

Einige Sekunden lang erwiderte Reika noch den Blickkontakt, dann drehte sie mit einem kaum merklichen Kopfschütteln ihren Kopf weg auf die entgegengesetzte Seite des Unterschlupfes. Sie war innerlich tief geknickt und beleidigt und ihr fehlte die Kraft um sich ihrem Bruder weiter entgegenzustellen. Ihr war zumute als würde sich irgendwo in ihrem Hals ein Klumpen bilden und ihr die Luft nehmen. Ein Teil von ihr wollte einfach nur die Flucht ergreifen und hinaus in den strömenden Regen und das Gewitter flüchten, nur um aus dieser elendigen Situation rauszukommen.

Bevor sie allerdings wirklich dazu kommen konnte, schob sich Shards massive Gestalt neben sie. Bei der Berührung verkrampfte Reika sich sichtlich, sie atmete einmal scharf ein und hielt sich nur mühsam davon ab, aufzuspringen. Ihre beleidigte Hälfte wollte ihren Bruder mit der gleichen kalten Ablehnung strafen wie er es auch bei ihr getan hatte und sich ihm nun entziehen.
Um mich zu finden? Diese Antwort war in etwa genauso aussagekräftig gewesen wie ihre, aber sie ließ es erstmal unkommentiert im Raum stehen. Auch bei ihr kroch die Müdigkeit hoch und machte ihre Gedanken träge. Vermutlich war es auch das was sie davon abhielt einfach davonzustürmen. Es war ein langer Tag gewesen...

Innerhalb der nächsten Minuten löste sich Reika langsam wieder aus ihrer verkrampften Haltung, vor allem auch deswegen weil es verdächtig still blieb. Vorsichtig drehte sie ihren Kopf und betrachtete ihren Bruder. Irgendwie wirkte er fast gutmütig, wie er sich da so friedlich an ihre Seite gedrückt und seine Augen geschlossen hatte. Da könnte man fast vergessen wie ruppig und garstig er eigentlich sein konnte...

Was soll ich nur mit dir machen? Reika legte mehrmals den Kopf schief und betrachtete ihren Bruder aus verschiedenen Blickwinkeln. Ganz entspannt lag er da und erweckte nun allmählich den Eindruck, als wäre er am einschlafen. Ihr fiel nicht wirklich etwas ein was sie sagen sollte. Sicher könnte sie ihn jetzt anfauchen und ihrem beleidigten Gefühl freien Lauf lassen. Aber wollte sie das auch? Irgendwie war sie zu erschöpft und ihr fehlte die Energie dafür. Reika beschloss den Moment so anzunehmen wie er gerade war. Stutzen konnte sie Shard morgen... würde sie ihn morgen... wenn sie nicht mehr so müde war. Vorsichtig drehte sie sich in eine etwas bequemere Position, blieb aber weiter eng neben Shard liegen. “Du bist manchmal echt unmöglich, weißt du das?“ meinte sie leise und ein gewisser vorwurfsvoller Unterton schwang in ihrer Stimme mit. Stur. Grummelig. Und hast das Feingefühl eines Felsbrockens. Aber du bist immernoch mein Bruder... Und es tut mir leid das ich dich einfach zurückgelassen habe. In gewisser Weise war ihre Geste, liegenzubleiben und seine Gesellschaft zu akzeptieren also auch eine Entschuldigung, auch wenn sie noch zu beleidigt war um das tatsächlich zuzugeben.

Damit schloss auch Reika die Augen und kam allmählich zur Ruhe.



21. Kiriat, Abend
Reika ist beleidigt, aber gleichzeitig auch zu müde und erschöpft um Shard das auch deutlich zu zeigen. Lässt seine Gesellschaft zu. Weiß nicht wirklich was sie mit ihm anfangen soll und verschiebt alles weitere auf morgen.
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Beitragvon Kayla » Sa 3. Jun 2017, 12:24

Sie folgte ihm, ohne noch einen Blick zu dem anderen Sidhe zu werfen, auf die rechte Seite des Feuers. Auch hier lagen Trümmer der ehemaligen Scheune, doch alles war überdeckt von blassgelbem Stroh. Als Kayla nach oben blickte, entdeckte sie die kläglichen Überreste eines Heubodens; zersplitterte Balken, gerademal so dick wie einer ihrer Arme, hangen bis auf den festgetretenen Boden oder krallten sich mit letzter Kraft an die löchrigen Wände der Ruine. Ein einigermaßen intakter Karren lehnte an der Halbwand zur letzten Box; das fehlende Rad lag nicht weit an eine Steinmauer gelehnt, die nur wenige Schritte weit in die Scheunenmitte hineinragte.
Das sieht doch ganz akzeptabel aus, meinst du nicht?, fragte Tylor.
Kayla zuckte nur mit den Schultern und legte wortlos ihren Rucksack neben den Karren. Der Platz zwischen diesem und der niedrigen Mauer war gerade groß genug, dass man, ohne sich eingeengt zu fühlen, dort liegen konnte.
Wir müssen irgendetwas suchen mit dem wir uns vor dem Wind von draußen schützen können. Durch die Löcher da würden sogar Katzen durchkommen. Tylor nickte – diese Menschengeste war ihm zwar ein wenig zuwider, doch nutzte er sie in letzter Zeit häufiger, wie ihm auffiel – und strich vorsichtig an der Mauer und den morschen Balken vorbei. Kayla schob währenddessen all die Trümmer provisorisch unter den Karren und als sie damit fertig war, lag die dunkle Erde kalt vor ihr. Vielleicht könnte man ja...?
Hab was.

Kayla war stolz auf ihre kleine Konstruktion eines Schlafplatzes: Die großen Löcher in der Wand waren verdeckt von noch intakten Dachziegeln, die kleineren Stellen gestopft mit Stroh. Die kalte und feuchte Erde war ebenfalls bedeckt mit Stroh, größtenteils ein wenig feucht, doch besser als gar nichts, fand Kayla. Das Rad – nun näher am Feuer platziert – diente ihrem Mantel zum Trocknen und schirmte sie von dem anderen Sidhe ab, der allerdings mittlerweile zu Schlafen schien. Auch Samanda hatte eben eine gute Nacht gewünscht und war verschwunden.
Wird Zeit, dass wir unseren Schlaf kriegen, meinte Kayla und kraulte Tylor träge hinter den Ohren. Er grummelte zustimmend und ließ sich auf alle vier Pfoten nieder. Auf der Suche nach Wärme kuschelte sich Kayla an ihn und fand schnell in den Schlaf. Ihr letzter Gedanke galt dem Feuer, das noch immer prasselnd und knackend die morsche Scheune erhellte.


21.Kiriat - Spätnachmittag/Abend
Richtet ihren Schlafplatz her und legt sich schlafen.
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Beitragvon Samanda » So 4. Jun 2017, 18:13

Als Samanda wach wurde tat ihr alles weh und konnte sich kaum bewegen. Heiß und kalt wechselten sich ab. Ihr Kopf fühlte sich wie benebelt. Sie musste es leider zugeben, das sie sich was eingefangen hatte. Dabei dachte sie immer, dass sie in der Menschenwelt nicht Krank werden könnte. Besonders nicht was Menschen bekamen. Sie kannte sich mit Krankheiten von Elfen aus. Nicht alles aber das meiste. Mit Krankheiten die Menschen betrafen wusste sie kaum was. Deswegen konnte sie auch nicht sagen was es war.Die junge Elfe konnte nicht mal denken.
Erschöpft und untätig was zu machen rollte sie sich zusammen.

Es wurde langsam hell draußen. Die anderen schienen noch zu schlafen. Es war ruhig in der Scheuen. Die kleine Maus biss vorsichtig in das Ohr der Elfe. Wärme strahlte die Elfe aus. Sie reagierte nicht. Das kleine Tier spürte, dass etwas nicht stimmte. In Gefahr waren sie nicht. Was genau es war wusste sie nicht. Ohne zu überlegen folgte sie ihren Instinkt und huschte schnell aus der Box. Vor der Box stellte sie sich auf ihre Hinterpfoten und schnüffelte. Es lagen Gerüche in der Luft die ihr Angst machten. Diese Gerüche konnten ihr schaden. Die waren aber zur Zeit nicht so interessant. Es war ein bestimmter Geruch die die Maus folgen wollte. Schnell, aber immer noch die Umgebung beobachtet, huschte sie auf die andere Seite. Hinter einer großen Holzwand war ihr Ziel. Durch ein kleines Loch schlüpfte das Nagetier durch. Möglichst leise schlich sie am Raubtier vorbei zu den großen Zweibeiner. Dort angekommen piepste sie in Kaylas Ohr in der Hoffnung sie würde aufwachen.

22.Kiriat – Früher Morgen
Samanda fühlt sich zu schwach um aufzustehen, Die Maus huscht zu Kayla und versucht sie zu wecken.
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Beitragvon Shard » Fr 16. Jun 2017, 18:53

Der Schlaf war tief und ruhig. Trotz des unbekannten Geländes hatte der Greif ein Stück Sicherheit für sich gefunden, welches ihn so tief schlummern ließ. Das Gewitter wurde so monoton wie der eigene Herzschlag - selbst die Worte Reikas verschwanden im Dämmerzustand - und so konnte man die Nacht geradezu als erholsam bezeichnen.

Fast schon einem Wimpernschlag gleich kam der nächste Tag. Noch vor den ersten Strahlen wurde das Splitterherz unruhig. Es war nicht seine Art lange zu schlafen und so weckte ihn auch jetzt die innere Uhr. Leicht benommen hob er den Kopf nur um im ersten Moment etwas verwirrt die Umgebung zu betrachten. Grüne hoch gewachsene Bäume, grüner Boden – und er glaubte in der Umgebung das rege treiben der ersten Lebewesen zu vernehmen. Anscheinend war er noch immer in diesem Menschenland... Noch bevor dieser Gedanke ihm zuwider werden konnte, drückte sich eine weitere Erkenntnis in den Vordergund. So gleich verdrehte er den Raubvogelkopf um der Tatsache ins Gefieder zu blicken. Falsch herum lag seine dunkle Schwester bei ihm. Dieser Anblick löste eine tiefe Zufriedenheit in Shard aus.

Am liebsten würde er sich vorsichtig von ihr lösen und auf die Jagd gehen um die – wahrscheinlich zwei – leeren Mägen zu füllen. Jedoch widerstrebte es ihm Reika erneut aus den Augen zu lassen (vielleicht war es ja die Angst, dass sie ihm wider davon sprang) und somit der Gefahr auszusetzen, dass sie oder er von den widerlichsten Kreaturen auf diesem Land angegriffen, verletzt, versklavt oder gar getötet wird.
So rang Shard eine Weile mit sich, bevor er vorsichtig ein leises Gurren von sich gab. Seine Augen fixierten den Kopf seiner Schwester, in der Hoffnung dass diese bereits wach war oder erwachen würde. Sollte dem nicht der Fall sein, würde der Greif den Kopf – zwar widerwillig aber mit größter Geduld – erneut auf den Pranken betten und warten.



22. Kiriat, Morgens
Shard erwacht und überlegt ob er auf die Jagd geht. Er hat jedoch zu große Sorgen um Reika und sich und will lieber auf seine Schwester warten.

OOC: Nun hast du ewig gewartet und dann gibt Shard so wenig her – sorry xD

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Beitragvon Reika » Do 22. Jun 2017, 17:27

Reika schlummerte noch friedlich vor sich hin, bis sie von Shards Gurren unvermittelt aufgeweckt wurde. Ihr Kopf schnellte vor Schreck in die Höhe, weil sie das Geräusch im ersten Moment nicht zuordnen konnte und nur wusste das es beängstigend nahe war. Doch dann erblickte sie die vertraute Gestalt ihres Bruders und beruhigte sich sogleich wieder. Sie war es einfach nicht mehr gewohnt in Gesellschaft zu sein, weil sie eine ganze Weile völlig allein gereist war. Da wurde man schonmal etwas paranoid. Sie schüttelte sich und stand auf. “Guten Morgen“, begrüßte sie Shard und schob sich an ihm vorbei ins Freie. Dort machte sie einen Buckel und streckte erst einmal ausgiebig die Beine aus, wie es auch eine Katze nach einem erholsamen Schläfchen tun würde. Dann lehnte sie sich nach vorne und streckt die Hinterbeine, anschließend ihre Flügel. Dann setzte sie sich auf ihre vier Buchstaben und fasste Shard ins Auge. Reika war noch immer beleidigt von gestern und sie wollte Antworten. Sie kam deswegen gleich zur Sache und griff das Gespräch vom gestrigen Abend auf. “Also. Du hast mich gesucht und du hast mich gefunden“, sie legte den Kopf schief. “Hier bin ich. Und was hast du jetzt mit mir vor?“



22. Kiriat, Morgens
Reika wacht auf, macht Morgengymnastik und setzt das Gespräch von gestern fort.
Shard, Reika
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Beitragvon Shard » Fr 23. Jun 2017, 20:12

Ein 'Guten Morgen' drang an Shards Ohren, woraufhin diese sofort nach vorne zuckten und der Kopf zu Reika schnellte. Leicht zuckte die puschelige Schwanzspitze bei dem Anblick seiner Schwester. In einer sehr weiblichen Art bewegte die Hippogreifin sich vorsichtig aus dem Versteck und reckte sich zunächst genüsslich. Die gold-violetten Augen des Männchens hingen an ihr, als würde an einem Bären Honig kleben.
Reika nahm sich die Zeit die sie brauchte – so wie Shard um sie zu betrachten. Dabei juckte es eigentlich schon in ihm, an seinen Muskeln. Er wollte sich auch bewegen, sich auch strecken. Von der eigenen Ungeduld aufgestachelt zuckte der geschmeidige Schwanz von der einen zur anderen Seite. Denn trotz seines Wunsches, wollte er auch den Blick nicht von ihr abnehmen. Er wollte die Situation genießen, das Wissen und die gesehene Realität.

Als seine Schwester anscheinend fertig mit der allmorgendlichen Prozedur war, durchbrach ihre Stimme seine Gedanken – wenn er denn welche hatte. >Also< hallte das erste Wort bestimmend wieder. Shards ganzes Augenmerkt legte sich wieder auf Reika. Seinen Kopf zog er zurück und hob ihn in eine Höhe, dass es ihm weder an Anmut noch Würde fehlte. Ganz genau beobachtete er ihre nekische Kopfbewegung. Eines Tages würde sie noch einem Greifen den Kopf so verdrehen, dass er den Boden für den Himmel hielte und den Himmel für einen See in dem er ertrinken würde. Und dieser Tag machte ihm ganz tief in seinem Innern Angst.
Klackend öffnete und schloss er den Schnabel, während seine Gedanken seufzten. Er unterstand sich dieses seufzen nach außen zu tragen. Was er von ihr wollte war zu früh. Nur weil sie eine Nacht neben einander gelegen hatten, würde sich seine engstirnige Halbschwester nicht dazu überreden lassen zurück zu kehren. So fasste Shard jenen Entschluss, den er gewiss in baldiger Zukunft bereuen würde.

“Ich habe dich vermisst Reika. Mir sorgen gemacht. Du hast mich einfach zurück gelassen und bist verschwunden. Es hätte sonst was geschehen können.“, sprach er nach einem kurzen Moment der Stille. Keine Spur eines Vorwurfes klang in seiner Stimme, sondern eher – und dies war ungewöhnlich für das Splitterherz – Ernsthaftigkeit und Sorge. Man könnte fast schon glauben, dass eine gewisse Zerbrechlichkeit in ihm war die da sprach. “Darum werde ich bei dir bleiben. Und ich empfände eine Jagd als einen gelungenen Anfang für unsere Wiedervereinigung.“
Mit diesen Worten erhob sich langsam auch Shard. Er drückte zunächst sein Hinterteil in die Höhe und reckte sich, bevor die vorderen Pranken sich Zentimeter für Zentimeter nach vorne arbeitetne um die Rückenwirbel zu dehnen. Es war ein Endgültiger Entschluss den der Greif da verkündet hatte – keine Bitte oder Frage.
Nachdem er noch den Schnabel geöffnet hatte um herzlichst zu Gähnen, wandte er sich zu Reika und glitt elegant aus dem Unterschlupf hinaus. “Da du hier offensichtlich schon länger einher gehst... überlasse ich dir gerne die Führung.“ Mit einem kurzen Blick spreizte er schließlich die Flügel und reckte sie gen Himmel, bevor sie kräftig hinab sausten. Das Gras neigte sich fort von dem Schneeleoparden-Tiger Mischling. Kurz darauf wiederholte er die Prozedur, jedoch mit mehr Kraft und drückte sich gekonnt vom Boden ab. Ohne größere Umstände erhob sich der massige Körper hinauf über den Grund und mit leichten Kurven bahnte er sich den Weg aus den Tannen hinauf in die Luft. Er mochte nicht so wendig wie seine Schwester sein, jedoch wusste er mit der Masse seines Körpers geschickt genug umzugehen.

Kaum befand er sich über den Wipfeln der Tannen blickte er hinunter und sah nach der Nachtschwinge. Sollte ihr selbst diese Antwort nicht genügen, wäre auf der Jagd reichlich Zeit um das Gespräch zu vertiefen.



22.Kiriat, Morgens (Reika)
Beobachtet seine Schwester. Antwortet ihr ehrlich und schlägt eine Jagd vor. Erhebt sich in die Luft und wartet auf ihre Führung.

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Beitragvon Kayla » Mo 26. Jun 2017, 16:00

Es war stockduster und unglaublich still, als Kayla das erste Mal erwachte. Tylors Atmen war das einzige grummelnde, rhythmische Geräusch, das ihr behutsam den Weg aus ihren Träumen zeigte. Langsam erwachten ihre Sinne und sie nahm auch die leisen, trägen Bewegungen der Anderen war; das Schnauben eines Pferdes, vielleicht das leise Zirpen einer Grille oder das Schuhu einer Eule. Dann kamen die schwach leuchtenden Sterne am Himmel, später die Erkenntnis, dass sie den baldigen Anbruch des Tages bedeuteten. Sie spürte die Kälte durch ihr Kleid sickern, wie klamme Finger, und das weckte sie endgültig.
Stöhnend richtete Kayla sich auf und wischte sich träge durch die Augen. Auch Tylor bewegte sich neben ihr, sein Blick strahlte ihr aus der Dunkelheit entgegen. Er gab ihr mit seiner Schnauze einen feuchten Kuss auf die Wange und wandte sich dann leise aus der Scheune hinaus; er würde jagen gehen.
Jetzt wo Kayla seine Körperwärme nicht mehr an ihrer Seite spürte wurde ihr noch viel kälter. Schaudernd zog sie sich die Ärmel über die Finger und klaubte ihren nun trockenen Mantel vom Rad, um sich darin einzuwickeln und in einen unruhigen Schlaf zu fallen.

Eine piepsende Stimme sagte ihr, sie solle aufwachen.
Die kleine Maus turnte auf ihrer Schulter herum und das Weiß ihres Fells war genauso hell wie die ersten schwachen Sonnenstrahlen, die sich einen Weg durch die Ritzen der Scheune suchten. Der Staub tanzte in ihnen.
Das kleine Geschöpf hüpfte von ihrer Schulter und Kayla streckte sich erst einmal. Sie hatte sich in der Nacht an das intakte Rad des Karrens gelehnt und nun schmerzte ihr Rücken von der unangenehmen Position.
„Was´n los?“, murmelte sie verwirrt. Die kleine Perle – seltsam, dass Kayla genau in diesem Augenblick beschloss, das Nagetier so zu nennen – würde sie ja nicht umsonst wecken. Sie kniete sich in das Stroh und leerte ihren Trinkschlauch. Das Wasser schmeckte erdig und sie musste es sobald wie möglich wieder ersetzen.
Als sie wirklich von sich behaupten konnte, wach zu sein, kam Tylor durch die Tür hinein geschlichen. Er blieb verwundert stehen, als er an Samandas Box vorbeiging. Ein schwacher Geruch von Krankheit schlug ihm entgegen und der Körper der Elfe schien nicht besonders gut damit klarzukommen.
Ich glaube, Samanda geht es nicht so gut.
Perle hat mich bereits geweckt... Sie stand auf, lud alle ihre Sachen in der ersten Box ab und kniete sich neben das zusammengekauerte Geschöpf. Tylor schaute nur skeptisch. Perle? Da war ihm sowas wie ,kleine Maus´ doch lieber - Perlen konnte man schließlich nicht essen.
„Hey, Samanda. Wach auf. Wie geht es dir?“


22.Kiriat - Frühmorgens
Kayla wacht früh auf und holt sich ihren trockenen Mantel, Tylor geht jagen. Perle weckt Kayla und sie fragt Samanda wie es ihr geht.
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Beitragvon Samanda » Mi 5. Jul 2017, 10:14

Samanda hörte eine leise Stimme,aber gedämpft, wie durch einen dicken Nebel. Wer war das? Sie konnte es nicht zuordnen und wollte es nicht. Einfach nur schlafen. Ihre Kraft war einfach weg. Die Dunkelheit war verlockend. Es war nicht anstrengend sie zu erreichen. Wie auf einen Fluss trieb sie weiter ins nichts. Doch bald schon wurde sie gestoppt. Irgendjemand hob sie aus den Wasser und trug sie von den schwarzen Wasser weg. Es dauerte nicht lange da wurde sie auf eine weichen Untergrund abgelegt. Es roch nach Wald und Tieren.
„Du hast genug geschlafen. Mach die Augen auf. Dein Großvater wird mich in vier teile Teilen falls dir was passieren sollte“, sagte eine fremde, aber doch bekannte Männliche Stimme. Die Elfe dachte angestrengt nach. Nein, sie kam nicht drauf. „Ich sagte dir das zu letzten mal. Du wirst nicht an so einer Krankheit sterben. Ich hätte niemals gedacht das die Enkeling von meinen Freund so schwach sein kann“, sagte der Mann weiter. Schwach. Nein, sie war nicht schwach. Niemals. Sie durfte nicht schwach sein. Sie hatte eine Aufgabe. Mit ihren Willen zwang sie sich, sich zu bewegen. Langsam bewegte sie ihre linke Hand. „Geht doch. Jetzt musst du nur noch die Augen öffnen. Und vergiss nicht. Ich bin immer für dich da. Ich werde helfen wo ich kann, damit du in der Welt bestehst. Und jetzt verschwinde von hier. Deine Freundin macht sich sorgen um dich. Ich kann auch nicht länger bleiben.“ Dann war der Mann weg. Mit aller Kraft versuchte sie ihre Augen zu öffnen. Um so mehr sie es schaffte verschwand der Nebel um sie. Sie war zurück in ihren Körper.
Jetzt endlich schaffte sie es ihre Augen zu öffnen.
Sie sah Kayla, die sie ansah. Schattentänzer und die Maus konnte sie auch spüren. Auch Tylor. Sie hatte das Gefühl das ein Baum sie erschlagen hatte aber sie war zurück. Wer war der Mann gewsen? Er hatte ihr Sicherheit gegeben. Woher kannte er sie? Das viele Nachdenken machten die Kopfschmerzen auch nicht besser. Hatte Kayla sie was gefragt? Sie hatte es nicht verstanden.
Sie brachte nur ein schwaches lächeln zustande. Zum reden fühlte sie sich zu schwach.

22.Kiriat - Frühmorgens
Ein femder Mann bringt Samanda dazu aufzuwachen. Sie lächelt Kayla schwach an.
Samanda, Kayla (,Antrax)

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Beitragvon Kayla » Mo 17. Jul 2017, 13:04

Samandas Zustand machte Kayla Sorgen. Sie hatte nicht auf ihre Frage geantwortet und kaum eine Regung gezeigt. Offensichtlich ging es ihr nicht gut.
„Guten Morgen“, probierte sie es noch einmal und erwiderte ihr Lächeln.
Kayla ließ ihr Zeit sich in der wirklichen Welt wiederzufinden, während sie in der Box ein wenig Platz schaffte. Dann nahm die Routine Überhand und sie versank in den vertrauten Bewegungen, die sie bei jedem Kranken zuerst ausführte. Beim Fühlen der Stirn stellte sie die unglaublich hohe Temperatur fest, Samandas Hände dagegen waren kalt. Die Erschöpfung dagegen konnte Kayla in den glänzenden Augen ihrer Freundin sehen, als wäre sie die ganze Nacht über nur auf den Beinen gewesen.
„Du musst etwas Trinken, Samanda. Komm, ich helfe dir dich aufzusetzen.“

Die Sonne stand zwei Finger breit über dem Horizont, als Kayla Samanda die heiße Suppe reichte. Sie war Wasserholen gewesen und während die Pferde ihre Nüstern noch in das kalte Nass des Wasserlaufes gestreckt hatten, war sie eilig Kräutersammeln gegangen. Immer Tylors Anweisungen im Kopf, der während seines Jagdausfluges wertvolle Pflanzen entdeckt hatte. Er war zurückgeblieben um auf Samanda und das Feuer aufzupassen, das Kayla vorher eilig entfacht hatte. Als sie dann mit beiden Hengsten im Schlepptau zurückgekehrt war, hatte sie das Wasser aufgekocht, ihre Trinkschläuche wieder aufgefüllt und daraufhin die Suppe zubereitet, mit verschiedenen frischen und bereits getrockneten Kräutern, die Kayla dabei hatte. Mit dem wenigen Gemüse, das sie aus ihrem Rucksack gekramt hatte, hatte sie die Brühe ergänzt und streckte sie nun ihrer Freundin entgegen.
„Hier. Das wird dir guttun. Aber sei vorsichtig, sie ist heiß“, fügte sie mit einem Lächeln hinzu, während sie sich neben ihre Freundin kniete. „Eigentlich ist es ein Wunder, dass du jetzt erst krank wirst. Wenn man bedenkt, wie lange du bereits außerhalb Elanias unterwegs bist.“


22. Kiriat - Morgens
hilft Samanda beim Trinken und geht dann Kräutersammeln, um eine Suppe zuzubereiten.
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Beitragvon Samanda » Mi 19. Jul 2017, 12:09

Samanda hörte auf ihre Freundin. Es wundere sie ein wenig. Eigendlich wollte sie mit niemanden Freundschaftschließen. Aber oft ging es anders aus als man dachte, dass hatte Opa gesagt. Inzwichen war sie froh jemanden zu haben, den sie vertrauen konnte. Besonders jetzt. So Hilflos war sie schon lange nicht mehr gewesen. Langsam schlürfte sie die Gemüsebrühe. Es war ein wenig bitter. Mit einer Lichtknolle wäre das nicht passiert. Die Elfe nahm sich vor ihr Wissen über Pflanzen mit ihr zu teilen. Auch sie selbst hoffte aufs Infos die sie weiterbilden würden. Das könnte beiden helfen. Sie wusste jetzt, dass sie mehr über die Welt hier draußen lernen muste um zu bestehen. Das galt auch für die Zwerge und ihr Wissen, auch wenn ihr der Gedanke zu wieder war.

Ihr Kopf wurde ein wenig klarer. Es ihr unangenehm Kayla solche umstände gemacht zu haben. Sie hätten schon längst weiter gezogen sein können. Nachdencklich sah sie die Frau an. „Danke für die Hilfe und geduld.“ Ein Zittern durchfuhr ihren Körper. Fast hätte sie die Brühe verschüttet. Als ihr Körper wieder ruihg war sprach sie weiter. „In meinen Rucksack ist eine gelbe Knolle. Das ist eine Lichtknolle. Zuhause, in meinen Wald, wird sie benutzt um den bitteren Geschmack der Kräuter wegzubekommen. Sie unterstüzt den Körper bei der Genesung. Ein schmaller streifen reicht schon aus. Wenn du willst kannst du es probieren.“ Sie hoffte das sich Kayla nicht beleidigt fühlte. Es war nur eine Information die sie auch bei anderen Patenten werweden konnte.

22. Kiriat - Morgens
Macht sich ein paar Gedanken und gibt ein wenig wissen von ihr weiter.
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Beitragvon Reika » Fr 21. Jul 2017, 09:23

Reika starrte Shard an, beziehungsweise nachdem er losgeflogen war noch weiter auf die Stelle wo er sich zuvor noch befunden hatte. Ihr Schnabel klappte ein Stück auf und sie blinzelte einige Male. War das jetzt gerade wirklich passiert? Shard, das unnahbare Bollwerk und Trampeltier, der stoische Klotz und Musterschüler des Rudelführers, hatte gerade zugegeben das er Gefühle hatte. Und noch schlimmer, sich Sorgen machte. Wahnsinn. Diese Information musste sich erst einmal setzen. War ich so lange weg? Hab ich was verpasst? Reika war wohl zu lange allein gewesen. Die Selbstlosigkeit und das Gruppengefühl hatte bei ihr nachgelassen und sie war mehr zu einer Art eigenverantwortlichem Einzelgänger geworden. Gruppenzusammenhalt wirkte für sie nun... ungewohnt. Auch jetzt. Sie war nicht mehr gewohnt jemanden als Gesellschaft zu haben auf den man Rücksicht nehmen musste, oder wollte. Natürlich freute sie sich dass ihr Bruder hier war. Doch es war seltsam. Seltsam ungewohnt und sie wusste nicht so wirklich wie sie das zeigen und wie sie mit dieser Sache umgehen sollte. Eine ihrer Pfoten scharrte nervös über den Boden und sie rupfte ein Büschel Gras aus. Wieso war er hier? Irgendwie machte sie das misstrauisch und sie konnte nicht wirklich akzeptieren, das ihr Bruder so plötzlich und einfach so auf Friede-Freude-Eierkuchen machte. Da musste doch noch mehr dahinter stecken. Etwas in ihr weigerte sich zu glauben das er nur einfach so spontan das Rudel im Stich gelassen hatte, nur um nach ihr zu suchen. Das Rudel war Shard immer sehr wichtig gewesen. Deswegen hatte er auch immer so krampfhaft versucht, Reika dort zu behalten. Das Rudel sollte zusammenbleiben, oder nicht? Mehrere waren wichtiger als einer allein. Wieso hatte er sich plötzlich dazu entschieden so weit weg zu gehen und die anderen zu verlassen, nur wegen ihr? Reika schätzte sich selbst nicht als so wichtig oder so bedeutend ein, weder für das Rudel noch für Shard. Die waren ja bislang auch wunderbar ohne sie ausgekommen und die Nachtschwinge war nur ein weiterer Greif unter vielen...

Shards Stimme riss sie aus diesem Gedankenstrudel und ihr Kopf ruckte vor Schreck hoch. “Äh ja. Ja. Ich komme schon.“ Sie schüttelte den Kopf und nahm ein Stück Anlauf auf der Wiese. Dann sprang sie hoch und schraubte sich mit kräftigen Flügelschlägen in die Luft. “Du Shard... sei ehrlich zu mir. Bitte.“ Wobei das Bitte einen schon fast drängenden, flehenden Unterton hatte. Sie würde vorrausfliegen, ließ sich jetzt aber etwas langsam zurückfallen, damit sie mit ihm weitgehend auf gleicher Höhe war. “Du hast das Rudel im Stich gelassen nur um mich zu suchen? Warum? Ist irgendwas passiert?“. Während des Sprechens steuerte sie in die Richtung des nahe gelegenen Dorfes, bemühte sich aber so nah wie möglich bei ihrem Bruder zu bleiben und ihr Blick wanderte immer wieder kurz zu ihm hinüber. Sie hatte beim Dorf gestern eine Weide mit schönen, fetten Schafen gesehen und im Gegensatz zu manch anderen Vierbeinern sah Reika keinen Grund warum man sich nicht daran bedienen sollte...



22.Kiriat, Morgens
Reika wird von Shards Erklärung überrumpelt, und wird etwas misstrauisch von seiner plötzlichen Fürsorge. Sie weiß nicht wie sie mit der Situation umgehen soll, da sie längere Zeit eher Einzelgänger als Rudeltier war und von Shards verhalten nun überfordert wird. Fliegt zum Dorf um die dortige Schafherde zu überfallen.
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Beitragvon Kayla » So 13. Aug 2017, 09:12

„Das ist selbstverständlich“, antwortete Kayla auf Samandas Dank und lächelte leicht besorgt, als ihre Freundin ein heftiges Zittern durchfuhr. Sie wollte ihr gerade anbieten ihr bei der Suppe zu helfen, nicht, dass tatsächlich noch etwas verschüttet wurde, doch dann begann Samanda äußerst Interessantes zu erzählen.
Kayla lauschte aufmerksam und kramte in dem Rucksack herum, bis sie die Lichtknolle gefunden hatte. Die Haut war fest und glatt und von einem hellen Gelb, ein wenig erinnerte sie Kayla an eine andere, ähnliche Knolle – vielleicht von einer Blume? Doch diese hier war größer, beinahe so groß wie ein Apfel und Kayla war fest davon überzeugt die Knolle tatsächlich noch nie gesehen zu haben.
Mit ihrem silbernen Dolch zog sie, wie beschrieben, einen dünnen Streifen ab und begutachtete auch das Innere der Knolle. Es erschien ihr im blassen Licht der Scheune als wäre das Innere noch eine Nuance heller als das Äußere. Der Streifen wurde von ihr in kleine Stücke gehackt, um es der Suppe hinzuzufügen. Sie behielt ein kleines Stück für sich selbst, roch und knabberte daran – es war zu hart, um es wirklich essen zu können-, prägte sich den Geruch gut ein. Und dann begann sie Samanda über die wohlschmeckende Knolle auszufragen: „Sie schmeckt wirklich sehr gut. Hat sie denn noch andere Fähigkeiten? Kann man noch irgendetwas anderes als die Knolle selbst davon verwenden? Wie erkennt man sie? Und wächst sie nur in Elania?“
Du forderst ganz schön viel von ihr, scherzte Tylor und Kayla musste ihm zustimmen und die Fragerei abbrechen, um ihrer Freundin Luft zu geben, damit sie antworten konnte – wenn sie denn wollte.


22. Kiriat - Morgens
hört Samanda aufmerksam zu, holt die Lichtknolle aus dem Rucksack und untersucht sie, fragt Samanda aus
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